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Burg Bodenstein: Nach blutiger Geschichte heute ein Heim für Familienerholung

Burg Bodenstein / Foto: Wikipedis/pixlux.de
Burg Bodenstein / Foto: Wikipedia/pixlux.de/CC-BY-SA 2.5

Wo im frühen Mittelalter die Stämme der heidnischen Franken und christianisierten aber dennoch recht rohen Sachsen aneinander grenzten und gelegentlich Horden gewaltbereiter Ungarn hindurchdurchritten, drohte naturgemäß ständig Ärger. Als Festung in einem solchen Gebiet entstand Burg Bodenstein im thüringer Eichsfeld beim Ort Wintzigerode. 1209 wird sie erstmals urkundlich erwähnt.

Die Geschichte der Anlage war wechselhaft und zuweilen blutig. Bei einem Streit über die Lehenshohheit eroberte der protestantische Berthold XI. von Wintzingerode die Burg mit Hilfe von 2000 Mann zurück. Die Familie war früh zum evangelischen Glauben übergewechselt, was ihre jesuitischen Gegner reichlich erzürnte.

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Burg Idstein: Im Schatten des Hexenturms

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Der Idsteiner Hexenturm (Foto: Meins)

Im idyllischen Taunusstädtchen Idstein haben sich vor gut 330 Jahren schreckliche Szenen abgespielt. Der Ort im Schutz der Burg Idstein war berüchtigt für seine Hexenprozesse und die folgenden Hinrichtungen unschuldiger Frauen. Man war allerdings so „human“ das Schwert zu verwenden, nicht den Scheiterhaufen.

Die Prozesswelle wird durch ein Kind ausgelöst, das angegeben hatte, dass seine Patin es „das Mäuse und Eidechsen machen“ lehren würde. Der protestantische Graf Johannes zu Nassau (1603-1677) vermutete, dass auch der Tod seiner zweiten Frau, seiner Kinder und ein Viehsterben durch Hexen ausgelöst wurde und befahl ab 1675 Verfahren.

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