Schlagwort-Archiv: Burgen an der Ruhr

Burg Hardenstein: Malerische Ruine an der Ruhr

Die Ruine der Burg Hardenstein / Fotos: Burgerbe,de
Die Ruine der Burg Hardenstein / Fotos: Burgerbe.de

Auf meiner Liste der Burgruinen, die man gesehen haben sollte, stehen die Reste der Burg Hardenstein zwischen Herbede und Witten weit oben. Die Ruine steht zwischen einem Wald und der sanft dahinplätschernden Ruhr.

Vom Wasser nur getrennt durch die Schienen der Ruhrtalbahn. Wenige Meter entfernt können Fußgänger und Radler den Fluss per mit der Ruhrtalfähre Hardenstein überqueren, der einzigen Fähre auf der Ruhr.

Die Burg entstand in den Jahren 1345 bis 1354 als Wasserburg unter Heinrich II. von Hardenberg, der gerade sein Gebiet bei Velbert hatte verkaufen müssen. Seine Nachfahren nannten sich dann von Hardenstein.
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Die schönsten Burgen und Schlösser im Ruhrgebiet

Die Gebäude stehen auf Eichenholzpfählen / Foto: Wikipedia / Tbachner / CC-BY-SA 3.0
Schloss Bedelschwingh / Foto: Wikipedia / Tbachner / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Schloss Borbeck

Schlösser und Burgen im Ruhrgebiet…? Gibt’s da nicht nur stillgelegte Zechen und eingestaubte Industriemuseen? Doch, Schlösser und Burgen sind im Revier durchaus reichlich zu finden. Und man kann den Besuch natürlich auch mit einem Trip zu einem der vielen Industriedenkmäler verbinden.

Das Ruhrgebiet als Einheit („Metropole Ruhr“, wie Marketing-Fuzzis es heute gern nennen) hat es nie gegeben.

Im Mittelalter lag hier ein Flickenteppich aus Grafschaften, Herzogtümern und Städten, die besonders von der Ost-West-Handelsstraße Hellweg profitierten. Die freie Reichsstadt Dortmund verlor erst 1803 ihre Unabhängigkeit. Und jeder Herrscher wollte natürlich auch einen repräsentativen Sitz haben.
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Zerstörte Isenburg: Rache der Kölner im Ruhrtal

Blick auf Haus Custodis inmitten der Ruinen der Isenburg über der Ruhr / Foto: Wikipedia / Frank Vincentz  / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Reste des Bergfrieds / Foto: Burgerbe,de
Blick auf Haus Custodis inmitten der Ruinen der Isenburg über der Ruhr / Foto: Wikipedia / Frank Vincentz / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Reste des Bergfrieds / Foto: Burgerbe,de

Den Kölner Erzbischof ermordete man im Mittelalter nicht ungestraft. Davon kündet seit bald 800 Jahren die Ruine der Isenburg über der Hattinger Ruhrschleife.

Bis zum 7. November 1225 war auf der erst 26 Jahre zuvor fertiggestellten Burg die Welt noch in Ordnung. Burgherr Friedrich von Isenberg regierte seine weitläufigen Besitzungen unangetastet.

Doch dann kamen der 32-jährige Adelige und befreundete Grafen auf die Idee, seinen Verwandten, den Kölner Erzbischof Engelberg von Berg zu entführen.

Hintergrund war ein Streit um das bei den Grundherren beliebte Bauern-Erpressen, das der Bischof einschränken wollte.
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Schloss Landsberg: August Thyssens Burg an der Ruhr

Ein Stahlbaron muss standesgemäß wohnen. Nah bei seinen Zechen und Hüttenwerken zwar, aber natürlich haushoch über den Ameisenheeren der Arbeiter. Im Ruhrgebiet kann man das gut sehen: Was den Krupps ihre Essener Villa Hügel (und ihr Sommersitz Schloss Blühnbach) war, war für August Thyssen Schloss Landsberg.

Graf Adolf V. von der Mark hatte Ende des 13. Jahrhunderts einen Höhenzug am südlichen Ruhrufer mit einer Burg befestigen lassen, um die Ruhrbrücke bei Kettwig zu schützen (eine wichtige Zolleinnahmequelle). Die Düsseldorfer sind dem weitsichtigen Grafen bis heute dankbar, weil er ihrem Dorf 1288 Stadtrechte verlieh.
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Industrialisierung: Als viele Burgen qualmten


Mittelalter und industrielle Revolution sind eine ziemlich verrückte Mischung, wie man nicht erst seit Mark Twains Yankee an König Arthurs Hof weiß.

Kaum etwas passt so wenig zusammen wie das Zeitalter der alten Rittersleut auf ihren turmbewehrten Burgen, deren fortschrittlichstes Werkzeug der menschenbetriebene Drehkran war, zur Ära der rauchenden Schlote und der beginnenden Massenproduktion.

Und doch zogen diverse Unternehmer im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts ihre Fabriken ausgerechnet in alten Burgen und Schlössern hoch, ohne die leiseste Rücksicht auf die historische Bausubstanz zu nehmen.
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