Schlagwort-Archiv: Hexenprozesse

Schloss Wachendorf in Mechernich: Vorbildlich restauriert


Schloss Wachendorf in Mechernich / © Deutsche Stiftung Denkmalschutz / Linge / Foto oben: Wikipedia / W.Mechelke / CC-BY-SA 3.0
Schloss Wachendorf in Mechernich / © Deutsche Stiftung Denkmalschutz / Linge / Foto oben: Wikipedia / W.Mechelke / CC-BY-SA 3.0

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bringt in diesen Tagen eine Bronzetafel an Schloss Wachendorf (Mechernich, NRW) an, um an die vorbildliche Sanierung (und die Förderung durch Stiftungsmittel) zu erinnern.

Schlossherr Dr. Ulrich Müller von Blumencron konnte sich 2014 über einen 100.000-Euro-Zuschuss für die Erneuerung des Schieferdachs freuen.

Schloss Wachendorf ist eines der wenigen weitgehend im originalen Bauzustand erhaltenen rheinischen Schlösser des 19. Jahrhunderts.
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Scheiterhaufen auf Burg Hexenturm


Der Hexenturm in Idstein / Foto: Burgerbe.de
Der Hexenturm in Idstein / Foto: Burgerbe.de

Das Heilige Römische Reich in der Frühen Neuzeit muss der Romanwelt Harry Potters geglichen haben: Überall wimmelte es von Hexen, die angeblich die Rückkehr von Du-weißt-schon-wem vorbereiteten und den unbedarften Muggeln und deren Vieh Schaden anhexten.

Der Ruf der mutmaßlichen Schwazmagierinnen war derart legendär, dass jedes Städtchen, dass etwas auf sich hielt, ein Bauwerk zum Hexenturm erklärte.

Die (früher oder später unter der Folter) geständigen Frauen wurden während Untersuchung und Prozess dort eingesperrt, um sie anschließend zu verbrennen oder zu ertränken. In letzterem Fall war ihre Unschuld erwiesen, was aber keine weiteren Folgen hatte.

Ganz so einfach war es natürlich nicht, denn ein Großteil der erhaltenen „Hexentürme“ war in der betreffenden Zeit einfach Teil der Stadtbefestigung und beherbergte bestefalls gelangweilte Wachleute.

Nach Niederlegung der Festungswerke bekam das oft einzige erhaltene Bollwerk im romantisierenden 19. Jahrhundert durch schlaue Ratsherren den Namen „Hexenturm“ verpasst. Mit solcherart Anspielungen auf alte Gruselgeschichten wollte man den Tourismus ankurbeln und die örtliche Geschichte hochhalten.
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Kolumbus‘ Matrose und die Hexe aus der Hülser Burg

Burg Hüls heute - ein sanierter, schmucker Backstein-Bau
Burg Hüls heute – ein sanierter, schmucker Backstein-Bau

Während Christoph Kolumbus in fernen Spanien seine Expedition nach „Indien“ ausrüstete, gingen die Büttel im niederrheinischen Hüls (heute ein Stadtteil von Krefeld) auf Hexenjagd.

An einem eisigen Februarmorgen des Jahres 1492 klopften die Helfer der Obrigkeit vorsichtig, denn man konnte bei diesen schwarzmagischen Geschichten ja nie wissen, aber bestimmt an die Tür der Nesgen to Range.

Gegen die Frau lag eine Anschuldigung wegen Hexerei vor. Ihr wurde vorgeworfen, beim Hülser Bauern Heinrich Plönkes Schaden herbeigehext zu haben. Die Büttel eskortierten die ihre Unschuld beteuernde Verdächtige daraufhin ins Gefängnis der Hülser Wasserburg.
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Burg Idstein: Im Schatten des Hexenturms

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Der Idsteiner Hexenturm (Foto: Meins)

Im idyllischen Taunusstädtchen Idstein haben sich vor gut 330 Jahren schreckliche Szenen abgespielt. Der Ort im Schutz der Burg Idstein war berüchtigt für seine Hexenprozesse und die folgenden Hinrichtungen unschuldiger Frauen. Man war allerdings so „human“ das Schwert zu verwenden, nicht den Scheiterhaufen.

Die Prozesswelle wird durch ein Kind ausgelöst, das angegeben hatte, dass seine Patin es „das Mäuse und Eidechsen machen“ lehren würde. Der protestantische Graf Johannes zu Nassau (1603-1677) vermutete, dass auch der Tod seiner zweiten Frau, seiner Kinder und ein Viehsterben durch Hexen ausgelöst wurde und befahl ab 1675 Verfahren.

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