Schlagwort-Archive: Franken

Schloss Mainberg: Geburtshaus von Gunter Sachs verfällt

Die Münchner Abendzeitung berichtet über Schloss Mainberg / Bild: Screenshot
Die Münchner Abendzeitung berichtet über Schloss Mainberg / Bild: Screenshot

Der Besitzerin von Schloss Mainberg laufen die Kosten davon. Normalerweise wäre das für die Münchener Abendzeitung kein Grund, sich um ein altes Gemäuer bei Würzburg im fernen Mainfranken zu kümmern.

Doch in diesem Fall ist das anders: Denn Schloss Mainberg ist der Geburtsort des Industriellen und Vorzeige-Promis Gunter Sachs, der 2011 Suizid begangen hat (Link zum Artikel).

„Das kann uns morgen zusammenstürzen“, zitiert die Abendzeitung den örtlichen SPD-Bürgermeister mit Blick auf die Vorburg. Laut Abendzeitung ließ das Landratsamt das Schloss wegen Verstößen gegen die Brandschutzverordnung schließen. Die nötigen Arbeiten sollen 300.000 Euro kosten. Die hat die Eigentümerin nicht. Laut Abendzeitung verdient sie mit dem Schloss kein Geld mehr.

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Eine Nacht auf Schloss Thurnau in der Fränkischen Schweiz


In einem Zimmer ist noch Licht...
Nur in einem Zimmer brennt noch Licht…

„Hogwarts! Wir haben Hogwarts gefunden!“ Ich reagiere manchmal etwas euphorisch, wenn hinter einer Kurve eine besonders eindrucksvolle Burgsilhouette sichtbar wird. Im oberfränkischen Thurnau ist es mal wieder passiert.

Das Navi lenkte uns zielsicher durch das sattgrün-hügelige Auenland der frühsommerlichen Fränkischen Schweiz – mit Kurs auf das wenige Stunden zuvor (aus Ärger über die hohen Hotelpreise im nahen Bamberg) gebuchte Hotel Schloss Thurnau.
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Veste Coburg – Fränkische Krone nur durch List erobert

rp_coburg-veste_panorama.jpgFoto: Wikipedia / Störfix / CC-BY-SA 3.0

Nahe der Grenze zwischen Franken und Thüringen erhebt sich eine der mit 25.000 Quadratmetern größten und besterhaltenen Burganlagen Deutschlands: Die Veste Coburg, auch bekannt als Fränkische Krone.

Veste Coburg: Roter und Blauer Turm / Foto: Burgerbe.de
Veste Coburg: Roter und Blauer Turm / Foto: Burgerbe.de

Bereits mehr als hundert Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung (1225) dürfte sich hier ein befestigter Verwaltungssitz befunden haben. Zunächst im Besitz der Herzöge von Meranien fiel die Burg 1353 an die Wettiner, die sie bis 1918(!) behielten. Heute gehört sie dem Freistaat Bayern.

Eine so lange Historie macht es den Wissenschaftlern schwer, einen Blick auf den Aufbau der hochmittelalterlichen Anlage zu werfen. Die Jahrhunderte waren geprägt von unablässigen Neu- und Umbauten.

Im 19./20. Jahrhundert gab es dann gleich zwei Versuche, die Burg wieder näher an ihren „ursprünglichen“ Zustand zur Stauferzeit (oder das, was man architektonisch dafür hielt) heranzuführen. Heute beherbergt die Veste diverse Kunstsammlungen (Gemälde und Kupferstiche, Glas, Kutschen, Waffen und Rüstungen).
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Flaggenstreit auf der Nürnberger Burg beigelegt

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Die Nürnberger Flagge (Stadtwappen auf fränkischen Farben) darf nun auch an der Kaiserburg wehen.

Superwahljahre haben auch ein Gutes: Mehrheitsparteien zeigen angesichts des nahenden Wählervotums Anzeichen von Vernunft – und die eine oder andere gehässige Nickeligkeit wird zurückgenommen. So geschehen jetzt in Nürnberg.

Die Münchener CSU-Regierung hatte offenbar jahrelang eine Heidengaudi am Ärger der Franken. Auf deren Wahrzeichen, der Nürnberger Kaiserburg, gab es nämlich bislang nur zwei feste Flaggenmasten (auf Palas und Heidenturm). Und dort durften nur die Bundes- und die bayerische Flagge wehen.
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Wahlkampf mit der Nürnberger Burg: CSU will „mehr Mittelalter“

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Der Sinnwellturm der Nürnberger Burg (Foto: Meins)

Wenn Politiker Denkmäler und Steuergeld nutzen, um sich zu profilieren, kommt selten etwas Gutes dabei heraus. Die CSU demonstriert das gerade an der Nürnberger Burg. „Wir wollen die Kaiserburg aus ihrem Dornröschenschlaf wecken“, so zitiert der CSU-Haussender BR den bayerischen Gesundheitsminister Markus Söder (gleichzeitig CSU-Chef von Nürnberg). Diverse andere Granden der Regierungspartei äußern sich ähnlich.

Inhaltlich meldet der BR, dass „ein neues Konzept entwickelt“ werden solle, das „das Mittelalter“ hervorheben und ab 2010 „baulich umgesetzt werden soll“. Auch Multimedia-Elemente sollen hinzukommen. Nur die Finanzierung sei noch offen.

Moment mal: Dornröschenschlaf? „Mehr Mittelalter“? Neues Konzept? Seit wann entscheiden CSU-Gesundheitsminister über die Attraktivität von Burgen und die Ausrichtung von Ausstellungen – und das in einer Stadt mit SPD-Mehrheit?
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