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Burg Stolpen: Gefängnis der Gräfin Cosel


Burg Stolpen mit dem Coselturm / Foto: Wikipedia / Thomas Henkel Hen.th / CC BY-SA 2.0 DE
Burg Stolpen mit dem Coselturm / Foto: Wikipedia / Thomas Henkel Hen.th / CC BY-SA 2.0 DE

Auf der sächsischen Burg Stolpen steht der runde Coselturm. Ein seltsamer Name mit eigenwilliger Geschichte aus der Zeit, als gebildete Frauen Seltenheitswert hatten und von der überforderten Männerwelt als Bedrohung wahrgenommen wurden…

Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel muss eine sehr resolute Adelige gewesen sein, die ihrem Geliebten – August dem Starken – am Ende schrecklich auf die Nerven gegangen ist. Um 1705 hatte der sächsische Kurfürst und König von Polen die frisch getrennte Holsteinerin kennengelernt und an den Dresdner Hof beordert.

Innerhalb weniger Wochen machte der etwas prunksüchtig veranlagte Sachse die geistreiche Frau von Cosel zu seiner offiziellen Mätresse und überhäufte sie mit Ehren.
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Veste Otzberg: Die „Weiße Rübe“ thront auf einem Vulkanschlot


Die Veste Otzberg thront auf einem früheren Vulkankegel / Fotos: Burgerbe.de
Der Bergfried der Veste Otzberg brachte der Burg den Namen „Weiße Rübe“ ein / Fotos: Burgerbe.de

Was haben Burgen mit Vulkanen zu tun? Naja, auf einem aktiven Vulkan wird man schwerlich eine dauerhafte Befestigung finden, aber auf dem extrem harten Gestein eines ehemaligen Lavaschlots lässt sich gut und massiv bauen. Ein Beispiel dafür ist die Veste Otzberg beim Ort Hering im hessischen Odenwald.

Wo heute satte grüne Wiesen, Äcker und Weinberge das Bild dominieren, war vor 22 Millionen Jahren buchstäblich die Hölle los. Eine über 1100 Grad Celsius heiße Basaltschmelze bahnte sich ihren Weg bis an die Erdoberfläche: Der Otzberg-Vulkan brach aus. Der Ur-Odenwald versank in Glut und Asche.

Der feinkörnige Nephelinbasalt, der schließlich im Schlot erkaltete, ist besonders hart. 22 Millionen Jahre hessischer Nieselregen wuschen alle anderen Gestelne aus, aber große Teile des erkalteten Schlots blieben – als typische sechseckige Säulen – Säulen stehen.

Und sie bilden noch heute das Fundament der Veste Otzberg (Ähnliches findet man übrigens bei Burg Stolpen in Sachsen, wo die unglückliche Gräfin Cosel jahrzehntelang gefangengesetzt war).
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