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Per Seilbahn zur Wartburg? Thüringer Plan stößt auf Kritik


800px-wartburg_aus_suedwest.jpgWürde eine Seilbahnanlage das Bild der Welterbestätte Wartburg verschandeln?

An den Plänen des Wartburg-Vereins und des Landes Thüringen, die Vorzeige-Burg mit einer fünf Millionen Euro teuren Seilbahn zu erschließen, gibt es Kritik durch den Internationalen Rat für Denkmalpflege. Das meldet die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf den MDR.

Die Denkmalschutz-Experten befürchten danach in einem Gutachten, dass der „wehrhafte Charakter“ der historischen Anlage verloren ginge und der Gesamtzustand der Burg unter den höheren Besucherzahlen leiden würde. Den Welterbe-Status sehen sie allerdings nicht in Gefahr.

Bislang besuchen jedes Jahr rund eine halbe Million Besucher die 900 Jahre alte Anlage. Zurzeit wird angesichts des näherrückenden Reformationsjubiläums 2017 kräftig saniert.

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12 Millionen für die Spandauer Zitadelle – die ab sofort 4,50 Euro Eintritt kostet

Wappen des Berliner Bezirks Spandau / Bild: gemeinfrei
Wappen des Berliner Bezirks Spandau / Bild: gemeinfrei

Der größte Gewinner beim Lottospiel ist der Staat. Und der gibt seine Einnahmen schnell wieder aus. Zum Beispiel für die Sanierung der Spandauer Zitadelle.

In den beliebten Märchenfilm-Drehort voller Preußen-Geschiche flossen 2009 sechs Millionen Euro aus Lotto-Mitteln fließen. Weitere sechs Millionen kamen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Ziel war es, die Gebäude für die 2011er Monumentalausstellung „Spurensuche – Deutschland und seine politischen Denkmäler“ herzurichten.
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Frontal 21 stoppt Brücken-Bau vor Burg Kriebstein

Sachsens Vorzeige-Burg: Burg Kriebstein / Foto: Burgerbe.de
Sachsens Vorzeige-Burg: Burg Kriebstein / Foto: Burgerbe.de

Für 13 Millionen Euro wollte das Land Sachsen eine Brücke über das Zschopautal bauen, genau vor der historischen Burg Kriebstein – obwohl kaum Autos die Strecke nutzen und Denkmalschützer empört aufschrieen.

Die Autos wären auf Dachhöhe der Burg gefahren, gerade mal 100 Meter entfernt.

Einem Beitrag des ZDF-Magazins Frontal 21 in Kombination mit Bürgerprotesten ist es zu danken, dass die Bürokraten von ihrem Schildbürgerstreich abließen und sich neue Felder für ihr unseliges Wirken suchen mussten (die Brücke hätte natürlich über Fördergelder finanziert werden sollen…).

Nach Ausstrahlung des Beitrags im Mai 2008 – ich habe ihn zufällig gesehen und mich schrecklich geärgert -, teilte die sächsische Landesregierung im Oktober mit, auf den Bau verzichten zu wollen.

Mal sehen, was ihnen als nächstes einfällt. Mit problematischen Brücken kennt man sich in Sachsen ja aus…
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Hochhäuser vor Burg Bratislava?


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Burg Bratislava/Foto: Wikipedia/Stimoroll/CC BY-SA 3.0

Wenn Geschichte und Moderne baulich auf engem Raum aufeinanderprallen, gibt es regelmäßig Ärger. Erinnert sei nur an das Hickhack um den Kölner Dom und diverse Hochhäuser, das die Unesco dazu brachte, die Kathedrale kurzzeitig auf die Liste der bedrohten Kulturgüter zu setzen. Gar nicht zu reden vom Theater um die neue Elbbrücke bei Dresden.

Bei solchen Konflikten zeigt sich eines: Es muss eine starke Lobby da sein, die Kulturgut verteidigt. Die Kölner Wirtschaft und Lokalpolitik hatte schlicht Angst, den begehrten Weltkulturerbe-Status und damit an Image und Touristen einzubüßen.

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Mein Sparrenburg-Foto wird Patchwork-Kunst

patch1.jpgEs gibt ganz schön einfallsreiche Wege, um Geld für Burgen zu sammeln. Der Künstler Peter v. Krusenstern beschreitet einen davon.

Aus einem Foto der Bielefelder Sparrenburg, das der Künstler in meinem Blog entdeckt hat, soll in einer Gemeinschaftsaktion eine 2 x 1,50 Meter große Collage werden. Motto des Ganzen: PatchArt.

Dabei malt jeder teilnehmende Künstler einen kleinen, rechteckigen Teil des Bildes – das bunte, patchworkartige Gesamtwerk wird dann für den Guten Zweck verkauft. Das Geld fließt zu jeweils 50 Prozent in den Erhalt der Sparrenburg und ans Berliner Jugend-Projekt Arche.

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