Schlagwort-Archiv: Burgen im Rheinland

Burg Rheinstein: Symbol der Rheinromantik

Burg Rheinstein: Tolle Lage am Fluss / Foto: Burgerbe.de
Burg Rheinstein: Tolle Lage am Fluss / Foto: Burgerbe.de

Preußen bekam durch den Wiener Kongress eine neue und ziemlich eigenwillige Provinz: Das Rheinland inklusive Karneval, Flönz (Blutwurst) und Mittelrheintal. Für die Preußen-Prinzen war dieser entfernte Winkel ihres Reiches voller verfallener, billig zu habender Burgen eine Art architektonischer Abenteuerspielplatz.

Sie kauften, bauten um – und ließen dabei ihren romantischen Träumen von einem „Deutschen Mittelalter“ freien Lauf: Einer Zeit, die ihrer Ansicht nach geprägt war von edlen, tapferen Rittern, die von ihren Burgen ihre gottesfürchtigen Bauern schützen – und dabei von keinen aufmüpfigen Sozis gestört wurden.

Die erste Anlage, die 1823 Prinz Friedrich von Preußen kaufte und im neugotischen Stil „wiederaufbauen“ ließ, war die Burgruine Voitsberg bei Bingen.
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Schloss Gymnich ohne Kelly-Family: Stiftung will Sanierung fördern


Schloss Gymnich: Für die Sanierung ist reichlich Geld nötig / Foto: Wikipedia / Thoma(talk) / CC BY-SA 3.0
Schloss Gymnich: Für die Sanierung ist reichlich Geld nötig / Foto: Wikipedia / Thoma(talk) / CC BY-SA 3.0

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) will die Sanierung der Fassade und des Dachs von Schloss Gymnich mit 130.000 Euro fördern. Das teilte die Stiftung in einer Übersicht ihrer für 2014 geplanten Projekte mit.

Glücksspirale und „Lotto“-Verwaltung als Geldgeber der Stiftung müssen noch zustimmen. Das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung und einstige Heim der kinderreichen Kelly-Family gehört seit Juli 2012 Katharina und Gerd Overlack.

In seiner Zeit als Gästehaus waren Queen Elizabeth, Königin Silvia, König Juan Carlos I. oder Präsident Reagan zu Gast auf Schloss Gymnich. Die Geschichte der Wasserburg reicht bis 1354 zurück. Heinrich I. von Gymnich errichtete in dieser Zeit die erste Burg am westlichen Rand von Gymnich, heute ein Stadtteil von Erftstadt.

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Schloss Broich: Wikinger, Burgfolk und Castle Rock


Innenhof, Palas und und Westflügel von Schloss Broich / Foto: Wikipedia/uxyso
Innenhof, Palas und und Westflügel von Schloss Broich / Foto: Wikipedia/uxyso / Lizenz: CC BY 3.0 DE

Einmal im Jahr wird’s auf der Ruine von Schloss Broich im beschaulichen Mülheim an der Ruhr so richtig krachend laut. Und zwar im Sommer beim Castle Rock. Außerdem gibt es noch das Burgfolk.

Verantwortlich dafür, dass das Festival auf diesem historischen Boden stattfinden kann sind letztlich übrigens die Wikinger. Aber weniger wegen des skandinavischen Einflusses auf die langhaarige Metaller-Szene als vielmehr wegen ihrer einstigen Raubzüge im Rheinland.

Rückblende: Im Jahr 883 waren die Nordmänner mal wieder den Rhein hinaufgerudert und hatten sich, da es noch keinen Schimanski gab, das mittelalterliche Duisburg unter den Nagel gerissen. Hier igelten sich die Räuber ein und überwinterten auf Kosten des umliegenden Landes.
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Haus zum Haus: Wehrhafte Wasserburg an der Anger

Ratingen mit seinen 92.000 Einwohnern ist eine dieser westdeutschen Kleinstädte, aus der volljährige Jugendliche möglichst schnell verschwinden wollen. Keine Angst, liebe Stadtväter, die kommen später wieder.

Eine verschnarchte Vorstadt-Tristesse unter der Einflugschneise des Düsseldorfer Airports, geprägt von den überall gleichen Gewerbehallen, geklonten Doppelhaushälften, verschandelten Designer-Villen und den Schildern zur nächsten Autobahnauffahrt. Aber es gibt in paar Glanzpunkte.
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