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Burg Altendorf: Essens größte Burgruine

So sah Burg Altendorf in Essen im Mittelalter aus. Fotos: Burgerbe.de

Essen hat mit der Zeche Zollverein eine veritable Welterbestätte. Ansonsten ist die Stadt durch das überdimensionierte Einkaufszentrum Limbecker Platz und die chronischen Staus auf der A40 bekannt.

Doch die Ruhrgebiets-Metropole verfügt auch über den größten erhaltene Wohnturm einer mittelalterlichen Burg zwischen Rhein und Weser – und zwar den der Burg Altendorf.

Nach der einstigen Wasserburg haben die Essener gleich einen ganzen Stadtteil benannt: Burgaltendorf.

Die Mauern der Kernburg sind fünf Stockwerke hoch – bis auf 21,70 Meter erhalten. Das Gemäuer ist zugänglich, man kommt über eine Wendeltreppe bis aufs (neuzeitlich eingezogene) Dach.
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Schloss Borbeck: Wo Essens Fürstäbtissinnen herrschten

Schloss Borbeck in Essen / Foto: Burgerbe.de
Schloss Borbeck in Essen-Borbeck (links die ehemaligen Wirtschaftsgebäude)/ Fotos: Burgerbe.de
Das Barockschloss der Fürstäbtissinnen von Essen
Das Barockschloss der Fürstäbtissinnen von Essen

Das mittelalterliche Stift Essen war ein wunderliches Gebilde: Es wurde jahrhundertelang von Frauen beherrscht. Die Fürstäbtissinnen von Essen hatten das Sagen über rund 120 Quadratkilometer zwischen Emscher und Ruhr. 3000 Bauernhöfe zahlten ihnen Abgaben.

Residenz der mächtigen und äußerst wohlhabenden Äbtissinnen mit eigenem Sitz im Reichstag war 500 Jahre lang Schloss Borbeck im heutigen Essen-Borbeck. Seit etwa dem Jahr 1300 regierten die geistlichen Damen von Borbeck aus.

In der Burg, dem Vorgängerbau des heutigen Schlosses, fanden sie in Kriegszeiten Zuflucht. Die Äbtissinnen hatten das Recht, eigene Münzen zu prägen, die Borbecker Gulden und Groschen. Das passierte ab 1400 auf Burg Borbeck (das Schlossrestaurant im Keller heißt deshalb heute „Zur Münze“).
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