Schlagwort-Archiv: Alpenfestung

Drehort für „Avengers Age of Ultron“: Forte di Bard im Aostatal

Das Fort di Bard im Aostatal: Drehort für die Avengers / Foto: Wikipedia / Luigi Ippolito / CC-BY-SA 3.0
Das Fort di Bard im Aostatal: Drehort für die Avengers / Foto: Wikipedia / Luigi Ippolito / CC-BY-SA 3.0

Wie es sich für einen Erzschurken-Superhelden gehört, hat Baron Wolfgang von Strucker – der Lieblingsfeind der Avengers – sein Hauptquartier auf einer riesigen, ordentlich finsteren Burg im Lande Sokovia.

Da treibt der einstige Nazi-Offizier (dargestellt von Thomas Kretschmann) üble Experimente mit dem Zepter des altgermanischen Gottes Loki. Und die von künstlicher Intelligenz getriebene Figur Ultron (James Spader) will von hier aus die Vernichtung der Menschheit starten, um so endlich den Weltfrieden zu sichern…

Diese Burg, in der im neuen Marvel-Abenteuer „Avengers: Age of Ultron“ Schlüsselszenen spielen, gibt es wirklich. In der Realität heißt die Filmkulisse Forte di Bard und liegt im norditalienischen Aostatal.
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La Claustra: Festungshotel im Gotthard-Bunker


Das La-Claustra-Restaurant im Bunkerkomplex San Carlo / Bild: Screenshot Youtube
Das La-Claustra-Restaurant im Bunkerkomplex San Carlo / Bild: Screenshot Youtube

Die Schweizer sind erfinderisch. Was macht man zum Beispiel mit einer eingebunkerten Artilleriestellung auf 2050 Meter Höhe im Gotthard-Massiv, wenn weder Deutschland noch Italien (und nicht einmal russische „Freiwillige“) Interesse zeigen, den strategisch wichtigen Alpenpass zu okkupieren?

Nun, man spart sich die Fränkli zum Unterhalt der 200-Mann-Besatzung (1999 passiert) und macht aus der Festung San Carlo das schicke Seminarhotel La Claustra („das Kloster“). Die Idee hatte der Künstler Jean Odermatt.
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Sherlock Holmes 2: Dreharbeiten auf Burg Hohenwerfen

Burg Hohenwerfen über der Salzach / Fotos: Burgerbe.de
Burg Hohenwerfen über der Salzach / Fotos: Burgerbe.de

Wenn sich Sherlock Holmes und Professor Moriarty auf der Leinwand duellieren, dann bitte nur in malerischer Kulisse.

Für „Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten“ ließ Madonnas Ex-Mann, Regisseur Guy Ritchie, dazu eigens ein Team nach Österreich einfliegen. Ziel: Die Alpenburg Hohenwerfen südlich von Salzburg.

Handlung: Moriarty will durch einen Anschlag auf einen Friedensgipfel in der Schweiz einen Weltkrieg anzetteln, damit er mit den dicken Kanonen seiner Waffenfabrik richtig Kohle machen kann. Das muss natürlich durch scharfsinnige Schlüsse und viel Pyrotechnik verhindert werden…
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Schweizer Festung Ebersberg sollte die Wehrmacht stoppen


Ein Festungswerk in Ebersberg / Foto: Wikipedia/Paebi Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Der Bunker „Rüdlingen Brücke“ der Festung Ebersberg im Flecktarn-Look / Foto: Wikipedia/Paebi / Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Die Schweiz war das letzte Fleckchen Zentraleuropas, das die Nazis 1940/41 noch nicht erobert oder zum Bündnis bewegt hatten. Von allen Seiten sahen sich die Eidgenossen von den Achsenmächten und ihren Vasallen umgeben.

Unter dem Druck einer jederzeit möglichen deutschen Invasion schmiedeten Schweizer Militärs eine Verteidigungsstrategie, den sogenannten Réduit-Plan.

Um die Wehrmacht aufzuhalten, brauchten sie ein effektives Bunkersystem, das bereits seit den späten 1930er Jahren aus dem Boden gestampft wurde. Die letzte davon erhaltene Bunkeranlage im Kanton Zürich ist die Festung Ebersberg.

Dass es sie heute noch gibt, ist der Initiative von Felix Nöthiger zu verdanken. Darüber berichten das Schweizer Radio und Fernsehen.
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Sapotnitza in Kärnten: Österreichs letzte Grenzfestung


Die enge und kurvige Loiblpasstraße wurde durch Bunker und Maschinengewehrnester fesichert
Die enge, kurvige Loiblpasstraße wurde durch Bunker und MG-Nester gesichert / Foto: Wikipedia/Johann Jartiz/CC BY-SA 3.0

Die Alpen haben im Ersten Weltkrieg blutige Schlachten zwischen der sterbenden Kuk-Monarchie und dem Königreich Italien gesehen.

Die nach der Auflösung des Wiener Kaiserreichs entstandene Republik Österreich lernte aus dieser Geschichte und sprengte Bunkeranlagen ins Gestein, um wichtige Durchgangsstraßen in Grenznähe zu sichern.

Eine dieser Festungen wurde sogar noch in den 1990er Jahren ein letztes Mal militärisch genutzt: Sapotnitza in Kärnten. Davon berichtet das ORF.

Die Bunker entstanden in den 30er Jahren. Als es zu Spannungen mit Nazi-Deutschland kam, ließ die österreichische Regierung die Befestigungen des Bundesheers an der Grenze zu Deutschland beschleunigt ausbauen.
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