Schlagwort-Archive: Burgen in Syrien

Bürgerkrieg in Syrien: Schlacht im Weltkulturerbe Aleppo

Neben der humanitären Tragödie drohen in Syrien Kulturschätze aus den Anfangstagen der Zivilisation verlorenzugehen. Wiederholt sich die irakische Katastrophe?

Von einer kleinen Teestube auf Aleppos Zitadelle hatte man in Friedenszeiten einen phänomenalen Blick über das staubig-hellbraune Häusermeer der 1,7-Millionen-Stadt. 60 Meter tiefer, in respektvollem Abstand vom steilen Burgberg, erstreckt sich einer der größten Basare der arabischen Welt.

Schätzungsweise zwölf Kilometer überdachte, verwinkelte Ladenstraßen voller feilschender, werkelender oder einfach nur dösender Händler: der größte Souq des Nahen Ostens.

Die schon in Friedenszeiten von Zerfall bedrohte Altstadt und die Zitadelle stehen unter Welterbe-Schutz. Darauf nimmt zurzeit niemand Rücksicht: Die Schlacht um die Welterbestätte ist voll entbrannt, die alte Festung ist ein Stützpunkt des Regimes, die Altstadt ist in der Hand der Rebellen.

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Ziel von Kreuzfahrern und Mongolen: Die Zitadelle von Damaskus


Saladin-Denkmal vor der Zitadelle

Die Zitadelle von Damaskus konnte ich 2008 leider nur von außen fotografieren. Jahrelang war das mächtige Bauwerk in der syrischen Hauptstadt geschlossen. In einem syrisch-italienischen Gemeinschaftsprojekt wurde die islamische Festung für fünf Millionen Euro saniert.

Anschauen konnte man sich nur die vom dichten Verkehrsgewühl umbrausten Mauern und das grüne Saladin-Denkmal.

Der Sultan selbst hat übrigens „drei Ecken weiter“, an der Umayyaden-Moschee, seine letzte Ruhe gefunden – in einem äußerst bescheidenen Mausoleum, das man besichtigen kann (Foto unten links).

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Wo die Kreuzfahrer scheiterten: Die Zitadelle von Aleppo


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Majestätisch erhebt sich die größte mittelalterlich-islamische Burganlage des Orients immer noch aus den Ruinen der einst quirligen Altstadt von Aleppo, dem antiken Halab, Schnittstelle von Weihrauch- und Seidenstraße. Durch einen staubigen Graben und den 50 Meter hohen Burghügel mit seinen seltsam die schräg ansteigenden Wänden hält die mächtige Anlage einen gehörigen Abstand zum Sterben in Syriens zweitgrößter Stadt.

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Qalaat Jabar: Ziegelburg am Assad-Stausee

qual1.jpgEine stark befestigte Burg an der Enge des einzigen Flusses weit und breit war im Mittelalter eine sichere Einnahmequelle. Nicht nur am Rhein, sondern auch am Euphrat.

Das allein erklärt bereits einen guten Teil der Bedeutung der syrischen Burg Qalaat Jabar.

Durch den Bau des Assad-Stausees ist das blaue Wasser der Burg heute deutlich näher gekommen. Aus der einstigen Bergburg am Ufer wurde eine Inselburg, die nur durch einen Damm mit dem Land verbunden ist.

Eine weitere Besonderheit: Die ovale Anlage auf einem Basaltfelsen ist komplett aus gebrannten Ziegelsteinen errichtet. Einmalig für Syrien. Sie ist durch einen zweifachen Mauerring und diverse mächtige Türme gesichert.
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Zurück aus Syrien

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Burgerbe-Autor Jan vor Kreuzfahrerburg Krak des Chevaliers

Voll mit Eindrücken komme ich gerade von einer acht-Tages-Tour durch Syrien zurück. Vier Filme und ein Gigabyte Digital-Fotos und Videos sind das Ergebnis.

In Kürze folgt ein reich bebilderter Berichte zum Krak des Chevaliers (Bild). Beiträge über die mächtige Zitadelle von Aleppo und die Festung Qalaat Jabar über dem vor einigen Jahren angelegten Assad-Stausee sind bereits online.

Die Zitadelle von Damaskus hätte ich auch gerne besucht. Sie ist seit einigen Jahren wegen Renovierungsarbeiten leider geschlossen. Braucht halt alles seine Zeit.

In der Hauptstadt kann man sich aber zumindest das Grab von Sultan Saladin an der Omajaden-Moschee anschauen und im Gewimmel der Souks abtauchen…

Nachtrag 2013: Ich bin froh diese Reise 2008 gemacht zu haben. Inzwischen ist der Weg durch den syrischen Bürgerkrieg versperrt. Viele historisch wertvolle Städten wurden in die Kämpfe hineingezogen, bombardiert und/oder geplündert. Siehe dazu auch: „Schlacht im Weltkulturerbe Aleppo