Schlagwort-Archiv: Burgen im Odenwald

Die schönsten Burgen und Schlösser in Hessen

Schloss Auerbach mitsamt Kiefer
Schloss Auerbach mitsamt seiner berühmten Kiefer / Foto oben: Schloss Berlepsch / Fotos: Burgerbe.de

Als die Amerikaner 1945 die früheren preußischen Provinzen Nassau und Kurhessen und Teile des „Volksstaates Hessen“ vereinigten, nannten sie das Ganze stolz „Groß-Hessen“.

Es entstand ein geschichtsträchtiges, vielfältiges Bundesland durchzogen von Mittelgebirgen, Autobahnen – und voller Schlösser und Burgen.

In der Nordhälfte ist allerorten das Erbe der Landgrafen spürbar, etwa im Residenzschloss Marburg. Mit dem Bergpark in Kassel mit Schloss Wilhelmshöhe und Löwenburg verfügt Hessen jetzt auch über eine formidable Welterbestätte.
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Schloss Wolkenstein und die Schrauber mit der NVA-Technik

NVA-Ehrenwache unterwegs / Foto: Wikipedia/Michail Jungierek
NVA-Ehrenwache unterwegs / Foto: Wikipedia/Michail Jungierek /Lizenz: CC Attribution-Share Alike 3.0 / Foto oben: Botulph / CC-BY-SA 3.0

Sachsen war jahrhundertelang ein militärischer Machtfaktor. Man schlug sich (und paktierte) mit Brandenburg-Preußen ebenso wie mit Napoleon.

Und noch vor wenigen Jahren standen sächsische Truppen der Nationalen Volksarmee (NVA) zum finalen Angriff auf den kapitalistischen Westen bereit.

Ein Sturmlauf, der erst am Atlantik hätte enden sollen. Dummerweise kam eine friedliche Revolution dazwischen…
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Schloss Auerbach: Wo eine 300-jährige Kiefer im Mauerwerk wurzelt

Schloss Auerbach mitsamt Kiefer
Schloss Auerbach mitsamt Kiefer

Seit 300 Jahren hat die Ruine des Auerbacher Schlosses einen knorrigen Mitbewohner. Schon kurz nach der Zerstörung durch die Franzosen 1674 muss sich ein Kiefern-Samen in der brüchigen Mauer eingenistet haben. Das junge Pflänzchen schlug Wurzeln und konnte jahrzehntelang unbehelligt wachsen. Licht und Wasser gab’s hier oben genug.

Immer tiefer krallten sich die Wurzeln in den porösen Sandstein, immer dicker wurde der Stamm und immer weiter breitete sich die Krone aus. Mit der Zeit wurde die alte Kiefer ein Markenzeichen der malerischen Ruine. Heute ist sie sieben Meter hoch. Eher klein für eine Kiefer, für ein einstiges Mauerbäumchen aber gigantisch.
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Veste Otzberg: Die „Weiße Rübe“ thront auf einem Vulkanschlot


Der Bergfried der Veste Otzberg brachte der Burg den Namen „Weiße Rübe“ ein / Foto: Burgerbe.de

Was haben Burgen mit Vulkanen zu tun? Naja, auf einem aktiven Vulkan wird man schwerlich eine dauerhafte Befestigung finden, aber auf dem extrem harten Gestein eines ehemaligen Lavaschlots lässt sich gut und massiv bauen. Ein Beispiel dafür ist die Veste Otzberg beim Ort Hering im hessischen Odenwald.

Wo heute satte grüne Wiesen, Äcker und Weinberge das Bild dominieren, war vor 22 Millionen Jahren buchstäblich die Hölle los. Eine über 1100 Grad Celsius heiße Basaltschmelze bahnte sich ihren Weg bis an die Erdoberfläche: Der Otzberg-Vulkan brach aus. Der Ur-Odenwald versank in Glut und Asche.

Der feinkörnige Nephelinbasalt, der schließlich im Schlot erkaltete, ist besonders hart. 22 Millionen Jahre hessischer Nieselregen wuschen alle anderen Gestelne aus, aber große Teile des erkalteten Schlots blieben – als typische sechseckige Säulen – Säulen stehen.

Und sie bilden noch heute das Fundament der Veste Otzberg (Ähnliches findet man übrigens bei Burg Stolpen in Sachsen, wo die unglückliche Gräfin Cosel jahrzehntelang gefangengesetzt war).
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Burg Breuberg, Zankapfel der Konfessionen


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Burg Breuberg

Die Reformation und der Dreißigjährige Krieg spalteten den deutschen Adel. Manchmal ging der konfessionelle Riss auch mitten durch Burgen. Burg Breuberg ist ein Beispiel dafür.

Auf dem 306 Meter hohen Breuberg in Südhessen thront sie als eine der besterhaltenen Burgen der Republik. Durch kontinuierlichen Ausbau ist die Anlage eine beeindruckende Festung geworden. Und eine Sage gibt es auch. Heute sind dort eine Jugendherberge und ein Museum untergebracht.
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