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Das gruselige Burgfräulein von Strechau


Burg Strechau bei Lassing in der Steiermark / Foto: Wikipedia / Dietersdorff / CC-BY-SA 3.0
Burg Strechau bei Lassing in der Steiermark / Foto: Wikipedia / Dietersdorff / Lizenz: CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Burgfräulein von Strechau / Bild: gemeinfrei

Das Burgfräulein von Strechau hat sich in Schale geworfen: Ein von einem diamantbesetzten Samtkreuz gehaltenes Spitzentuch lässt ihr tief in den Ausschnitt blicken. Ein schicker Hut mit breiter Krempe und kecker Feder krönt das von ihrem offenen rotblonden Haar umflossene Gesamtbild.

Doch statt des hübschen Gesichts der jungen hochzeitswilligen Adeligen aus der Steiermark schaut den Betrachter nur der blanke Burgfräulein-Totenschädel mit lückenhaftem Gebiss an.

Ziemlich makaber.
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Nosferatu-Drehort: Graf Orlok auf der Arwaburg


Thomas Hutter am Tor der Orlok-Burg / Screenshot Youtube
Thomas Hutter am Tor der Orlok-Burg / Screenshot Youtube

Graf Orlok wohnt standesgemäß. Der glatzköpfige Klauenmann aus dem Horrorfilmklassiker Nosferatu (1922), Wegbereiter für ein ganzes Genre bis hin zu heutigen Blutsaugerschnulzen a la „True Blood“, haust auf einer gruseligen Burg.

Regisseur Friedrich-Wilhelm Murnau betrat bei den Dreharbeiten für den epochemachenden Stummfilm Neuland: Er ließ die verfallende Burgkulisse nicht bequem in Berlin nachbauen, sondern fuhr mit der gesamten Schauspielertruppe nach Dolný Kubín in die abgelegene westliche Tatra.

Das Filmteam mitsamt Orlok-Darsteller Max Schreck fand sich also im Sommer 1921 vor einer mehr als hundert Meter über dem Flüsschen Orava aufragenden Felsklippe wieder, gekrönt von der Arwaburg/Burg Orava. 800 Treppenstufen führen hinauf zu einer der schönsten Burgen der Slowakei. Heute kann man sie besichtigen.
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Der Prinz zu Bentheim als „Burgenscout“ für Filmteams

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Ganz schön burgenlastig: Königreich der Himmel von 2005 (Bild: 20th Century Fox)

Burgen sind ein beliebter Drehort – nicht nur für Action- und Gruselstreifen. Aber woher sollen Filmteams wissen, welche der vielen hundert alten Gemäuer denn für sie geeignet sind? Wo kann man drehen, ohne dass dauernd Touristenhorden ins Bild stampfen, wo stimmen Ambiente, Licht und die Versorgung mit Strom, Kaltgetränken und ggfs. Komparsen?

Oskar Prinz zu Bentheim will da weiterhelfen.

Nach einem Bericht der Münsterschen Zeitung bietet sich der adelige Historiker interessierten Film-Produktionsfirmen als „erster Burgenscout Deutschlands“ an. Reichlich Erfahrung hat der 63-Jährige bereits mit Filmteams gesammelt, die regelmäßig auf dem Gelände von Burg Bentheim drehen.

Dabei merkte er auch, dass es dringend nötig ist für „mehr Sachlichkeit“ im Umgang zwischen adeligen Burgbesitzern und dem Völkchen der Schauspieler / Produzenten zu sorgen. Auf beiden Seiten herrschten gegebenüber den jeweils anderen noch reichlich Vorurteile…

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