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Wie miete ich ein Preußen-Schloss?


Der Unterhalt von Preußens Schlössern ist verdammt teuer. Daher nutzt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg auch gern stundenweise Vermietungen als zusätzliche Einnahmequelle.

Eine halbe Million Euro habe das im vergangenen Jahr in die Kassen gespühlt. Tendenz steigend, sagte der Marketing-Direktor der Stiftung jetzt im Gespräch mit der Berliner Morgenpost.

Größtes Event dieser Art sei die Potsdamer Schlössernacht mit mehreren tausend Besuchern gewesen. Die Verträge, die die Schlossmieter mit der Preußen-Stiftung abschließen, sind äußerst detailiert. So sei darin beispielsweise das Ausschenken von Weißwein erlaubt, edle Tropfer der Farbe Rot seien allerdings tabu. Zu groß ist die Gefahr von Flecken auf historischem Parkett und Teppichen.

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Schloss Stamsried für 172.000 Euro zwangsversteigert

Versteigerung: Schloss Stamsried wechselte den Besitzer / Foto: Wikipedia/Schmid Marco, Thanried
Versteigerung: Schloss Stamsried wechselte den Besitzer / Foto: Wikipedia/Schmid Marco, Thanried/CC BY-SA 3.0

Ein Regensburger hat bei einer Zwangsversteigerung das Barockschloss Stamsried in der Oberpfalz erworben. Sein Gebot für die Denkmalimmobilie betrug 171.777 Euro. Davon berichtet die Mittelbayerische Zeitung.

Kein schlechtes Geschäft: Den Verkehrswert gibt das Gericht mit 290.000 Euro an. Der Besitz umfasst ca. 1.527 Quadratmeter Nutzfläche mit einem Brauereigebäude und Nebenbauten. Insgesamt ist das Grundstück 18.833 Quadratmeter groß.

Ein Schloss entstand hier im 12. Jahrhundert. Das heutige Gebäude wurde im 17. Jahrhundert um einen mittelalterlichen Kern errichtet. Nach dem Krieg kam ein Brauereigebäude hinzu. Die Bockbierfeste im Stamsrieder Schloss sollen legendär gewesen sein.
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Burg Kipfenberg stand zum Verkauf


Burg Kipfenberg ist für 5,7 Millionen Euro zu haben. Foto: Wkipedia/KBWEi
Burg Kipfenberg war für 5,7 Millionen Euro zu haben. Foto: Wikipedia / KBWEi / Public Domain / Foto oben: Burgerbe.de

Update (Oktober 2013): Die Burg ist inzwischen verkauft worden. Mehr dazu hier im Blog: „Bremer Unternehmer kauft Burg Kipfenberg„.

Einmal Burgherr sein – für 5,7 Millionen kann dieser Wunsch in Erfüllung gehen: Die romanische Burg Kipfenberg, das im 12. Jahrhundert errichtete Wahrzeichen des gleichnamigen Orts in Oberbayern steht zum Verkauf.

Dahinter steckt eine Familiengeschichte: Als die Burg vor 25 Jahren günstig zum Verkauf stand, wollte die Gemeinde sie nicht haben. Statt dessen erwarb der Stuttgarter Unternehmer Peter Schuck die Mittelalter-Immobilie. In den Ferien ging’s mit Gattin und den zwei Söhnen zum Urlaub auf die Höhenburg. 2009 starb der Besitzer.

Die Familie nutzt die Anlage rund um den 16 Meter hohen Bergfried und den Hexenturm nun nicht mehr so intensiv wie früher und möchte sich langfristig von dem Gemäuer trennen. Sie hat nun den auf die Vermittlung von derartigen Denkmälern spezialisierten Makler Bernd Neuhäuser eingeschaltet, der aktuell etwa 50 Schlösser und Burgen in seinem Portfolio hat. Über die Hintergründe des möglichen Burgen-Verkaufs im Altmühltal berichtet der Donaukurier.
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Berliner Investor ersteigert Schloss Nidda

Innenhof von Schloss Nidda. Foto: Wikipedie/Sven Teschke
Innenhof von Schloss Nidda. Foto: Wikipedia/Sven Teschke/ Lizenz: GFDL-1.2

Das Land Hessen hat das historische Schlossensemble Nidda versteigern lassen. Der Zuschlag ging an eine Berliner Grundstücksgesellschaft. Preis und Identität des Käufers seien noch nicht bekannt. Die Gebote der fünf Interessenten hatten bei 150.000 Euro begonnen.

Das meldet die Frankfurter Rundschau. Das Schloss im Wetteraukreis diente bis 2012 als Sitz des örtlichen Amtsgerichts, einer Mini-Behörde mit 3,5 Richterstellen.

Wie der Investor die 1200 Quadratmeter Gebäudeflächen und das 4600-Quadratmeter-Grundstück nutzen will, ist ebenfalls nicht bekannt. Gerüchte von einer luxuriösen Seniorenresidenz oder einem Pflegeheim machen die Runde. Der Investor geht ein gewisses Risiko ein, denn die örtliche Politik muss eine neue Nutzung genehmigen.
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Burg Greifenstein im Wienerwald zu verkaufen: Wer zahlt 3,5 Millionen?


Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia
Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia / Foto oben: aquarius3 – Flickr.com / CC-BY-SA 2.0

Die dicken Mauern von Burg Greifenstein auf einem Felsen des Wienerwalds an der Donau haben schon viel gesehen: Im berüchtigten Turmverlies der Burg der Bischöfe von Passau saßen im 16. Jahrhundert Geistliche und Laien ein, die vom Kirchengericht zu Kerkerstrafen verurteilt worden waren. Christliche Nächstenliebe war in Zeiten der Gegenreformation eher weniger gefragt.

Nach 1770 wurde die Burg nicht mehr bewohnt. 1803 verlor der Passauer Bischof die Herrschaft über die Burg. Nun hätte nicht viel gefehlt, und sie wäre zum Abriss freigegeben worden.

Jedoch fand sich in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts mit Johann von Liechtenstein ein damals recht prominenter Retter der Burg. Der im Kampf gegen Napoleon chronisch erfolglose österreichische Feldmarschall leitete den Wiederaufbau im Stil der Romantik ein. Durch ihn bekam die Burg ihr heutiges Aussehen.
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