Schlagwort-Archiv: Fürstbischöfe

Schloss Wörth: Festung der Regensburger Fürstbischöfe

Luftbild Schloss Wörth Donau
Luftbild von Schloss Wörth / Foto: gemeinfrei / Oben: Das Tor zum Schloss / Foto: Burgerbe.de

Johannes von Thurn und Taxis (1926-1990) genoss das Jetset-Leben in vollen Zügen, bevor er seine Gloria kennenlernte. Doch dazu braucht auch ein Multimillionär regelmäßig frisches Geld.

Und was liegt da näher, als Familienbesitz zu verkaufen, dessen Erhalt eh nur Kosten verursacht.

Und so trennte sich der Adelige 1978 vom Thurn-und-Taxis-Schloss Wörth an der Donau. Die bestens erhaltene schlossartige Renaissancefestung ging für einen unbekannten Betrag an einen Bauunternehmer.
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Festung Rosenberg: Bollwerk der Bamberger Bischöfe


Tor zur Festung Rosenberg / Fotos: Burgerbe.de
Tor zur Festung Rosenberg / Fotos: Burgerbe.de

Auf ihre Festung Rosenberg konnten sich die Fürstbischöfe von Bamberg verlassen. Gut 600 Jahre lang, von etwa 1200 bis zur Annektion durch Bayern 1802 hielt die Befestigung über Kronach dem Ansturm aller feindlichen Heere stand (nur im Bauernkrieg 1525 hatten kurzzeitig Aufständische hier das Sagen).

„Eine der schönsten und größten Festungsanlagen Deutschlands“, so heißt es auf Kronach.de.

Dank ihrer langen Existenz durchlief die Anlage die unterschiedlichen Baustile, die gerade en vogue waren: von der trutzig-zugigen mittelalterlichen Burg über das elegante Renaissanceschloss bis zur „modernen“, fünfzackigen Barock-Festung.
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Schloss Neuhaus: Deutschlands schönste Realschule

Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben
Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben

Wer mittags das Gelände von Schloss Neuhaus in Paderborn betritt, wird erstmal mit massiven Pubertätsproblemen konfrontiert. Horden von hormongesteuerten Teenies laufen herum und geben Kommentare ab wie: „Marcel hat mich überhaupt nicht beachtet, dabei hab ich eine Stunde lang nur ihn angesehen. Er wird mich nie lieben! Wääääähhhhh…!“

Ich fand es ja toll, dass so viele Schüler gleichzeitig einen Ausflug zu so einem bedeutenden Schloss machen und schaute mich nach den begleitenden Pädagogen um, in der Hoffnung, vielleicht einen kostenlosen Vortrag zur Schlossgeschichte zu erhaschen.

Aber kein Lehrer kam in Sicht. Typisch, kaum auf Reisen, schon verdrücken sich die beamteten Erzieher ins nächste Café und verprassen meine Steuern mit Kirschsahne.

Dann suchte ich eben nach der Schloss-Neuhaus-Museumskasse. Hier war ja mal die NRW-Landesgartenschau, es muss also irgendwo ein Kassenhäuschen geben. Allerdings zunächst erfolglos.
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Schloss Seehof: Bamberger Bischöfe mochten Bacchus

Figur des Orpheus im Schlossweiher von Schloss Seehof nach der Restaurierung / Foto: BSV / Klaus Häfner
Figur des Orpheus im Schlossweiher von Schloss Seehof nach der Restaurierung / Foto: BSV / Klaus Häfner

Fürstbischöfe mögen es luxuriös und geben für ihre Residenzen ein Heidengeld aus. Das war auch früher schon so. Die Bamberger Oberhirten ließen es sich auf Schloss Seehof (fertiggestellt 1696) im Rokoko-Ambiente gut gehen.

Im Garten wollten die Bischöfe dann auch nicht an die Lehre von Armut und Nächstenliebe erinnert werden, sondern schwelgten lieber in Anspielungen Feste auf Völlerei. Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim (1757-1779) ließ dazu Weiherfiguren von Orpheus, Bacchus und anseren antiken Göttergestalten aufstellen.

Nach fünfjähriger Restaurierung zieren die von Bildhauer Adam Ferdinand Tietz geschaffenen Figurengruppen aus Sandstein, nun wieder die Inseln im Schlossweiher von Seehof. Die zuletzt vor 30 Jahren überholten Figuren gelten als die letzten Zeugen der originalen Rokoko-Ausstattung.
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Brand auf Schloss Bruchsal verläuft glimpflich

Im Schloss Bruchsal residierten einst die Fürstbischöfe von Speyer / Foto: Wikipedia/r Martin8721
Im Schloss Bruchsal residierten einst die Fürstbischöfe von Speyer / Foto: Wikipedia/ Martin8721 / CC BY-SA 3.0

Schreck auf dem früheren Bischofsschloss Bruchsal nördlich von Karlsruhe: Am Dienstagmorgen um 08.57 Uhr wurde Feueralarm in der 1720 errichteten Barockresidenz ausgelöst. Als der erste Löschzug der Feuerwehr Bruchsal eintraf, meldeten Angestellte des Schlosses, dass im Erdgeschoss ein Wäschetrockner im Hauswirtschaftsraum in Flammen stand.

Zwei Beschäftigte des Schlosses hatten sofort nach Bemerken des Brandes mit Feuerlöschern Löschversuche unternommen und den Brand auch schon weitestgehend eingedämmt.
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