Schlagwort-Archiv: Gärten

Schloss Kannawurf: Grabung nach Renaissance-Garten


Schlossherren der Renaissance und des Barock waren oft auch Gartenfreunde. Schließlich bringt großzügiger, symetrischer Schmuck aus Blumen, Wegen und Wasserläufen so ein prächtig-verspieltes Gebäude erst richtig zur Geltung.

Und wenn es gerade keine dringenden Regierungsgeschäfte zu erledigen gibt, kann man mit der Liebsten nach Herzenslust lustwandeln. Heute sind gelegentlich Archäologen solchen Gärten auf der Spur…

So ist das jetzt auch bei einer Grabung auf dem Gelände von Schloss Kannawurf in Thüringen, dessen Renaissance-Garten bis 2016 wieder erstehen soll. Dazu muss man aber erstmal wissen, wie er überhaupt ausgesehen hat. (Foto: Wikipedia / Michael Sander / CC BY 3.0 DE)
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Schloss Wilhelmsburg: Höhepunkt der Thüringer LaGa 2015

Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden
Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden / Foto: Wikipedia/Michael Sander/CC BY 3.0

Die Thüringische Landesgartenschau 2015 in Schmalkalden hatte einen ihrer Höhepunkte rund um ein historisches Gebäude: Das schmucke Renaissance-Schloss Wilhelmsburg, den höchsten Punkt der Altstadt von Schmalkalden.

Für die Blumenfreunde sind vor allem die nach französisch-italienischem Vorbild konzipierten Gartenterrassen interessant. Sie sollen einen Schlossgarten des 17. Jahrhunderts erlebbar machen.  Historische Obstgehölze bereichern den Küchengarten, und im Schlossteich soll sich die Schönheit der imposanten Anlage (die weitgehend im Originalzustand erhalten ist) widerspiegeln.

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Die reichen und schlauen Herren von Schloss Wiesenburg


Schloss Wiesenburg mit Teich und Park / Foto: Burgerbe.de

Wer Jahrzehnte auf einer Burg lebte, kam um schmerzende Erkrankungen des Bewegungsapparates kaum herum. Zu kalt, war’s die meiste Zeit über in den hohen Räumen der Wehrbauten. Die Kamine reichten als Heizung einfach nicht aus.

Diese Leiden, verbunden mit der Lust auf Repräsentation veranlasste viele Adelige, ihre kargen, kalten Burgen am Vorabend und nach Abschluss des Dreißigjährigen Krieges in fensterreiche, modische Schlösser mit komfortablen (beheizbaren!) Wohntrakten umzubauen. So gut es eben ging, wurde die mittelalterliche Bausubstanz integriert.

Doch bei einigen Schlössern ist der militärische Kern trotz aller Prachtentfaltung von Renaissance und Barock noch zu erkennen. Zum Beispiel bei Schloss Wiesenburg im Hohen Fläming, die ihr wehrhaftes Erbe ja auch noch im Namen führt.
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