Schlagwort-Archive: Gefängnis

Festung Landsberg: Uli Hoeneß saß in historischem Gefängnis

„Festungshaft“ – das klingt nach Wasser und Brot und an kalte Zellenmauern geschmiedete Gefangene in klirrenden Ketten. Ist aber alles ein Missverständnis.

Davor braucht Uli Hoeneß in der Festung Landsberg am Lech jedenfalls keine Angst zu haben, wenn er seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung absitzt.

Die Festungshaft war nämlich in Preußen und Bayern eine Ehrenstrafe. Ein Arbeiter, der etwas anstellte, wurde zu ganz normalem Gefängnis verknackt: Mit Arbeitszwang und allen Schikanen. Einfache Soldaten, die etwas Gravierendes gegen ihre Pickelhauben-Vorgesetzten anstellten, mussten bis 1871 mit Festungsstrafe rechnen.

Das hieß: Einsitzen in engen Zellen der königlichen Festungen unter militärischer Aufsicht. Und schuften mit humorlosen Bewachern im Rücken.

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Ideen fürs Wasserburger Burggefängnis


Wasserburg: Blick auf Inn und Burg. Foto: Wikipedia/waterborough
Wasserburg: Blick auf Inn und Burg. Foto: Wikipedia/waterborough/gemeinfrei

Was tun mit 26 Zellen mit Gitterfenstern, dicken Mauern und jeweils maximal 15 Quadratmetern Platz in einem alten Burggefängnis? Dieser Aufgabe haben sich jetzt 17 Design-Studenten der FH Rosenheim in Wasserburg am Inn gestellt. Heraus kamen sieben höchst individuelle Nutzungskonzepte für die Etagen des denkmalgeschützten Gemäuers. Ein kreatives Spiel mit dem historischen Knast-Ambiente. Davon berichtet die Wasserburger Zeitung.
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Château d’if: Gefängnis des Grafen von Montechristo


Blick auf Chateau d'If und Marseille im Hintergrund / Fotos: Burgerbe.de
Blick auf Chateau d’If und Marseille im Hintergrund / Fotos: Burgerbe.de

Marseille war im Mittelalter stark befestigt. Die schönen Stadtmauern und Türme hatten allerdings einen gewaltigen Nachteil: Sie schützten nur die Stadt, nicht den ausgedehnten natürlichen Hafen („Vieux
Port“). Invasoren konnten also gemütlich ins Hafenbecken schippern, die Stadt von See her abschneiden und ihre Belagerungsgeräte bequem per Frachtkahn nachkommen lassen.

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Veste Otzberg: Die „Weiße Rübe“ thront auf einem Vulkanschlot


Die Veste Otzberg thront auf einem früheren Vulkankegel / Fotos: Burgerbe.de
Der Bergfried der Veste Otzberg brachte der Burg den Namen „Weiße Rübe“ ein / Fotos: Burgerbe.de

Was haben Burgen mit Vulkanen zu tun? Naja, auf einem aktiven Vulkan wird man schwerlich eine dauerhafte Befestigung finden, aber auf dem extrem harten Gestein eines ehemaligen Lavaschlots lässt sich gut und massiv bauen. Ein Beispiel dafür ist die Veste Otzberg beim Ort Hering im hessischen Odenwald.

Wo heute satte grüne Wiesen, Äcker und Weinberge das Bild dominieren, war vor 22 Millionen Jahren buchstäblich die Hölle los. Eine über 1100 Grad Celsius heiße Basaltschmelze bahnte sich ihren Weg bis an die Erdoberfläche: Der Otzberg-Vulkan brach aus. Der Ur-Odenwald versank in Glut und Asche.

Der feinkörnige Nephelinbasalt, der schließlich im Schlot erkaltete, ist besonders hart. 22 Millionen Jahre hessischer Nieselregen wuschen alle anderen Gestelne aus, aber große Teile des erkalteten Schlots blieben – als typische sechseckige Säulen – Säulen stehen.

Und sie bilden noch heute das Fundament der Veste Otzberg (Ähnliches findet man übrigens bei Burg Stolpen in Sachsen, wo die unglückliche Gräfin Cosel jahrzehntelang gefangengesetzt war).
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12 Millionen für die Spandauer Zitadelle – die ab sofort 4,50 Euro Eintritt kostet

Wappen des Berliner Bezirks Spandau / Bild: gemeinfrei
Wappen des Berliner Bezirks Spandau / Bild: gemeinfrei

Der größte Gewinner beim Lottospiel ist der Staat. Und der gibt seine Einnahmen schnell wieder aus. Zum Beispiel für die Sanierung der Spandauer Zitadelle.

In den beliebten Märchenfilm-Drehort voller Preußen-Geschiche flossen 2009 sechs Millionen Euro aus Lotto-Mitteln fließen. Weitere sechs Millionen kamen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Ziel war es, die Gebäude für die 2011er Monumentalausstellung „Spurensuche – Deutschland und seine politischen Denkmäler“ herzurichten.
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