Schlagwort-Archiv: Burgen im Mittelalter

Burg Vischering: Bislang unbekannte Fundamente entdeckt

Die malerische Anlage von Burg Vischering aus der Luft. Im gemeinsamen Hausteich liegen links unten die Vorburg mit Bauhaus und Wirtschaftsgebäuden und oben rechts die Hauptburg. Foto: LWL/R. Klostermann
Die malerische Anlage von Burg Vischering aus der Luft. Im gemeinsamen Hausteich liegen links unten die Vorburg mit Bauhaus und Wirtschaftsgebäuden und oben rechts die Hauptburg. Foto: LWL/R. Klostermann / Foto oben: Burgerbe.de

Die Vermutung, dass Burg Vischering älter ist, als bislang archäologisch belegt, scheint sich zu bestätigen.

Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe haben bei einer Grabung auf der münsterländischen Wasserburg bisher unbekannte Gebäudefundamente gefunden. Diese reichen wohl zurück bis ins 12. Jahrhundert. Man steht kurz vor dem Beweis, dass die Burg im Kern auf eine hochmittelalterliche Anlage zurückgeht.

Burg Vischering in Lüdinghausen ist gerade geschlossen und wird restauriert. Die Wiedereröffnung ist für den 4. Februar 2018 geplant. Bisher war wenig bekannt über die innere Bebauung der Hauptburg zur Zeit ihrer Errichtung im späten Mittelalter.
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Burg Hohenfreyberg: Die letzte Festung des Mittelalters


Die mustergültig sanierte Ruine der Burg Hohenfreyberg / gemeinfrei
Die mustergültig sanierte Ruine der Burg Hohenfreyberg / gemeinfrei

Die große Zeit der Burgenbaus war im 12. und 13. Jahrhundert. Doch es gab auch im 15. Jahrhundert noch Nachzügler. Während die ersten einst stolzen Höhenburgen schon wieder verfielen oder zu wohnlicheren Schlössern wurden, entstand in den Jahren 1418 bis 1432 im südlichen Allgäu die Burg Hohenfreyberg. Und zwar als eine der letzten hochgelegenen, mittelalterlichen Wehrburgen in deutschen Landen.
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Wie sahen Burgen im Mittelalter aus? Virtuelle Modelle helfen weiter

Die Kölner Landesburg Lechenich in der Animation von Ralf Meier / Foto: Screenshot YouTube
Die Kölner Landesburg Lechenich in der Animation von Ralf Meier / Foto: Screenshot YouTube

Im 12. Jahrhundert erlebte das heutige Deutschland einen ungeahnten Burgenbau-Boom. Wehrhafte Anlagen entstanden, die in den folgenden Jahrhunderten immer weiter ausgebaut (und auch wohnlicher gestaltet) wurden. Wie die Herrschaftssitze zu ihren Hochzeiten im Mittelalter ausgesehen haben, ist heute meist nur schwer vorstellbar.

Weiterhelfen kann der Computer. 3D-Programme liefern immer bessere Modelle und lassen den alten Glanz der Burgen im Mittelalter wieder auferstehen. Wie so etwas in historisch korrekter Perfektion aussehen kann, zeigt der Kölner Grafiker Ralf Meier. Beim Anschauen seiner Videos war ich echt verblüfft.

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Die Sache mit den Mittelalter-Irrtümern

Betonburg im Legoland-Ritterland / Foto: © LEGOLAND Deutschland
Als Nachbarn die Achterbahn: Betonburg im Legoland-Ritterland / Foto: © LEGOLAND Deutschland

Das Mittelalter war ganz anders als wir es uns so gemeinhin vorstellen. Heute sorgen pompöse Ritterfilme und die grassierenden Mittelaltermärkte rund um jedes Gebäudes, das irgendwie „alt“ aussieht,  für ein reichlich romantinierendes Bild.

Kaum vorstellbar, wie der Alltag zwischen Völkereanderung und Reformation wirklich aussah, als die Weltstädte bestenfalls die Einwohnerzahl des heutigen Ratingens erreichten – und die deutsche Hauptstadt nicht nur nach Kriegen und Wiedervereinigungen umzog, sondern alle paar Monate.
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Burgen in Wales: Festungen zwischen Kelten und Normannen


Kidwelly_Castle
Kidwelly Castle in der Grafschaft Carmarthenshire wechselte ständig den Besitzer / Foto: Wikipedia/John Atherton/CC BY-SA 2.0 DE

Wales ist bekannt für seine malerisch gelegenen Burgruinen. Man sollte beim Besuch nur an Regenschirm oder besser Regencape denken. Der Burgenreichtum in Britanniens mittlerem Westen (es soll hier 641 Bugen und Schlösser geben*) erklärt sich historisch: Zwischen dem keltischenn Wales und dem romanischen, später angelsächsisch-normannischen England verlief lange eine militärisch umkämpfte Grenze.

Die Angelsachsen schafften es nie, die eigensinnigen Waliser unter Kontrolle zu bringen. Und auch Wilhelm der Eroberer machte um den vom Golfstrom gesegneten Landstrich mit den unaussprechlichen Ortsnamen erstmal einen Bogen. Beide Seiten sicherten sich mit Befestigungen ab, deren Reste heute zwischen und auf grünen Hügeln herumstehen und Touristen anziehen.

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