Schlagwort-Archiv: Elbhochwasser

Sachsens Schlösser-Verfall: FAZ über Schloss Promnitz

Schloss Promnitz an der Elbe / Foto: Wikipedia / Jwaller / CC BY 3.0 DE
Schloss Promnitz an der Elbe: Der Treppenturm ist seit über zehn Jahren eingerüstet / Foto: Wikipedia / Jwaller / Lizenz: CC BY 3.0 DE

„Morbider Charme“ – so könnte man Schloss Promnitz bei Riesa charakterisieren. Das Herrenhaus des einstigen 161 Hektar großen Ritterguts steht mit löchrigen Fenstern und schadhaftem Dach hinterm Elbdeich und bröckelt vor sich hin. Seit dem Hochwasser 2002 ist der Treppenturm eingerüstet.

Getan hat sich: nichts. Eigentümerin des sächsischen Renaissance-Denkmals von 1602 soll eine Hamburger Projektgesellschaft sein. Ein Freundeskreis bemüht sich, das Schlimmste zu verhindern…

Autor Stefan Locke nimmt das Schicksal von Schloss Promnitz zum Anlass, um auf Seite 3 der FAZ vom 19. April 2014 ausführlich über die Lage bedrohter Schlösser und Herrenhäuser in Sachsen und Thüringen zu berichten.
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Hochwasserschäden beseitigt: Schlosshotel Dresden Pillnitz öffnet wieder

Nach dem Hochwasser wieder geöffnet: Schlosshotel Pillnitz / Screenshot von der Hotelseite
Nach dem Hochwasser wieder geöffnet: Schlosshotel Pillnitz / Screenshot von der Hotelseite

Gute Nachricht im Nachklang des Jahrhunderthochwassers: Das Schlosshotel Dresden Pillnitz hat nach umfangreichen Baumaßnahmen, die nach dem Junihochwasser notwendig geworden waren, ab sofort wieder geöffnet. „Mit viel Elan und Optimismus haben wir ab dem 6. Oktober 2013 neu gestartet“, schreiben die Betrieberfamilie Zepp und das Hotelteam auf ihrer Facebook-Seite.

Viele freiwillige Helfer hatten Anfang Juni noch versucht, das Schlosshotel Dresden Pillnitz durch eine Sandsackbarriere vor dem steigenden Hochwasser zu schützen. Vergeblich. Das Elbe-Hochwasser flutete Wasserpalais und Neues Palais von Schloss Pillnitz, und auch das Schlosshotel neben dem Wasserpalais blieb nicht verschont. ”Die Lage ist normal katastrophal”, teilte die Staatliche Schlösserverwaltung damals sarkastisch dem MDR mit.

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Museum Festung Dresden nach Flut wieder offen

Die Mauer ist Teil des Befestigungssystems / Foto: Wikipedia/Dr. Meierhofer/CC BY-SA 3.0
Die Mauer ist Teil des Befestigungssystems / Foto: Wikipedia/Dr. Meierhofer/CC BY-SA 3.0

3,5 Monate nach der verheerenden Elbeflut hat das Museum Festung Dresden wieder zeitweise geöffnet. Die Kasematten unter der Brühlschen Terrasse waren zwar durch Fluttore geschützt, diese wurden durch das Jahrhunderthochwasser überspült. Die Festungsräume standen daraufhin bis zu fünf Meter unter Wasser, schreibt die Sächsische Zeitung.

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Hochwasser: Wasserpalais von Schloss Pillnitz muss wieder trocknen


KolossosDas Wasserpalais von Schloss Pillnitz direkt an der Elbe / Foto: Wikipedia/
Das Wasserpalais von Schloss Pillnitz direkt an der Elbe / Foto: Wikipedia/Kolossos/CC BY-SA 3.0

Das Elbe-Hochwasser 2013 hat das Wasserpalais von Schloss Pillnitz 15 Kilometer östlich von Dresden schwer getroffen. Flutwände wurden überspült, das Erdgeschoss des Baus und Teile des Parks zum zweiten Mal nach 2002 überflutet. Nun muss das Wasser wieder aus den Wänden. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat 20 Raumtrockner nach Pillnitz geschickt, berichtet die Sächsische Zeitung.

Das Ensemble Schloss Pillnitz mitsamt Palmenhaus hat inzwischen wieder geöffnet. Die täglichen Schlossmuseumsführungen entfallen allerdings vorerst, dafür werden 11, 12, 13 und 14 Uhr die Park- und Pavillonführungen angeboten.

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Hochwasser: Pegel bei Tangermünde fällt nach Deichbruch / Elbe flutet in die Altmark


Die Bilder zeigen die Deich-Bruchstelle bei Fischbeck

Tangermünde: Der Gefängnisturm der Burg / Foto: Burgerbe.de
Tangermünde: Der Gefängnisturm der Burg / Foto: Burgerbe.de

Gute Nachrichten aus der alten Kaiserstadt Tangermünde: Nachdem neue Rekordmarken zahlreiche Helfer auf den Plan gerufen hatten, die zum Kampf gegen das Hochwasser antraten, fällt der Pegel der Elbe dort nun deutlich.

Zurzeit liegt er bei 6,84 Meter, für Sonntag sind 6,15 Meter vorhergesagt (Link zum Pegel).

Am vergangenen Montag lag der Scheitelpunkt des Elbe-Hochwassers in Tangermünde bei 8,20 Meter – einen halben Meter höher als bei der vorherigen „Jahrhundertflut“ 2002.

Die Entspannung der Lage in Tangermünde hat auch mit dem massiven Deichbruch bei Fischbeck, nördlich der Stadt zu tun. Weiter ergießen sich gigantische Wassermassen durch eine inzwischen 150 Meter breite Bresche im Deich Richtung Havelland und bilden einen riesigen See.

Auch durch den Abwurf großer Sandsäcke („Bigpacks“) durch Bundeswehr-Hubschrauber gelang es bislang nicht, die Lücke im Deich zu schließen. Zumindest wird das Loch nach großen Sandaufschüttungen aber nicht mehr größer, meldet Zeit Online.

Die Bundeswehr versucht zur Stunde, den Deichbruch durch das gezielte Versenken von Schiffen zu schließen.

Am Montagabend wurde im Landkreis Havelland als Reaktion auf den Deichbruch bei Fischbeck ein rund 3,5 Kilometer langer Notdeich fertiggestellt, meldet „heute.de„.

Offenbar ist die Elbe dabei, sich wieder ihren alten Lauf vor der Eindeichung zu suchen, vermutet Claus-Dieter Steyer im Tagesspiegel.

Damit wäre auch die Chance verbunden, den übergelaufenen Fluss in den alten Rinnen durch Sandsackbarrieren zu kanalisieren und die Überschwemmung weiterer Dörfer in Sachsen-Anhalt und Brandenburg zu verhindern.

Auch die historische Klosterstadt Jerichow ist bedroht. Mit einer Flut aus Richtung Norden hatte man in der Stadt, die nach Westen hin durch Deiche gegen die Elbe geschützt ist, nicht gerechnet.

In der Nacht zu Mittwoch wurden die Bewohner des Dorfs Wust nordöstlich von Jerichow aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen, meldet die dpa (via t-online). Am Mittwochmorgen wurden auch die Menschen in Klietz und Kamern aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

„Tangermünde kämpft“ – Ein Video zum Elbhochwasser 2013 und der Situation in Tangermünde vor dem „rettenden“ Deichbruch.

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