Schlagwort-Archiv: Archäologie

Burg Querfurt-Grabung: Zehn Skelette und Reste vom Luxusofen

Ein kleiner Teil der Burg Querfurt-Grabung nah beim "Dicken Heinrich" / Foto: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Foto oben: Burgerbe.de
Burg Querfurt Grabung: Das Areal am „Dicken Heichrich“ / Foto: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Foto oben: Burgerbe.de

Auf Burg Querfurt in Sachsen-Anhalt läuft seit Juni 2018 eine archäologische Grabung auf einer 5000 Quadratmeter großen Fläche. Jetzt gab es dazu einen Pressetermin.

Die Zahl der Funde geht in die Hunderte. Kein Wunder, schließlich ist das Gelände der Burg, einer der größten Deutschlands, seit mehr als tausend Jahren bewohnt.

Freigelegt wurde unter anderem ein Gräberfeld, wohl aus dem 17. Jahrhundert, Scherben und Kugeln aus Kanonen und Büchsen etwa aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Neu entdeckte Fundamente deuten auf einen bislang unbekannten früheren Eingang zur Burg hin.

Möglich wurde die vergleichsweise groß angelegte Grabung des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, da ohnehin Wege auf dem weitläufigen Burggelände erneuert werden müssen.
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Hier stand eine Burg: ASP-Grabung nach Resten der Burg Mömbris startet 2019

Eine Drohne soll Luftbilder des Areals der einstigen Burg Mömbris machen / Foto: Gemeinfrei
Eine Drohne soll Luftbilder des Areals der einstigen Burg Mömbris machen / Foto: Gemeinfrei / Foto vom Burgstall: Wikipedia / Commander-pirx / CC-BY-SA 4.0

Von der einst stolzen Burg Mömbris sind nur noch einige Steine und ein Graben übrig – zumindest an der Erdoberfläche. Eine auf drei Monate angelegte Grabung des Archäologischen Spessartprojekts (ASP) der Uni Würzburg soll der abgegangenen Burg im Jahr 2019 auf den Grund gehen.

Zuvor sollen Drohnenbilder den Forschern einen dreidimensionalen Überblick verschaffen, wo sich das Graben lohnen könnte. Gesucht wird u.a. der Burgbrunnen. Sein Inhalt könnte interessante Erkenntnisse bieten. Darüber schreibt das „Main Echo“.

Der Verein Kulturlandschaft Kahlgrund unterstützt das Projekt durch Arbeitsstunden. So wollen Mitglieder den einstigen Burghügel vor dem für August geplanten Drohnenflug von Gestrüpp befreien – es ist bereits die zweite Ausgrabung, die der Verein so begeleitet.
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Skelette unter Ställen von Burg Heinfels gefunden


Ausgrabung von Gräbern im Bereich der Burg Heinfels / Foto: Screenshot YouTube
Ausgrabung von Gräbern im Bereich der Burg Heinfels / Foto: Screenshot YouTube / Foto oben: Peter Leiter / CC-BY-SA 3.0

Die Burg Heinfels in Osttirol ist zum Teil auf einem frühmittelalterlichen Friedhof angelegt worden. Bei einer Grabung im Bereich der ehemaligen Stallungen der Burg stießen Archäologen jetzt auf das Gräberfeld. Zwölf Gräber wurden freigelegt.

Das ORF spricht von einem Sensationsfund. Die Toten, darunter ein Kind, sind ohne Beigaben und in Demutshaltung bestattet. Das deutet auf Begräbnisse in frühmittelalterlicher Zeit hin. Zum Teil fehlen Schädel oder sind durch frühere Bauarbeiten eingedrückt.

Eine Befestigung gehörte dort seit dem 7. Jahrhundert den bayerischen Herzögen. Der Friedhof könnte entsprechend älter sein. Die Burg wurde erstmals 1239 erwähnt.
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Wikingerschatz von Sylt kommt nach Schloss Gottorf

Das Nydamboot auf Schloss Gottorf / Foto:  Wikipedia/Erik Christensen
Das Nydamboot auf Schloss Gottorf / Foto: Wikipedia/Erik Christensen / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Morsumer Kliff. In seiner Nähe wurde der Wikingerschatz gefunden / Foto: Ichwarsnur / CC-BY-SA 4.0

Überraschender Fund aus der Wikingerzeit: Im vielfach umgepflügten Boden eines Acker auf der Insel Sylt sind Archäologen auf den größten Silberschatz gestoßen, der bislang in Schleswig-Holstein entdeckt worden ist. Am Montag wurde der Fund des insgesamt rund ein Kilogramm schweren Horts aus 180 Teilen öffentlich bekannt gegeben. Er wird auf die Zeit um 950 n.Chr. datiert.

Entdeckt wurde der Schatz bereits auf einem Acker in Sylt-Morsum, das sonst vor allem durch sein Kliff bekannt ist. Der Schatz besteht aus gut erhaltenen Armringen, Fingerringen, einem Halsring, aber auch Münzen, Metallbarren und Schmelzresten.
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Reichlich Funde bei Ausgrabung auf Burg Falkenstein (Flintsbach)

Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0
Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0

Bei Ausgrabungen auf der Burg Falkenstein bei Flintsbach am Inn nahe Rosenheim öffnete sich ein Fenster in das Leben auf einer Burg im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Die Archäologen fanden Reste von Keramikgefäßen und Ofenkacheln aus dem 12. bis zum 18. Jahrhundert.

Die Grabungen ergaben zudem, dass das Bodenniveau im Innenhof der Burg früher deutlich niedriger war als heute. Fazit der Forscher: Die mächtigen Schuttauffüllungen drücken offenbar auf die Ringmauer, sie sollten daher abgetragen werden.

Die Archäologen gruben an drei Stellen. Nirgendwo erreichten sie den Fels, auf dem die Grundmauern der Burg aus der Zeit des Burgbaus um das Jahr 1300. Das tiefste erreichte Niveau wird der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zugerechnet.
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