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Schloss Doorwerth: Prächtig wieder aufgebaut

Schloss Doorwerth
Schloss Doorwerth auf seiner künstlichen Insel / Fotos: Burgerbe.de

Das Hochmittelalter war auch in den Niederlanden eine ziemlich raue Zeit: Wenn man sich gerade nicht mit Sturmfluten mit prägnanten Namen wie „Grote Mandränke“ herumschlug, führten die Adeligen untereinander Krieg oder räuberten die Bevölkerung aus.

In den Rheinauen der Provinz Gelderland steht eine Burg, die an diese ungemütlichen Jahrhunderte erinnert: Kasteel Doorwerth – eine der ältesten Burgen der Niederlande.

Die ersten Nachrichten von einem Wohnturm mit Wassergraben an dieser Stelle stammen aus dem Jahr 1260. Da wurde die Befestigung der Herren van Doren Weerd nach allerlei Beschwerden über Raubrittertum belagert, eingenommen und in Brand gesteckt.
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Schloss Friedenthal: Otto Skorzenys SS-Agentenschule

Ein Nazi für besondere Aufgaben: Otto Skorzeny vor Schloss Friedenthal / Foto: Bundesarchiv, Bild 101III-Alber-183-25 / Alber, Kurt / CC-BY-SA 3.0
Ein Nazi für besondere Aufgaben: Otto Skorzeny vor Schloss Friedenthal / Foto: Bundesarchiv, Bild 101III-Alber-183-25 / Alber, Kurt / CC-BY-SA 3.0

Hitler war fasziniert vom britischen Geheimdienst. So etwas wollte er auch. Die Abwehr unter Admiral Canaris erfüllte ihm den Wunsch mit ihrem Sonderverband „Brandenburg“.

Die neidische SS-Führung hielt die Abwehr für chronisch unzuverlässig. Himmler, Kaltenbrunner und Co. wollten unbedingt gegenhalten und auch Berichte über tollkühne Kommandounternehmen ihrer Rassekrieger in der NS-Wochenschau sehen.

Daher gründete der Sicherheitsdienst (SD) der SS im April 1943 den „Sonderverband z.b.V. Friedenthal“ – mit Sitz auf Schloss Friedenthal bei Oranienburg.

Und ein SS-Mann für derartige „Sonderaufgaben“ stand schon mit einem Konzept in den Startlöchern: Der österreichische Haudegen und glühende Nazi Otto Skorzeny.
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1944 zerstörtes Kasteel de Keverberg feiert Wiedereröffnung


Ruine von Kasteel Keverberg vor dem Wiederaufbau / Foto: Pivos / CC-BY-SA 3.0
Ruine von Kasteel Keverberg vor dem Wiederaufbau / Foto: Pivos / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Burgerbe.de

Die deutsche Wehrmacht hatte das Kasteel de Keverberg gelegen an der Maas im niederländischen Ort Kessel gerne als Unterkunft genutzt. Als die Truppen im November 1944 vor den Alliierten abzogen, steckten die Soldaten die Burg in Brand. Nicht ganz 71 Jahre später ist nun der Wiederaufbau vollendet.

Am Samstag, 26. September 2015, fand die Eröffnung der Burg in Nord-Limburg statt. Entstanden ist eine Rekonstruktion: ein Mix aus Alt und Neu. Mehr als 60 Freiwillige haben rund 25.000 Stunden zusammen gearbeitet, um den Wiederaufbau zu ermöglichen und so 600.000 Euro eingespart.
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Stauffenberg-Schloss: Hier reifte der Plan zum Hitler-Attentat


1943 reifte bei Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf dem Schloss in Lautlingen der Gedanke, Hitler zu töten / Foto: gemeinfrei
1943 reifte bei Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf dem Stauffenberg-Schloss in Lautlingen der Gedanke, Hitler auszuschalten / Foto: gemeinfrei

Spätsommer 1943: Nach einer schweren Verwundung bei einem Tieffliegerangriff im April in Tunesien ist der 36-jährige Generalstabsoffizier Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf Genesungsurlaub in der Heimat.

Für ihn heißt das, Ausspannen im Stauffenbgerschen Schloss im beschaulichen Albstadt-Lautlingen.

Hierhin zog die Familie im Sommer aus dem schwülen Stuttgart. Stauffenberg verbrachte mit seinen Brüdern unbeschwerte Stunden auf der Schwäbischen Alb.
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U-Boot-Bunker Elbe II: Hamburgs verschüttete U-Boot-Wracks


Boote wie dieses vom Typ VII C (heute in Laboe) wurden in Hamburg produziert und im Elbe II-Bunker ausgerüstet / Foto: Wikipedia / Wassen /
Boote wie dieses vom Typ VII C (heute in Laboe) wurden in Hamburg produziert und im Elbe II-Bunker ausgerüstet / Foto: Wikipedia / Wassen / CC-BY-3.0

Archäologen in einigen hundert Jahren wären für diesen Tipp sicher dankbar: Unter der Sandaufschüttung für ein Terminal im Hamburger Hafen liegen die Wracks deutscher U-Boote aus dem Zweiten Weltkrieg.

Hintergrund: Die Hamburger Howaldswerke hatten sich im Krieg auf den Bau von U-Booten der Typen VII C und VII C/41 spezialisiert. Gerade fertiggestellte U-Boote wären allerdings ein gefundenes Fressen für die alliierte Luftwaffe gewesen. In der Werft konnte sie aber nicht ewig bleiben, weil ja ständig Nachschub an Booten produziert wurde.

Also musste ein langgezogener Bunker her, in dem die von der Werft kommenden Tauchboote ausgerüstet werden konnten, ohne von Bomben gefährdet zu werden.

Im einstigen Hamburger Vulkanhafen, auf dem Gebiet der Howaldswerke Hamburg, lief daher von Anfang 1940 bis Dezember 1941 der aufwendige Bau des U-Boot-Bunkers Elbe II.
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