Schlagwort-Archiv: Deutscher Orden

Schloss Horneck: Siebenbürger Sachsen wagen Neustart

Schloss Horneck / Foto: Wikipedia / / CC-BY-SA 3.0
Schloss Horneck / Foto: Wikipedia / Roger Wollstadt / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Bgabel / CC-BY-SA 3.0

Die einstige Deutschordensfeste Schloss Horneck liegt malerisch über Gundelsheim am Neckar. Seit 1960 haben hier die Siebenbürger Sachsen das Sagen. Das wird sich auch nach Insolvenz des Schloss-Eigentümers und dem Verkauf Türmchen-bewehrten Anlage nicht ändern.

Hintergrund: Der langjährige Schlossbesitzer, der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen „Johannes Honterus“, hatte 2,7 Millionen Euro Schulden angehäuft und war 2015 nicht mehr zahlungsfähig.

Das Alten- und Pflegeheim des Hilfsvereins in einem Neubau neben dem Schloss mit 89 Bewohnern musste daraufhin an einen anderen Betreiber übergeben werden.
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Schloss Alexandersbad wird Osteopathie-Akademie


Schloss Alexandersbad: Einst noble Herberge für Badegäste / Foto: Gemeinfrei
Schloss Alexandersbad: Einst nobles Badehaus für betuchte Kurgäste / Foto: Gemeinfrei

Neue Bestimmung für das markgräfliche Schloss Alexandersbad in Oberfranken: Wo einst adelige Kurgäste logierten und mithilfe von Quellwasser ihre Leiden auszukurieren suchten, ist nun die Freie Akademie für Osteopathie (FAFO) eingezogen: eine Weiterbildungseinrichtung für Osteopathen.

Den 350.000 Euro teuren Umbau des Obergeschosses bezahlte die Gemeinde. Fördermittel wurden angesichts des knappen Zeitplans gar nicht erst beantragt. Die Eigentümer, die „Schwestern des Deutschen Ordens“, sind einverstanden. Das meldet die Frankenpost.
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Burgruine Balga in Ostpreußen: Sanierung startet

Die Ruine von Burg Balga in Ostpreußen im Jahr 2006 / Foto: gemeinfrei
Die Ruine von Burg Balga in Ostpreußen mit Fassadenresten des Wartturms im Jahr 2006 / Foto: gemeinfrei

Von der einstigen Pracht der Burgen und Schlösser Ostpreußens blieb in den letzten Kriegsmonaten nicht mehr viel übrig.

Und nach dem Krieg war das Interesse an teuren Sanierungen (abgesehen vom Prestigeprojekt deutscher Ruinen Marienburg) eher gering.

70 Jahre nach Kriegsende gibt es zumindest Hoffnung, dass sich die Einstellung gegenüber den Resten der Deutschordens- und königlich preußischen Geschichte ändert.

In der Burgruine Balga beim ehemaligen Heiligenbeil in Ostpreußen sind gerade Freiwillige dabei, die Fundamente freizulegen.

Als nächstes sollen die immer noch erstaunlich hoch stehenden Ziegelmauern saniert werden. Finanziert wird das durch den Fond „Wiedergeburt des Schlosses Balga“.
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Die Marienburg: Stolz des Deutschen Ordens in Westpreußen


Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Deutsche Wochenschau 17. März 1945)
Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Dt. Wochenschau 17. März 1945)

Ein bunter Haufen aus 2500 deutschen Soldaten hatte sich im Frühjahr 1945 zwei Monate lang hinter den Backsteinmauern der alten Deutschordens-Festung Marienburg verschanzt und feuerte verzweifelt auf die immer wieder vordringenden Russen. Für die NS-Ideologie war der Platz ungemein wichtig.

Ein TV-Team des Propagandaministeriums kam vorbei, filmte Soldaten, russische Panzerwracks und Schäden am westpreußischen Gemäuer für einen Filmbeitrag der NS-„Wochenschau“ vom 17. März 1945.
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Evangelische Kirche will Schloss Beuggen verkaufen


Schloss Beuggen am Rhein soll verkauft werden / Foto: Wikipedia / Wladyslaw (talk) / CC BY 3.0 DE/
Schloss Beuggen am Rhein soll verkauft werden / Foto: Wikipedia / Wladyslaw (talk) / CC BY 3.0 DE

Schloss Beuggen: Das Torhaus von der Westseite / Foto: Wikipedia / Taxiarchos228 / CC BY 3.0 DE
Schloss Beuggen: Das Torhaus von der Westseite / Foto: Wikipedia / Taxiarchos228 / CC BY 3.0 DE

Schloss Beuggen in Südbaden liegt direkt am Rheinufer und ist eines der malerischsten Tagungszentren, die man sich vorstellen kann. Es gehört der Badischen Landeskirche. Doch für die Protestanten rechnet sich der Unterhalt ihres historischen Eigentums nicht mehr.

Die Landessynode hat daher gestern (12. April) entschieden, Schloss Beuggen zu verkaufen. Ein Schock für Freunde des Schlosses.

Der Beschluss lautet: „Die Landessynode beauftragt den Evangelischen Oberkirchenrat, nach Gesprächen mit den Betroffenen Verkaufsverhandlungen für das Schloss Beuggen unter Berücksichtigung einer kirchenverträglichen Nutzung in die Wege zu leiten“. Mit der Abgabe von Schloss Beuggen sollen  Einsparungen in Höhe von jährlich 525.000 Euro erzielt werden. Hinzu kommen noch die gesparten Gelder für Werbung.
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