Schlagwort-Archiv: Adelstitel

Schelmenburg: Das Schloss der Schelme von Bergen

„So ward der Henker ein Edelmann.
Und Ahnherr der Schelme von Bergen.
Ein stolzes Geschlecht! Es blühte am Rhein.
Jetzt schläft es in steinernen Särgen.“

Den Schelmen von Bergen widmete Heinrich Heine 1846 ein denkwürdiges Gedicht. Das Adelsgeschlecht mit dem spaßigen Namen gab es tatsächlich. Sein Stammsitz, die Schelmenburg, lag im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und ist erhalten. (Foto: Wikipedia /Lumpeseggl / CC-BY 4.0)
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Lord of Glencoe: Schottischer Adelstitel für 37,99 Euro?

Echter schottischer Adel, allerdings erheiratet: Prinz Philip, Duke of Edinburgh. Foto: Wikipedia / Allan Warren / CC-BY-SA 3.0
Echter schottischer Adel, allerdings erheiratet: Prinz Philip, Duke of Edinburgh. Foto: Wikipedia / Allan Warren / CC-BY-SA 3.0 /Fotzo oben: Tioram Castle in der Nähe von Glencoe / Foto: Wikipedia / Dave Wilkie / CC-BY-SA 3.0

Man muss kein Castle in Schottland kaufen oder einen tattrigen Burgherrn, bzw. die entsprechende pferdegesichtige Erbin ehelichen, um einen klangvollen Adelstitel nebst modischem Tartan sein eigen nennen zu können.

Es braucht auch keine windigen Titelhändler mehr die ihre Dienste gegen Bündeln von Dollarnoten andienen. Nein. alles was man braucht, sind ein paar Mausklicks und eine Kreditkarte mit ca. 38 Euro Guthaben.

Und schon hat man ein paar Tage später eine schmucke Urkunde und den „Ausweis“ eines Laird oder Lord of Glencoe, respektive einer Lady of Glencoe im Briefkasten.
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Adelige feiern 250 Jahre „Der Gotha“ auf Schloss Friedenstein


Der "Gotha" von 1893  / Foto: Wikipedia/Public Domain
Der „Gotha“ von 1893 / Foto: Wikipedia/Public Domain

Standesgemäße Heiraten im alten Adel sind gar nicht so einfach: Da muss genauestens herausgefunden werden, wie viele Generationen waschechten blauen Bluts der potentielle Partner so mit sich herumträgt. Je älter und näher an den einst regierenden Häusern, je lieber.

Wessen Vorfahren schon im Bauernkrieg die örtliche Landbevölkerung niedergemetzelt haben, der hat natürlich wesentlich bessere Karten als der Spross einer „frisch geadelten“ Familie (also alles ab 1850). Am besten kommen Nachfahren der Gotteskrieger an, die in den diversen Kreuzzügen darauf aus waren, die Schädel Un- und geringfügig Andersgläubiger zu spalten.
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