Schlagwort-Archiv: Donau

Schloss Werenwag: Perle des Oberen Donautals

Schloss Werenwag hoch über der Donau
Schloss Werenwag: Spektakulär hoch über der Donau gelegen / Foto: Burgerbe.de

Die Lage ist fantastisch: Schloss Werenwag (die „Perle des Oberen Donautals“) klebt sozusagen auf einem schmalen Felsplateau über dem Steilhang der Schwäbischen Alb. Seine Silhouette ist kilometerweit zu sehen.

Der Fluss hat sich hier, am sogenanten Donaudurchbruch bei Beuron, regelrecht in die kalkhaltige Hochfläche der Schwäbischen Alb eingegraben. Die Aussicht ist spektakulär.

Seinen eigenartigen Namen hat das Schloss der Sage nach von einem rauflustigen Raubritter, der Besucher regelmäßig gefragt haben soll: „Wer wagt’s, an mich heran zu gehen?“ (Link zur Quelle)
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Jubiläum: Burg Donaustauf wird 1100 Jahre alt

Die Ruine von Burg Donaustauf / Foto: Public Domain
Die Ruine von Burg Donaustauf / Foto: Public Domain

Die Ungarn auf ihren wendigen Pferden waren im 10. Jahrhundert in Süddeutschland eine wahre Landplage (das endete erst 955 mit der Schlacht auf dem Lechfeld).

Das Auftauchen der plündernden magyarischen Reiter führte ganz nebenbei zum Bau diverser Fliehburgen. Eine davon ist Burg Donaustauf über dem heutigen Markt Donaustauf im Landkreis Regensburg.

Und die Gemeinde (ansonsten bekannt durch den protzig-klotzigen „Walhalla“-Ruhmestempel) feiert just in diesem Jahr 1100 Jahre Burg Donaustauf mit einem eigenen Programm: Im Bürgerhaus Donaustauf gibt es eine Ausstellung „914 bis 2014: 1100 Jahre Burg Donaustauf“.
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Herbstleuchten in der Schwäbischen Alb: Burgentour an der Oberen Donau


Schloss Werenwag hoch über der Donau
Schloss Werenwag hoch über der Donau

Die Schwäbische Alb kann man eigentlich immer besuchen (zumindest mit guten Winterreifen und viel Geduld). Aber jetzt, in einem ungewöhnlich mild-sonnigen Herbst, ist es eigentlich am schönsten. Die Bäume an der Abbruchkante zur Donau hinunter leuchten in allen gelb-braun-Schattierungen, die das Chlorophyll hergibt. Indian Summer auf Schwäbisch. Was für eine wundervolle Gegend!
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Wehrturm in St. Nikola an der Donau droht abzustürzen

Der Sarmingsteiner Rundturm droht abzustürzen / Foto: Wikipedia/Luckyprof / Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported
Der Sarmingsteiner Rundturm droht abzustürzen / Foto: Wikipedia/Luckyprof / Lizenz: CC BY 3.0 DE

Der 500 Jahre alte Sarmingsteiner Rundturm in St. Nikola an der Donau (Oberösterreich) ist nach starken Regenfällen akut einsturzgefährdet. Nach dem Absturz von 15 Quadratmetern der Turmmauer auf darunterliegende Gleise der Donauuferbahn Ende Mai droht nun der komplette Turm auf die Bundesstraße B3 zu rutschen.

Die vielbefahrene Straße ist mindestens bis Mitte Juli gesperrt. Das meldet das ORF. Unter dem Turm liegende Häuser wurden geräumt. Einer der letzten erhaltenen mittelalterlichen Rundtürme an der Donau könnte abgerissen werden. Die Gemeinde will versuchen, Geld für eine Sanierung aufzutreiben. Diese würde etwa 200.000 Euro kosten.

Das Problem: Große Teile der Außenmauer haben sich vom Mauerkern gelöst. Und der Turm steht in abschüssigem Gelände. Statiker prüften ob der alte Mautturm erneut (wie zuletzt 2006) saniert werden kann, oder ob er abgetragen werden muss. Ergebnis: Eine Sicherung und Sanierung ist weiter möglich, aber deutlich teurer als ein Abriss.

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Burg Greifenstein im Wienerwald zu verkaufen: Wer zahlt 3,5 Millionen?


Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia
Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia / Foto oben: aquarius3 – Flickr.com / CC-BY-SA 2.0

Die dicken Mauern von Burg Greifenstein auf einem Felsen des Wienerwalds an der Donau haben schon viel gesehen: Im berüchtigten Turmverlies der Burg der Bischöfe von Passau saßen im 16. Jahrhundert Geistliche und Laien ein, die vom Kirchengericht zu Kerkerstrafen verurteilt worden waren. Christliche Nächstenliebe war in Zeiten der Gegenreformation eher weniger gefragt.

Nach 1770 wurde die Burg nicht mehr bewohnt. 1803 verlor der Passauer Bischof die Herrschaft über die Burg. Nun hätte nicht viel gefehlt, und sie wäre zum Abriss freigegeben worden.

Jedoch fand sich in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts mit Johann von Liechtenstein ein damals recht prominenter Retter der Burg. Der im Kampf gegen Napoleon chronisch erfolglose österreichische Feldmarschall leitete den Wiederaufbau im Stil der Romantik ein. Durch ihn bekam die Burg ihr heutiges Aussehen.
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