Schlagwort-Archiv: Burgen an der Lahn

Burg Runkel: Residenz an der Lahn-Brücke


Burg Runkel mit Lahn-Brücke / Fotos: Burgerbe.de
Burg Runkel mit Lahn-Brücke / Fotos: Burgerbe.de

Die Römer waren großartige Brückenbauer. Die mittelalterlichen Deutschen nicht so sehr. Man war schon froh, wenn man die Konstruktionen aus der Antike einigermaßen instand halten konnte. Brücken-Neubauten waren etwas ganz Besonderes: Zum Beispiel 1440 bei Runkel über die hier ziemlich wilde Lahn.

Die Brücke war mit eigenen Türmen und Zugbrücke versehen: Eine Art wehrhafte Mautstation, die natürlich Ärger magisch anzog. Zum Schutz des Übergangs hatten die Herren von Runkel oberhalb der Brücke schon vor Jahrhunderten eine Burg gebaut, die nun erheblich an Wichtigkeit gewann: Burg Runkel.
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Neues Leben für Burg Nassau, Stammsitz des Hauses Oranien

Der mächtige Bergfried von Burg Nassau Foto: Wikipedia/Johannes Robalotoff
Der mächtige Bergfried von Burg Nassau wurde 1976 wieder aufgebut / Foto: Wikipedia/Johannes Robalotoff/CC-BY-SA-3.0

Seit einem Jahr steht das Ausflugslokal auf Burg Nassau leer. Die Burg mit dem mächtigen Turm 120 Meter über der Lahn ist nicht irgendein Gemäuer, sondern immerhin Stammsitz des Hauses Nassau-Oranien, das heute noch die Niederlande und Luxemburg regiert.

Nun wollen Stadt Nassau, Land Rheinland-Pfalz, Geschäftsleute und Ehrenamtliche wieder neues Leben in die Burg bringen. Das meldet die Rhein-Zeitung.
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Burg Gleiberg: Geburtsstätte einer heiligen Kaiserin?


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Blick auf den 30 Meter hohen Bergfried von Burg Gleiberg (Foto: Meins)

Wer imposante Burgruinen sucht, wird rund um Gießen schnell fündig. Das weite, fruchtbare Lahntal ist mit allerlei Basaltkegeln gesprenkelt, wie geschaffen für den Burgenbau. Schon seit dem Jahr 930 ist der Gleiberg befestigt (treffender wäre die Bezeichnung Gleihügel, aber das hören die Einheimischen nicht so gern).

Dort oben saßen die Grafen von Gleiberg. Die Herren des beschaulichen Gleiberger Landes wurden durch eine Liebesheirat urplötzlich zu bedeutenden Leuten: Salier-Kaiser Heinrich II. dachte zur Jahrtausendwende nicht an den potentiell nahenden Weltuntergang, sondern ehelichte die Schwester des Dynastiegründers Friedrich I., Kunigunde. Wahrscheinlich war die spätere Kaiserin Kundigunde von Luxemburg um das Jahr 980 auch auf Burg Gleiberg geboren worden.
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