Schlagwort-Archiv: Geheimgänge

Schloss Wildenfels: Geheimgänge und die Geschichte vom Bernsteinzimmer

Das kommt davon, wenn man die "Bild"-Zeitung zum Schlossrundgang einlädt / Foto: Screenshot
Das kommt davon, wenn man die „Bild“-Zeitung zum Schlossrundgang einlädt / Foto: Screenshot

Wenn man als Burgherr mehr Touristen und Spenden braucht, lanciert man am besten eine reißerische Geschichte in die Lokalzeitung (und hofft, dass bundesweite Boulevardmedien drauf anspringen). Am besten lädt man die örtliche „Bild“-Zeitung ein, die bläst das Thema sicher noch ein bisschen auf und biegt sich die Fakten schon hübsch passen zurecht.

Nie schaden kann die Erwähnung von „Geheimgängen“ und mysteriösen Schätzen. Gern genommen werden: der Heilige Gral, Nazigold, Nibelungenschatz, Bernsteinzimmer, teures Zaren-Amusement aus dem Hause Fabergé, geschmuggelte Blutdiamanten und alles mit Hitler, Eva und Blondi.

Auf Schloss Wildenfels bei Zwickau hat der Freundeskreis-Vorsitzende diese „Wie komme ich in die ,Bild‘-Zeitung“-Regeln vorbildlich befolgt.

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Geheimgang auf Burg Dilsberg? Ein Ami lässt graben


Der Brunnen, der Mark Twain faszinierte, auf der Burg Dilsburg / Foto: gemeinfrei
Der Brunnen, der Mark Twain faszinierte, auf der Bergfeste Dilsberg / Foto: gemeinfrei

Glaubt man den deutschen Burgensagen, dann hat es unter den historischen Gemäuern von Geheimgängen nur so gewimmelt. Archäologisch hat man allerdings bislang nur wenige Spuren der Geheimtunnel gefunden (zuletzt im bayerischen Moosburg einen gemauerten Gang zum Schloss Asch).

Der umtriebige Schriftsteller Mark Twain machte das Thema in den USA populär: Er schilderte in seinem 1880 erschienenen „Bummel durch Europa“ die Geschichte eines angeblichen Geheimgangs auf der Bergfeste Dilsberg in Neckargemünd.
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Langer Geheimgang zu Schloss Asch gefunden


Schloss Asch / Foto: Björn Laczay / CC BY 2.0
Schloss Asch / Foto: Björn Laczay / CC BY 2.0

Wenn feindliche Landsknechte mal wieder tagelang vor dem Burgtor herumlungerten und auf Ärger aus waren, gab es in vielen Burgen (angeblich) einen eleganten Ausweg: Einen geheimen Fluchttunnel, durch den man aber nicht nur wegrennen, sondern auch dem Feind prima in den Rücken fallen konnte.

Ein solcher Geheimgang ist jetzt im bayerischen Moosburg an der Isar nahe Landshut ans Licht gekommen. Die gemauerte ovale Röhre ist etwa 250 bis 300 Meter lang und führt aus dem Ort zum benachbarten Schloss Asch. Das meldet Merkur-Online.
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Carrickfergus Castle: Geheimgang ausgegraben

Carrickfergus Castle / Foto: Wikipeidia/Stewart
Carrickfergus Castle / Foto: Wikipedia / Stewart / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Überraschung bei einer Grabung auf einer der am besten erhaltenen normannischen Burgen Nordirlands: In Carrickfergus Castle stießen Archäologen in Höhe der mittelalterlichen Festhalle der Burg auf einen Geheimgang aus dem 18. Jahrhundert. Die Grabung soll nun ausgeweitet werden. Das meldet der Belfast Telegraph.

Die Burg wurde 1180 durch den normannischen Eroberer John de Courcy begonnen (er bekam die Fertigstellung nicht mehr mit, da er vorher des Landes verwiesen wude). 1597 fand vor den Toren der Burg die Schlacht von Carrickfergus zwischen Truppen der englischen Königin Elisabeth I. und dem schottischen MacDonell-Clan statt. Der gälische Stamm konnte die Briten schlagen.

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Burg Posterstein: Besucher nutzen Geheimgang

Mittelaltermarkt auf Burg Posterstein
Mittelaltermarkt auf Burg Posterstein

Eine richtige Burg braucht auch einen Geheimgang. Sei es, damit dienstbare Geister unauffällig auftauchen und wieder verschwinden können (wie z.B. im Düsseldorfer Schloss Benrath) – oder als Fluchtweg, wenn der Feind unvermutet mitten in der guten Burgstube Schwert oder Streitkolben schwingt.

Ein solcher Gang mitsamt „Geheimtreppe“ ist zurzeit in der thüringischen Burg Posterstein für alle offen. Das meldet der Museum Burg Posterstein-Blog*)

Hintergrund sind Bauarbeiten. Der „normale“ Weg ist dadurch zurzeit gesperrt, so dass der Geheimgang herhalten muss. Sonst sind dort normalerweise nur Burgführungen für Kinder unterwegs. Der Gang beginnt hinter einem massiven Schrank im ehemaligen Gerichtszimmer.

Eine Treppe führt hinab in die Küche, von dort geht es auf den Hof und in den „Unteren Saal“. Früher war das vermutlich mal als Fluchtweg gedacht. Heute endet der Weg eine Etage tiefer.
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