Schlagwort-Archiv: Burg Falkenberg

Burg Falkenberg ist saniert – und barrierefrei

So sah die Ruine Falkenberg 1831 aus / Foto: gemeinfrei / Foto oben: Foto: Wikipedia/Urmelbeauftragter Lizenz: CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
So sah die Ruine Falkenberg 1831 aus / gemeinfrei / Foto oben: Wikipedia/Urmelbeauftragter / CC-BY-SA-3.0

2008 hatte die bayerische Marktgemeinde Falkenberg (Einwohnerzahl damals: 943) die über dem Ort liegende der Familie von der Schulenburg gekauft. Ein mutiger Schritt, angesichts des anstehenden Sanierungsaufwands, den man auf drei Millionen Euro schätzte.

Am Ende wurden es acht Millionen, was die Mini-Gemeinde durch Fördergelder stemmte. Nun ist die Sanierung abgeschlossen.

Über Falkenberg im Landkreis Tirschenreuth thront jetzt die erste barrierefreie Burg Deutschlands.
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Fördergeld für Burg Falkenberg


Burg Falkenberg © Matthias Wagner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Burg Falkenberg © Matthias Wagner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Mini-Gemeinde Falkenberg (943 Einwohner, Landkreis Tirschenreuth) ist seit 2009 stolze Burgbesitzerin: Damals kaufte sie Burg Falkenberg. Die nötigen Renovierungsarbeiten wurden auf drei Millionen Euro geschätzt. Das kann die Gemeinde ohne massive Unterstützung nicht stemmen. Inzwischen existiert ein Nutzungskonzept, das auf eine lokale Firma setzt.

Und nun kommt Hilfe von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: Die Stiftung will sich mit 50.000 Euro an der Restaurierung des Dachraums der Burg beteiligen.
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Burg Falkenberg: Nazi-Raubkunst soll zurück nach Russland

Burg Falkenberg in der Oberpfalz / Foto: Wikipedia/Urmelbeauftragter Lizenz: CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Burg Falkenberg in der Oberpfalz / Foto: Wikipedia/Urmelbeauftragter /  Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Es waren Stempel mit kyrillischen Buchstaben, die die Nachfahren des Barons von der Schulenburg misstrauisch machten. Wie kam eine 240 Jahre alte deutsche Lessingausgabe aus ehemals sowjetischem Besitz in die private Bibliothek von Burg Falkenberg im Landkreis Tirschenreuth (Oberpfalz)?

Ausgehend von dieser Frage starteten Reporter der Süddeutschen Zeitung eine spannende Recherche, die bis nach St. Petersburg führte und einen aufschlussreichen Blick auf die NS-Beutekunst wirft (man sollte allerdings besser von „Raubkunst“ sprechen). Und ganz nebenbei ist das Ganze noch ein Politikum mit Happy End.
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Bayerische Gemeinde mit 943 Einwohnern kauft Burg Falkenberg

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Burg Falkenberg – wieder aufgebaut in der NS-Zeit durch Hitlers Botschafter in Moskau, Graf von der Schulenburg. Foto: Walter J. Pilsak/Wikipedia/CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Die sanierungsbedürftige Burg Falkenberg (Oberpfalz) ist verkauft: Nach monatelangen Verhandlungen hat die Familie von der Schulenburg ein Angebot der Mini-Gemeinde Falkenberg und des Landkreises Tirschenreuth angenommen. Wie viel Geld tatsächlich geflossen ist, wird bislang nicht verraten, wahrscheinlich haben Gemeinde und Landkreis rund 600.000 Euro auf den Tisch gelegt.

Das Kuriose: Falkenberg hat gerade mal 943 Einwohner. Nur dank eines starken Gewerbesteuerzahlers, der Firma IGZ kann sich der Flecken an der Grenze zu Tschechien die für seine Verhältnisse Riesen-Investition überhaupt leisten.

CSU-Bürgermeister und Planungsgruppe Burg erläuterten in einer Bürgerversammlung die Pläne. Die Sanierung soll rund drei Millionen Euro kosten. Armin Juretzka und Werner Plödt informierten bei der Versammlung über das Sanierungs- und Nutzungskonzept.
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Burg Falkenberg stand zum Verkauf

Burg Falkenberg – wieder aufgebaut in der NS-Zeit durch Hitlers Botschafter in Moskau, Graf v.d. Schulenburg. Foto: Walter J. Pilsak/Wikipedia/CC-BY-SA-3.0-migrated

Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg hatte in den Morgenstunden des 22. Juni 1941 eine Aufgabe, die ihn selbst überraschte.

Als deutscher Botschafter in Moskau überbrachte er Stalins Regierung die Kriegserklärung. Der deutsche Angriff war zu diesem Zeitpunkt bereits angerollt, deutsche Bomber warfen ihre Last auf Ziele in der Ukraine und Weißrussland.

Der Adelige hatte in den Monaten zuvor nach Kräften versucht, Hitler vom Angriff im Osten abzuhalten – er war maßgeblich am Zustandekommen des Nichtangriffs-Paktes mit der Sowjetunion an.

Der Diktator hörte sich die Argumente des Diplomaten an, ohne sich weiter darum zu kümmern. Den Spitzen-Diplomaten und späteren Widerstandskämpfer weihte er im Gegenzug auch nicht in seine Angriffspläne („Unternehmen Barbarossa“) ein.

In der Oberpfalz war Graf Schulenburg Burgherr. 1934 hatte der Adlige die Ruine der Burg Falkenberg gekauft und fünf Jahre lang wieder aufbauen lassen. Sie befand sich bis 2009 im Besitz der Familie.

Doch die Erbengemeinschaft konnte den Unterhalt der malerischen Anlage nahe der tschechischen Grenze nicht mehr bezahlen. Wie Oberpfalz TV meldet, boten Gemeinde Falkenberg und Landkreis Tirschenreuth der Familie daraufhin 800.000 Euro. Der Sanierungsaufwand wird auf 1,5 bis 2 Millionen Euro geschätzt.
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