Schlagwort-Archive: Franken

Burg Guttenberg und die fränkischen Raubritter


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Schlechte Zeiten für Raubritter: 1523 erobern Truppen des Schwäbischen Bundes Burg Guttenberg (Neuguttenberg). (Bild: Wikipedia/Holzschnitt von Hans Wandereisen)
Dass Adels- und Doktortitel, gepaart mit Erfahrung in der Verwaltung der heimischen Güter und im Vorstand der Rhön-Kliniken, kombiniert mit guten Kontakten zum CSU-Chef reichen, damit ein junger Außenpolitiker in Deutschland Wirtschafts- und später Verteidigungensminister werden kann, ist schon eine erstaunliche Feststellung.

Aber während alle Welt zunächst über die Kompetenz des schneidigen Barons Karl-Theodor von und zu Guttenberg wahlweise lästerte oder jubilierte und er schließlich im März 2011 über die Plagiatsaffäre stürzte, schaue ich mal nach der dahinterliegenden Burgen-Geschichte.
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Alpenverein kauft die Schweppermannsburg

Die Schweppermannsburg 1990 / Foto: Wikipedia / MacElch (Rainer Kunze) / CC BY-SA 3.0 DE
Die Schweppermannsburg 1990 / Foto: Wikipedia / MacElch (Rainer Kunze) / CC BY-SA 3.0 DE

Der Streit um die Zukunft der Schweppermannsburg zwischen Alpenverein, Gemeinde Kastl und einer Bürgerinitiative ist zu Ende. Der Vorsitzende des örtlichen Alpenvereins hat die historische Anlage im mittelbayerischen Lauterachtal (ca. 50 km östlich von Nürnberg) jetzt vom Freistaat gekauft.

Der 2007 gegründete Burgverein, der die Gemeinde Kastl zum Kauf animieren wollte, hat das Nachsehen. Die Gemeinde, die ursprünglich Interesse am Kauf signalisiert hatte und dafür vom Alpenverein scharf kritisiert worden war, scheute offenbar letztlich das sich abzeichnende finanzielle Risiko.
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Die Altenburg: E.T.A. Hoffmanns Domizil über Bamberg


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Der eigenwillige Turm der Altenburg über Bamberg

Woher hat Ernst Theodor Amadeus („E.T.A.“) Hoffmann nur die Ideen für seine populären Gruselgeschichten genommen? Vielleicht hat das ja auch etwas mit einer ungewöhnlichen Wohnung zu tun. Von 1808 bis 1813 wohnte der Schriftsteller häufig auf der Altenburg über Bamberg.

In einer kleinen Klause in einem Turm der Burgmauer fühlte der Literat sich so heimisch, dass er die Wände mit Zeichnungen und Karikaturen Bamberger Bürger bemalte.

Hier soll er zumindest zu seiner Oper Aurora und Undine inspiriert worden sein, der ersten Oper der deutschen Romantik. Lustigerweise war dies fast exakt das Jahr, in der Mary Shelley durch eine andere Burg auf die Idee zu ihrem Roman „Frankenstein“ kam (erschienen 1818).

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Festung Marienberg: In Würzburg scheiterten Bauern und Preußen

Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien"berg"
Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien“berg“

Die Festung Marienberg thront über Würzburg und erinnert an die weltliche Macht der Fürstbischöfe. Diese Macht hätten die Untertanen gerne beschnitten. Doch der aussichtsreichste Versuch städtischer Bürger, die Fürstbischöfe in die Schranken zu weisen, endete 1525 im kompletten Desaster.

Der Würzburger Stadtrat unter Bürgermeister Tilmann Riemenschneider hatte sich mit einem Heer aufständischer fränkischer Bauern verbündet. Bischof Konrad II. von Thüngen floh nach Heidelberg. Die Burgbesatzung hielt weiter zu ihm und verschanzte sich.

Doch selbst für den etwa 15.000 Mann starken Bauernhaufen erwies sich die mit knapp 400 Mann besetzte Festung „Unserfrauenberg“ als uneinnehmbar. Mehrere Versuche scheiterten. Die Burg wurde im Mai 1525 mehrfach von der Stadt aus beschossen.

Die Belagerten unter dem Ritter Sebastian von Rotenhan erwiderten das Feuer und errichteten vor den Mauern eine zusätzliche Palisadenbefestigung.
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In der Kaiserburg Nürnberg: Keine Bilder, bitte!


Burgtürme über Nürnberg
Burgtürme über Nürnberg

Leider darf man in den Innenräumen der Nürnberger Burg nicht fotografieren. Seeeehr schade. Denn die Führung ist eindrucksvoll und anschaulich.

Der Burgberg ist 60 Meter hoch und fällt zur Pegnitz hin steil ab. Älteste Burgfundamente stammen aus der Zeit um das Jahr 1000. Heinrich III. hat hier wohl um 1039 mit dem Bau eines Verwaltungssitzes begonnen. Um 1180, unter Friedrich Barbarossa, war der Ausbau vorläufig abgeschlossen.
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