Schlagwort-Archiv: Belagerung

Belagerungs-Geschosse aus Pech & Schwefel nachgebaut


Forscher beim Rekonstruieren von Feuerballen / Bild: Screenshot YouTube
Coburger Forscher beim Rekonstruieren von Feuerballen / Bild: Screenshot YouTube

Wer die Besatzung einer mittelalterlichen Burg demoralisieren wollte, der setzte Feuer ein. Die Befestigungen bestanden oberhalb der Mauern und Steinwände zu großen Teilen aus Holz: Wehrgänge aus Holzbalken und Fachwerkfassaden bestimmten das Bild. Entsprechend gefürchtet waren Brände.

Kanonen galten in ihrer Anfangszeit noch als unzuverlässige, sündhaft teure Monster mit dem fatalen Hang zur Explosion inmitten der eigenen Leute. In dieser Zeit entwickelten Belagerer eine Fülle von äußerst wirkungsvollen Brandgeschossen aus einfachsten Utensilien – und Schwarzpulver.
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Burg Rheinfels wurde blutig belagert


Kommandant Georg Ludwig von Schlitz machte den Angreifern das Leben schwer / Foto: Wikipedia / Laubtaler / CC-BY-SA 3.0
Kommandant Georg Ludwig von Schlitz machte den Angreifern das Leben schwer / Foto: Wikipedia / Laubtaler / CC-BY-SA 3.0 / Andere Fotos: Burgerbe.de

Sonnenkönig Ludwig XIV. sammelte Provinzen wie heute andere Leute Geo-Caches. Sein schönstes Neujahrsgeschenk war daher eine frisch eroberte Festung in Feindesland. Genau dieses Präsent wollte ihm zur Jahreswende 1692/93 Comte de Tallard machen.

Der 30-jährige Generalleutnant stand gerade mit 28.000 Mann plündernd am Mittelrhein. Dummerweise war Burg Rheinfels und das benachbarte St. Goar kurz zuvor durch eine Truppe von ca. 3000 Soldaten des Landgrafen von Hessen-Kassel und bewaffnete Bürger aus den umliegenden Dörfern besetzt worden.

Und die dachten gar nicht daran, dem stürmischen Franzosen die Tore zu öffnen.
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Eisenbahngeschütz Big Gun Dora vor Sewastopol

Krim im Krieg: Deutsches Eisenbahngeschütz Dora (Kaliber 80 cm) bei der Belagerung Sewastopols / Foto: Screenshot Youtube
Krim im Krieg: Deutsches Eisenbahngeschütz Dora (Kaliber 80 cm) bei der Belagerung Sewastopols / Foto: Screenshot Youtube

Im Vorfel der russischen Annektion der Krim tauchte Sewastopol kurzzeizig in den Schlagzeilen auf: Ein Ort mit kriegerischer Tradition. Im Krimkrieg 1854/55 hatten englische, französische, türkische und italienische Truppen die damals russische Stadt elf Monate lang belagert (letztlich erfolgreich).

Im Zweiten Weltkrieg kostete die zweimalige Einnahme der damals größten Festung der Welt tausende sowjetische und deutsche Soldaten das Leben.

Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 konnten die Verteidiger Sewastopols dem absehbaren Auftauchen der Wehrmacht und ihrer rumänischen Verbündeten auf der Halbinsel Krim zunächst relativ gelassen entgegensehen.
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Defender of the Crown auf dem Amiga: Pixel-Katapult gegen Burgmauern

Ich habe den Spiele-Klassiker „Defender of the Crown“ auf dem Commodore Amiga noch und nöcher gespielt und so ziemlich jede erreichbare Burg in England X-Mal in Schutt und Asche gelegt.

Die Grafik auf dem Amiga 500/1000 hatte Mitte der 1980er-Jahre gegenüber dem C64 einen Quantensprung vollführt – weg von den ruckeligen Klötzchen, hin zu eleganten Zeichentrick-Grafiken und sogar in Richtung Fotorealismus.

Das Schöne an Defender war die Kombination aus finanzstrategischen Elementen wie beim Brettspiel „Risiko“ (Steuern für das Besetzthalten bestimmter Gebiete, Aufstellen von Armeen) mit Kampfszenen.
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Probe von Richard Löwenherz‘ Herz analysiert


Das Grab mit dem Herz von Richard Löwenherz in der Kathedrale von Rouen. Foto: gemeinfrei
Das Grab mit dem Herz von Richard Löwenherz in der Kathedrale von Rouen. Foto (und Bild oben): gemeinfrei

Welche Geschichten kann das Herz von Richard Löwenherz erzählen? Das hat der französische Medizin-Archäo-Anthropologe Philippe Charlier mit forensischen Methoden herauszufinden versucht.

Er hatte sich zwei Gramm Staub aus einem Bleikästchen erbettelt, das 1838 bei Ausgrabungsarbeiten in der Kathedrale von Rouen entdeckt worden war. Es trägt die Inschrift „HIC IACET COR RICARDI REGIS ANGLORUM“ („Hier ruht das Herz von Richard, König von England“).

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