Schlagwort-Archive: Burgen in NRW

Burg Stolberg wird im August 2019 zum Open-Air-Kino

Tor zur Burg Stolberg über Stolberg bei Aachen / Fotos: Burgerbe.de
Torburg zur Burg Stolberg über Stolberg bei Aachen / Fotos: Burgerbe.de

Die malerische Burg Stolberg im Örtchen Stolberg vor den Toren von Aachen wird im August 2019 erstmals zum Kino unter freiem Himmel. Im oberen Burghof sollen zehn Tage lang Filme gezeigt werden.

Bei der „Schau!Burg“ soll es 300 Plätze geben. Die Idee stammt vom Stolberger Stadtmarketing, das nach Wegen sucht, nicht ständig nur als Anhängsel der Kaiserstadt gesehen zu werden.

Die Burg will man als „die“ Attraktion der kleinen Aachener Nachbarstadt herausstellen.

Im März wollen sich die PR-Leute überlegen, mit welchen Filmen man am besten Scharen von Touristen auf die Burg und damit auch in die Altstadt lockt.
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Burg Wetter (Ruhr): Wo Harkorts Schlote qualmten

Die Harkortsche Fabrik hat Burg Wetter mit Beschlag belegt (1834) / Bild: Wikipedia/The Yorck Project
Die Harkortsche Fabrik hat Burg Wetter mit Beschlag belegt (1834) / Bild: Wikipedia/The Yorck Project / Foto oben: Burgerbe.de

Dass es Burg Wetter an der Ruhr überhaupt gibt, ist „Schuld“ der Kölner. Zumindest indirekt. Denn der Bau der Burg in den Jahren zwischen 1250 und 1274 im Auftrag der Grafen von der Mark war eine Reaktion auf die Errichtung der nahen Burg Volmarstein durch das nicht immer friedliche Erzbistum Köln.

Nun standen sich mit Volmarstein und Wetter zwei Burgen gegenüber und markierten die Grenzen der jeweiligen Territorien (beide sind heute Ruinen).

Während der Soester Fehde testeten die Kölner 1445 die Verteidigungsfähigkeit der Burg Wetter. Der Name des Burg-Chefs, der im Auftrag der Grafen von der Mark der Belagerung stand hielt, ist überliefert: Craft Stecken. Der Ort ging in Flammen auf.
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Burg Hardenstein: Malerische Ruine an der Ruhr

Die Ruine der Burg Hardenstein / Fotos: Burgerbe,de
Die Ruine der Burg Hardenstein / Fotos: Burgerbe.de

Auf meiner Liste der Burgruinen, die man gesehen haben sollte, stehen die Reste der Burg Hardenstein zwischen Herbede und Witten weit oben. Die Ruine steht zwischen einem Wald und der sanft dahinplätschernden Ruhr.

Vom Wasser nur getrennt durch die Schienen der Ruhrtalbahn. Wenige Meter entfernt können Fußgänger und Radler den Fluss per mit der Ruhrtalfähre Hardenstein überqueren, der einzigen Fähre auf der Ruhr.

Die Burg entstand in den Jahren 1345 bis 1354 als Wasserburg unter Heinrich II. von Hardenberg, der gerade sein Gebiet bei Velbert hatte verkaufen müssen. Seine Nachfahren nannten sich dann von Hardenstein.
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Burg Vlotho: Weiter Blick über die Weser

Gewölbe von Burg Vlotho / Fotos: Burgerbe.de
Gewölbe von Burg Vlotho / Fotos: Burgerbe.de

Auf einem Felsen hundert Meter über der Weser südlich von Minden liegt Burg Vlotho. Beziehungsweise das, was von ihr wieder aufgebaut worden ist.

Im Mittelalter war das eine exzellente Lage, um die Schiffahrt und die nahegelegene Straße zu überwachen und von durchreisenden Kaufleuten Gebühren zu kassieren.

Burg-Erbauer Graf Heinrich von Oldenburg fand hier oben 1250 wohl schon einiges an Ruinen vor. Unter den Karolingern war auf dem Felsen um 850 ein befestigter Königshof angelegt worden.

Die von einem modernen Dach geschützte rekonstruierte Ruine ist heute eher etwas für hartnäckige Burgenfreunde. Reizvoll ist hingegen die weite Aussicht über die Weser.
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Die schönsten Burgen und Schlösser im Ruhrgebiet

Die Gebäude stehen auf Eichenholzpfählen / Foto: Wikipedia / Tbachner / CC-BY-SA 3.0
Schloss Bodelschwingh / Foto: Wikipedia / Tbachner / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Schloss Borbeck

Schlösser und Burgen im Ruhrgebiet…? Gibt’s da nicht nur stillgelegte Zechen und eingestaubte Industriemuseen? Doch, Schlösser und Burgen sind im Revier durchaus reichlich zu finden. Und man kann den Besuch natürlich auch mit einem Trip zu einem der vielen Industriedenkmäler verbinden.

Das Ruhrgebiet als Einheit („Metropole Ruhr“, wie Marketing-Fuzzis es heute gern nennen) hat es nie gegeben.

Im Mittelalter lag hier ein Flickenteppich aus Grafschaften, Herzogtümern und Städten, die besonders von der Ost-West-Handelsstraße Hellweg profitierten. Die freie Reichsstadt Dortmund verlor erst 1803 ihre Unabhängigkeit. Und jeder Herrscher wollte natürlich auch einen repräsentativen Sitz haben.
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