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Illegale Schatzsuche: Raubgräber an der Neckarburg

Die Ruine der Neckarburg / Foto: Harke / CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Die Ruine der Neckarburg / Foto: Harke / CC-BY-SA-3.0

Raubgräber haben am Hang und auf dem Gelände der Ruine der Neckarburg (Landkreis Rottweil) reihenweise Löcher gegraben. Wonach die Schatzsucher so intensiv gebuddelt haben, ist nicht bekannt.

Offenbar waren sie mit einem Metalldetektor unterwegs. Auf mehr als ein paar rostige Nägel und Dosen dürften sie dort allerdings nicht gestoßen sein. Die Polizei erstellte eine Anzeige gegen unbekannt.

In letzter Zeit seien einige Burgen in den Kreisen Rottweil und Tuttlingen illegal nach vermeintlichen Wertsachen durchsucht worden, teilt das Regierungspräsidium Freiburg auf Anfrage des „Schwarzwälder Boten“ mit. Oft setzen die Täter Metallsonden ein. Das Graben an den historischen Stätten ist strafbar.
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Burgen in Wales: Festungen zwischen Kelten und Normannen


Kidwelly_Castle
Kidwelly Castle in der Grafschaft Carmarthenshire wechselte ständig den Besitzer / Foto: Wikipedia/John Atherton/CC BY-SA 2.0 DE

Wales ist bekannt für seine malerisch gelegenen Burgruinen. Man sollte beim Besuch nur an Regenschirm oder besser Regencape denken. Der Burgenreichtum in Britanniens mittlerem Westen (es soll hier 641 Bugen und Schlösser geben*) erklärt sich historisch: Zwischen dem keltischenn Wales und dem romanischen, später angelsächsisch-normannischen England verlief lange eine militärisch umkämpfte Grenze.

Die Angelsachsen schafften es nie, die eigensinnigen Waliser unter Kontrolle zu bringen. Und auch Wilhelm der Eroberer machte um den vom Golfstrom gesegneten Landstrich mit den unaussprechlichen Ortsnamen erstmal einen Bogen. Beide Seiten sicherten sich mit Befestigungen ab, deren Reste heute zwischen und auf grünen Hügeln herumstehen und Touristen anziehen.

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Burgruine Hochkraig und der Fluch des Hakenkreuzes

Das Hakenkreuz auf Burg Hochkraig: Die Kleine Zeitung berichtet. Bild: Screenshot kleine-zeitung.at
Die Burg mit dem Hakenkreuz-Problem: Screenshot von www.kleinezeitung.at

Hakenkreuz-Schmierereien kommen ja in den besten Gegenden vor. In der Regel hilft da ein Schuss scharfes Reinigungsmittel weiter. Auf Burg Hochkraig in Kärnten ist das Problem schon etwas größer. Und älter.

Vor 80 Jahren, 1934, bemalten österreichische Nazis den romanischen Bergfried der Ruine mit einem riesigen und weithin sichtbaren, akuraten weißen Hakenkreuz. Es war das Jahr des gescheiterten Juliputschs.

Der Aufstand hatte neben Wien auch in Kärnten einen Schwerpunkt. (Foto oben. Burg Hochkraig mit dem Hakenkreuz: Wikipedia / Johann Jaritz / CC BY 3.0 DE)

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Per Paddelboot zur Ruine von Burg Wachtendonk


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Die Überreste von Burg Wachtendonk an der Niers (Foto: meins)

Die Erreichbarkeit von Burganlagen ist höchst unterschiedlich. Einige klammern sich an sturmumtoste Bergspitzen und sind nur nach beschwerlichem Aufstieg zu erklimmen, andere liegen bequem in Innenstädten und haben sogar Straßenbahnanschluss. Wer die traurigen Überreste von Burg Wachtendonk sehen will, kommt besonders gut per Paddelboot hin. Direkt davor lockt nämlich eine eigene Anlegestelle.
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