Schlagwort-Archive: Burgen im Münsterland

Wasserburg Anholt: Immer für eine Belagerung gut

Die Zugbrücke zu Burg Anholt
Die Zugbrücke zu Burg Anholt / Fotos: Burgerbe.de

Burg Anholts strategisch günstige Lage an den Handelswegen zwischen Holland und Nordwestdeutschland hatte einen gravierenden Nachteil: Sie zog immer wieder Belagerer und Plünderer an. Zudem hat das Münsterland an der Grenze zum Niederrhein die Eigenheit, extrem flach zu sein. Leicht zu befestigende Hügel sucht man vergebens. Das einzige was es im Überfluss gibt, ist Wasser.

Für die Befestigung von Burg Anholt wurde daher wie bei diversen anderen münsterländischen Burgen (Burg Gemen, Vischering) ein System von Gräben und Teichen genutzt. Die Anlage mit Ursprüngen im 12. Jahrhundert ist heute eines der größten Wasserschlösser des Münsterlands. Um nicht im feuchten Untergrund zu versinken, steht sie auf Pfählen aus Eichenholz.

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Bilder von der Jugendburg Gemen

Wasserburg Gemen: Mit charakteristischer Turmhaube
Wasserburg Gemen: Mit charakteristischer Turmhaube

Hier mal ein paar Bilder vom Besuch auf der Wasserburg (Jugendburg) Gemen im münsterländischen Borken. Ein historisches äußerst interessantes Gebäude inmitten von Gräften.

Man kann auf einem Rundweg einmal um die Inseln herumgehen, auf denen Burg und Vorburg stehen. Lohnende Perspektiven für Fotos gibt es jede Menge. Besonders schön ist die Spiegelung der alten Wasserburg im aufgestauten, ruhigen Wasser der Bocholter Aa.
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Wasserburg Gemen: Festung wurde zur Jugendburg

Die Jugendburg Gemen im Frühling
Die Jugendburg Gemen im Frühling / Fotos: Burgerbe.de
Wasserburg Gemen: Mit charakteristischer Turmhaube
Wasserburg Gemen: Mit charakteristischer, barocker Haube auf dem Ballturm

Borken. Zugegeben, diese Ecke des westlichen Münsterlands ist etwas abgelegen. Aber für Burgenfreunde mit Kamera lohnt der Besuch doch, denn im Stadtteil Gemen steht eine der urigsten Wasserburgen der Region: die Jugendburg Gemen. Seit mehr als 900 Jahren schützt ein System aus Kanälen (Gräften) mit dem Wasser der Bocholter Aa die auf zwei Inseln gebaute Burganlage.

Eine Holzburg (Motto) wurde im 13. Jahrhundert durch einen Bergfried aus gelb-roten Sandsteinquadern mit zwei Meter dicken Mauern ersetzt, der Teil einer fast kreisrunden Ringmauer von 25 Meter Breite war. Die aufstrebende Familie von Gemen erweiterte diese Miniburg im 14. Jahrhundert in zwei Ausbaustufen bis zu den heutigen Ausmaßen.

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Burg Hülshoff: Studenten erstellen Museumskonzept

Gebaut, damit der Droste ruhig schlafen konnte...
Burg Hülshoff im Münsterland

Das Droste-Museum auf Burg Hülshoff im Münsterland soll zum „Erlebnisraum“ werden. Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung aus Konstanz haben mit einem entsprechenden Konzept einen mit 3000 Euro dotierten Wettbewerb des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe gewonnen.

Das melden Halterner Zeitung und Westfälische Nachrichten. Die Aufgabenstellung bestand darin, „Andere Seiten“ der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff herauszustellen.

Die Studenten denken an den Aufbau eines überdimensionalen Bücherwalds und einer Biedermeiser-Sitzgruppe, die sich durch Glasplatten nur verzerrt betrachten lässt. Im Außenbereich sollen Erinnerungs-Stelen aufgestellt werden – wenn es nach den Studenten geht „bis nach Düsseldorf“. Nun geht es darum, Sponsoren zu finden, um die Vorschläge der Studenten bis etwa 2015/16 umzusetzen.

Hier geht’s zu den Berichten in:
Halterner Zeitung
Westfälischen Nachrichten

Als ich mal in der Gegend war, habe ich mir übrigens auch die beeindruckende Wasserburg Vischering angeschaut.




Das Ende der hessischen Besatzung von Burg Vischering

Vereiste Burggräben waren gefährlich. Sowohl für Angreifer als auch für Verteidiger. / Foto: Burgerbe.de
Vereiste Festungsgräben waren gefährlich. Sowohl für Angreifer als auch für Verteidiger. / Foto: Burgerbe.de

Ein harter Winter war auf Burgen eine schreckliche Zeit. Vor der Erfindung von stufenlos regelbarer Zentralheizung und wärmegedämmter Thermofenster war es praktisch unmöglich, die großen, zugigen Räume vernünftig zu heizen. Außerdem machte das düsterkalte Wetter viele Vorteile der Verteidigungsanlage zunichte. Hier mal ein kleines Beispiel aus dem Münsterland:

Während des Dreißigjährigen Krieges plünderten 1633 hessische Truppen auch die auf zwei Inseln errichtete Wasserburg Vischering bei Lüdinghausen und besetzen sie. Auf dem Turm platzierten die Kriegsleute mit dem Badesalz-Dialekt drohend eine Kanone, um Angreifer außerhalb des Wassergrabens unter Feuer zu nehmen.

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