Schlagwort-Archiv: Dreißigjähriger Krieg

Artikel zu Schauplätzen und Geschichte des Dreißigjährigen Krieges zwischen 1618 und 1648 im damaligen Heiligen Römischne Reich Deutscher Nation.

Schloss Raesfeld: Sitz des „westfälischen Wallenstein“


Schloss Raesfeld mit modernem Restaurant-Anbau
Schloss Raesfeld mit modernem Restaurant-Anbau / Fotos: Burgerbe.de

Als protestantische, hessische Truppen zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs den Niederrhein entlangstürmten, gingen Schlösser und Burgen reihenweise in Flammen auf. 1622 war Burg Raesfeld an der Reihe.

Das hätten die Hessen besser bleiben gelassen, denn der Erbe des Schlosses, Alexander II. von Velen, entwickelte sich gerade zu einem der Top-Militärs auf kaiserlich-katholischer Seite – und er sann auf Rache.

Von 1632 bis 1646 kämpfte er an der Spitze von 3000 Mann jahrelang gegen die hessischen Besatzer, später auch gegen Franzosen und Schweden.
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Burg Hohenfreyberg: Die letzte Festung des Mittelalters


Die mustergültig sanierte Ruine der Burg Hohenfreyberg / gemeinfrei
Die mustergültig sanierte Ruine der Burg Hohenfreyberg / gemeinfrei

Die große Zeit der Burgenbaus war im 12. und 13. Jahrhundert. Doch es gab auch im 15. Jahrhundert noch Nachzügler. Während die ersten einst stolzen Höhenburgen schon wieder verfielen oder zu wohnlicheren Schlössern wurden, entstand in den Jahren 1418 bis 1432 im südlichen Allgäu die Burg Hohenfreyberg. Und zwar als eine der letzten hochgelegenen, mittelalterlichen Wehrburgen in deutschen Landen.
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Northeimer Landsknechte belagern Schloss Erichsburg


Auf Schloss Erichsburg krachen am letzten Augustwochenende die Kanonen / Foto: Veranstalter
Auf Schloss Erichsburg krachen am letzten Augustwochenende die Kanonen / Foto: Veranstalter

Es ist die Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Ein Haufen Landsknechte ist auf der Suche nach Beute vor der abgelegenen Erichsburg in Dassel aufgetaucht und lechzt nach Plünderung. Raub, Mord und Brandschatzen sind ihr Geschäft.

Doch das niedersächsische Renaissance-Burgschloss wird von einer handvoll entschlossener Artilleristen zäh verteidigt. Den Angreifern fliegen bald die Kanonenkugeln nur so um die Ohren.

Wie das Duell ausgeht, kann sich jeder Interessierte am 23./24. August auf Schloss Erichsburg bei Einbeck ansehen. Titel der Veranstaltung: „Marodierender Landsknechtshaufen belagert die Erichsburg“: Reenactment aus der Zeit zwischen 1618 und 1648.
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Schloss Lützen: Erinnerung an die Schlacht von 1632

Das Museum im Schloss Lützen beschäftigt sich unter andere mit der Schlacht von 1632
Das Museum im Schloss Lützen beschäftigt sich unter anderem mit der Schlacht von 1632

Was sich da am Abend des 16. November 1632 auf den Feldern bei Lützen nahe Leipzig abspielt, muss Zeitzeugen ziemlich chaotisch vorgekommen sein. Reiterangriffe in der Dunkelheit, miteinander kämpfende Infanterie und ein babylonisches Sprachgewirr.

König Gustav II. Adolf, der „Löwe aus Mitternacht“ prescht mit seinen schwedischen Elite-Reitern vor, wird von ihnen getrennt – und aus nächster Nähe erschossen.

Den Leichnam findet man später, nachdem die Schweden zäh den Sieg erkämpft hatten, ausgeraubt auf dem Schlachtfeld.

Neben dem Schwedenkönig fielen (was die Geschichtsschreibung weniger interessierte) rund 9000 Landsknechte aus aller Herren Länder in der Schlacht bei Lützen. Viele verscharrte man an Ort und Stelle.

2006 begannen Archäologen mit Untersuchungen des Schlachtfelds aus dem Dreißigjährigen Krieg und öffnen erstmals eines der Massengräber. Ihr Ziel ist die Rekonstruktion der Schlacht und der Verbleib der 9000 Gefallenen. Einige Funde aus der Grabung sind im Museum Schloss Lützen zu sehen.
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Bischofsburg Wittstock: Museum für den Dreißigjährigen Krieg


Im Turm der Burg Wittstock befindet sich das Museum des Dreißigjährigen Krieges / Fotos: Burgerbe.de
Im Turm der Burg Wittstock befindet sich das Museum des Dreißigjährigen Krieges / Fotos: Burgerbe.de

Warum waren die Schweden in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts so überlegene Gegner, die kaiserliche Armeen reihenweise in die Flucht schlugen? Was hat ein Floh mit einer Belagerung zu tun? Und wie viel verdient eigentlich der Soldat, der im Tross das Hurenwesen organisiert?

Wer Antworten auf diese Fragen sucht, findet im brandenburgischen Wittstock an der Dosse das einzige Museum Deutschlands, das sich ganz dem Dreißigjährigen Krieg widmet (das Rathaus des Westfälischen Friedens in Münster jetzt mal außen vorgelassen).
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