Schlagwort-Archiv: Ausgrabung

Reichlich Funde bei Ausgrabung auf Burg Falkenstein (Flintsbach)

Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0
Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0

Bei Ausgrabungen auf der Burg Falkenstein bei Flintsbach am Inn nahe Rosenheim öffnete sich ein Fenster in das Leben auf einer Burg im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Die Archäologen fanden Reste von Keramikgefäßen und Ofenkacheln aus dem 12. bis zum 18. Jahrhundert.

Die Grabungen ergaben zudem, dass das Bodenniveau im Innenhof der Burg früher deutlich niedriger war als heute. Fazit der Forscher: Die mächtigen Schuttauffüllungen drücken offenbar auf die Ringmauer, sie sollten daher abgetragen werden.

Die Archäologen gruben an drei Stellen. Nirgendwo erreichten sie den Fels, auf dem die Grundmauern der Burg aus der Zeit des Burgbaus um das Jahr 1300. Das tiefste erreichte Niveau wird der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zugerechnet.
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Königsberger Schloss: Okkulter Schatz des Preußenkönigs gefunden?

Das Königsberger Schloss um 1900 / Foto und Bild oben: gemeinfrei
Das Königsberger Schloss um 1900 / Foto und Bild oben: gemeinfrei

In einer riesigen Staubwolke verschwanden 1968 die Reste des schwer vom Krieg gezeichneten Königsberger Schlosses (heute Kaliningrad). Der damalige Kreml-Chef Breschnew soll die Sprengung der einstigen Feste des Deutschen Ordens selbst angeordnet haben.

Versuche, den Platz anschließend mit einem protzigen Verwaltungsbau zu pflastern, brachten wegen des weichen Bodens nur die nächste Ruine hervor.

Beseitigt wurden aber nur die oberirdischen Zeugnisse der Ordensritter, Preußen-Herzöge und Könige. Trümmer und Erdreich verschütteten die Schlosskeller – die aber immer noch da sind.

2002 begannen russische Archäologen mit der Freilegung – finanziell unterstützt vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. 2005 machten sie einen rätselhaften Fund…
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Burgruine Balga in Ostpreußen: Sanierung startet

Die Ruine von Burg Balga in Ostpreußen im Jahr 2006 / Foto: gemeinfrei
Die Ruine von Burg Balga in Ostpreußen mit Fassadenresten des Wartturms im Jahr 2006 / Foto: gemeinfrei

Von der einstigen Pracht der Burgen und Schlösser Ostpreußens blieb in den letzten Kriegsmonaten nicht mehr viel übrig.

Und nach dem Krieg war das Interesse an teuren Sanierungen (abgesehen vom Prestigeprojekt deutscher Ruinen Marienburg) eher gering.

70 Jahre nach Kriegsende gibt es zumindest Hoffnung, dass sich die Einstellung gegenüber den Resten der Deutschordens- und königlich preußischen Geschichte ändert.

In der Burgruine Balga beim ehemaligen Heiligenbeil in Ostpreußen sind gerade Freiwillige dabei, die Fundamente freizulegen.

Als nächstes sollen die immer noch erstaunlich hoch stehenden Ziegelmauern saniert werden. Finanziert wird das durch den Fond „Wiedergeburt des Schlosses Balga“.
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Burg Kirkel: Brunnen wird ausgegraben


Die Ruine von Burg Kirkel / Foto: Wikipedia / Christian Bohr / CC-BY-SA 3.0
Die Ruine von Burg Kirkel / Foto: Wikipedia / Christian Bohr / CC-BY-SA 3.0

Der Turm von Burg Kirkel / Foto: Wikipedia / Lokilech / CC-BY-SA 3.0
Der Turm von Burg Kirkel / Foto: Wikipedia / Lokilech / CC-BY-SA 3.0

Prägnantes Zeichen der Burgruine Kirkel im Saarland ist ein hoch aufragender, runder Turm. Der ist allerdings kein glücklich erhaltenes Relikt aus dem Mittelalter, sondern ein Wiederaufbau von 1955.

Wie die Burg der Grafen von Saarwerden im 12. Jahrhundert und das Schloss der Herzöge von Pfalz-Neuburg im 16. Jahrhundert ausgesehen hat, sollen archäologische Untersuchungen klären (die schon seit 1993 laufen).

2015 ist erstmal der gerade erst wiedergefundene Burgbrunnen dran. Im Frühjahr beginnen hier die Ausgrabungsarbeiten durch Archäologin Christel Bernard.

Finanziert wird das Ganze vom Förderkreis Kirkeler Burg. Zurzeit ist aber überhaupt noch nicht klar, wie tief der Brunnen ursprünglich ausgeschachtet war, und was vom Brunnenschacht erhalten ist.
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Keltische Mauern auf Schwäbischer Alb entdeckt


Die Mauern stammen aus der Zeit der Kelten / Foto: Landesamt für Denkmalschutz
Die Mauern stammen aus der Zeit der Kelten / Foto: Landesamt für Denkmalpflege

Die langhaarigen Kelten fühlten sich pudelwohl in Schwaben: Nur zehn Kilometer von der einstigen Keltenfestung Heuneburg haben Archäologen des Regierungspräsidiums Stuttgart eine sensationell gut erhaltene keltische Befestigung entdeckt.

Zum Fund gehört eine Opferstelle mit ein paar Skeletten von Opfern des Kelten-Kults. Der Ort liegt bei Langenenslingen im Kreis Biberach auf der schwäbischen Alb.
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