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Neues Palais: 1000 vergessene Briefe der Kaiserin Auguste

In der Ausstellung Kaiserdämmerung werden die Briefe gezeigt - und Transportkisten für die Wertsachen des Kaisers / Foto: © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
In der Ausstellung Kaiserdämmerung werden die Briefe der Kaiserin gezeigt – und Transportkisten für die Wertsachen des Kaisers / Foto: © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto Briefe: SPSG / Jörg Kirschstein

Den ganz großen Mediencoup erhoffte sich die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten aus dem Inhalt des Juwelentresors der letzten deutschen Kaiserin Auguste. Der dämmerte seit Jahrzehnten verschlossen hinter der Wand des Ankleidezimmers der Kaiserin im Neuen Palais in Potsdam vor sich hin. Und der Schlüssel war pfutsch.

Mehrere Versuche, den Stahlschrank denkmalgerecht zu öffnen, scheiterten. Also wurde er angebohrt und per Mini-Kamera ausgeforscht. Ergebnis: Der Tresor ist leer.

Keine wirkliche Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Kaiserin im Zuge der Revolution und des Sturzes der Monarchie 1918 genug Zeit hatte, ihre Juwelen einzupacken und mit ins Exil nach Haus Doorn zu nehmen.
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Neues Palais: Die Kaiserdämmerung Wilhelms II.

Uniformen aus dem Besitz Kaiser Wilhelms II.: Feldbluse zur feldgrauen Friedensuniform M 1915 des 1. Garde-Regiments zu Fuß, 1919; Parade-Uniform des Leib-Garde-Husaren-Regiments, 1932. Museum Haus Doorn / Foto: Jörg Kirschstein © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Uniformen aus dem Besitz Kaiser Wilhelms II.: Feldbluse zur feldgrauen Friedensuniform M 1915 des 1. Garde-Regiments zu Fuß, 1919; Parade-Uniform des Leib-Garde-Husaren-Regiments, 1932. Museum Haus Doorn / Foto: Jörg Kirschstein
© Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Wikipedia / The weaver / CC-BY-SA 3.0 (Montage Kaiser Wilhelm von mir)

Am 29. Oktober 1918 hielt Kaiser Wilhelm II. die Fassade ein letztes Mal aufrecht. Im Apollosaal des Neuen Palais in Potsdam aß er mit Kaiserin Auguste und Sohn Prinz Oskar. Natürlich mit edlem Besteck von feinstem Porzellan und ohne jeglich Gedanken an die Rationierung.

Einen gesunden Appetit dürften Majestät nicht gehabt haben: Die Nachrichten von den Fronten waren niederschmetternd, in Wilhelmshafen rüstet die Flotte zur letzten Schlacht, und die Franzosen forderten ein Ende der Monarchie als Voraussetzung für einen Waffenstillstand.

In Kürze würde er Deutschland endgültig verlassen, um zunächst ins belgische Spa zu reisen, zum Großen Hauptquartier der Armee.

Im Neuen Palais kann man sich hundert Jahre nach den Ereignissen in der Ausstellung „Kaiserdämmerung“ in die turbulenten Tage der untergehenden Monarchie und der ausbrechenden Revolution zurückversetzen.
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Schloss Babelsberg: Ausstellung über Gartenzauberer Fürst Pückler-Muskau

Hermann von Pückler-Muskau / Foto: gemeinfrei / Foto oben: Schloss Babelsberg /
Hermann von Pückler-Muskau / Foto: gemeinfrei / Oben: Schloss Babelsberg / Foto: Wolfgang Pfauder
© Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Zum ersten Mal seit Jahren wird Schloss Babelsberg in Potsdam Ende April wieder öffnen.

Ein halbes Jahr lang wird in noch unsanierten Räumen eine Ausstellung zu Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) gezeigt.

Titel: „Pückler. Babelsberg. Der grüne Fürst und die Kaiserin“.

Nach vielen Jahrzehnten sind dann auch erstmals die künstlichen Wasserspiele im Park Babelsberg wieder erlebbar.

Nach Ende der Ausstellung, Mitte Oktober, wird das brandenburger Schloss wieder für die Öffentlichkeit geschlossen, und die 2013 begonnene Sanierung geht weiter.
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Schloss Schönhausen: Wo die DDR Onkel Ho hofierte


Das Plakat zur Ausstellung / © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Das Plakat zur Ausstellung / © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Wikipedia / A.Savin / CC-BY-SA 3.0

Die DDR-Führung träumte bis zum Schluss von Weltniveau und internationaler Anerkennung. Um das zu symbolisieren waren Staatsbesuche eminent wichtig, von denen dann die Aktuelle Kamera in Bandwurmsätzen hofberichterstattete.

Da das Berliner Schloss doch zu preußisch und zu kaputt war, wurde das gut erhaltene Schloss Schönhausen zum beliebten Ort für Staatsbankette. Hier traf Präsident Wilhelm Pieck die Größen des sozialistischen Machtblocks: Von Chruschtschow bis Ho Chi Minh.

Dem Thema „Schlösser für den Staatsgast – Staatsbesuche im geteilten Deutschland“ ist vom 1. April bis 3. Juli 2016 einer Ausstellung auf Schloss Schönhausen.
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Leer stehendes Wenzelschloss Lauf soll an Kaiser Karl IV. erinnern


Wohnturm des Wenzelschlosses in Lauf an der Pegnitz / Foto: Wikipedia / MacElch / CC-BY-SA 3.0
Wohnturm des Wenzelschlosses in Lauf an der Pegnitz / Foto: Wikipedia / MacElch / CC-BY-SA 3.0

Seit zwei Jahren steht das Wenzelschloss auf einer Pegnitzinsel im fränkischen Städtchen Lauf leer.

Das ist jetzt auch bis ins Bayerische „Heimatministerium“ gedrungen. Der Freistaat steckt nun eine Million Euro in eine temporäre Nutzung: Das Schloss soll mehrere Monate lang Teil der bayerisch-tschechichen Landesausstellung 2017 zu Kaiser Karl IV. (1316-1378) werden.

Mit dem Geld sollen vor allem die Räume im ersten Stock wie der historische Wappensaal für das Begleitprogramm der Ausstellung genutzt werden können.

An die Erfolge der aktuellen Landesausstellung wird die große Schau zu Karl IV. kaum anknüpfen können. Zurzeit wird nämlich ausführlich das populäre Thema „BIER in Bayern“ behandelt.
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