Schlagwort-Archive: Burgen NRW

Wasserburg Veynau: Die stärkste Festung am Eifelrand

Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut
Burg Veynau; Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut / Fotos: Burgerbe.de

Bekannte mittelalterliche Anlagen mit reichlich Markttreiben wie Burg Satzvey am Nordrand der Eifel ziehen Besucher aus allen möglichen Ecken an. Die Strahlkraft solcher Burgen führt oft dazu, dass sehr ansehnliche Schlösser in unmittelbarer Nachbarschaft der Touristenziele weitgehend unbekannt bleiben.

Das kann natürlich auch durchaus positiv sein – wie im Fall von Burg Veynau. Die imposante Wasserburg liegt in Sichtweite der Autobahn A1 (Anschlussstelle Wisskirchen). Wer zu den Ritterspielen von Burg Satzvey fährt, sieht ein paar Meter nach der Abfahrt von der Autobahn kurz die Türme von Burg Veynau über die Bäume ragen.

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Die schönsten Burgen und Schlösser in Nordrhein-Westfalen

Viele Burgen locken nach NRW: Zum Beispiel Schloss Paffendorf an der Erft: Jetzt Informationszentrum von RWE Power
Viele Burgen locken nach NRW: Zum Beispiel Schloss Paffendorf an der Erft: Jetzt Infozentrum von RWE Power / Foto oben: Schloss Kühlseggen in Weilerswist

Das einwohnerstärkste Bundesland NRW präsentiert sich als vielfältige Burgenlandschaft: Von den Höhenburgen des Bergischen Landes, des Sauerlands und der Eifel bis hin zu den prächtigen Wasserburgen des Münsterlands und des Niederrheins.

Die Schlösser und Burgen zwischen Rheinland, Westfalen und Lippe sind angesichts des dichten (allerdings sehr stauanfälligen) Autobahnnetzes in der Regel gut erreichbar und oft sogar vernünftig ausgeschildert.

Auch Radtouren zu Schlössern im Münsterland und am Niederrhein sind sehr zu empfehlen. Als Startpunkte für Burgentouren per Auto bieten sich Düsseldorf, Köln, aber auch Münster und die Metropolen des Ruhrgebiets an.
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Schloss Hülchrath – Wo Wikinger und Werwölfe wüteten

Schloss Hülchrath: Der Turm ragt hoch in den niederrheinischen Himmel
Schloss Hülchrath: Der Turm ragt hoch in den niederrheinischen Himmel / Fotos: Burgerbe.de

Die Wikinger sind schuld.

Die beutehungrigen Normannen schipperten in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhundert immer wieder den Niederrhein hinauf und hinunter. Gelegentlich überwinterten die Schwertträger auch in der Gegend.

Angenehmer als in ihrer kargen Heimat wars im Dauernieselregen des fruchtbaren Trauerweidenlandes zwischen Xanten und Neuss allemal.

Für die Bevölkerung war das nicht so lustig. Die flüchtete in eilends errichtete Turmhügelburgen auf den wenigen natürlichen Erhebungen oder künstlichen Inseln.

Eine dieser so genannten Motten war (vermutlich) der Vorläufer von Schloss Hülchrath: heute eine Burg mit kleinem Biergarten bei Grevenbroich, etwa zehn Kilometer westlich von Düsseldorf.
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Wewelsburg: Mit Sitzsäcken gegen Neonazis

Die Wewelsburg hatte es Himmler angetan
Die Wewelsburg hatte es Himmler angetan

Wie geht man mit einem Burgsaal um, in dem die SS ihre baulichen Spuren in Form einer schwarzen Sonne hinterlassen hat? Klar, dass das hakenkreuzähnliche Symbol im Boden des „Obergruppenführersaals“ Neonazis von Nah und Fern magisch zur Wewelsburg bei Paderborn zieht.

Da schreckt auch die davor liegende Zwangsarbeiter-Ausstellung nicht ab, die vom stramm rechten Nachwuchs aus ganz Europa am liebsten links liegen gelassen wird.
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Das Spiegelbild von Burg Vischering


Burg Vischering, richtig herum / Fotos: Burgerbe.de
Burg Vischering, richtig herum / Fotos: Burgerbe.de

Die Geschichte von Burg Vischering begann mit einem Streit. Der war zwischen dem Fürstbischof von Münster und den Herren von Lüdinghausen ausgebrochen.

Die Lüdinghausener hatten eine Burg errichtet, da zog Bischof Gerhard von der Mark im Jahr 1271 nach. Und zwar ziemlich gründlich.

In einer Schwemmland-Senke wurden lange, angespitzte Pfähle ins Erdreich getrieben, die als Fundament der Mauern und Gebäude dienten. Zum Schutz der Anlage ließ der Geistliche anschließend die Stever in Kanälen um die Rundburg und die Vorburg herumleiten (ein so genanntes Gräften-System).
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