Kategorie-Archiv: Sachsen

Geschichten zu Burgen und Schlössern im Freistaat Sachsen.

Schloss Kuckuckstein hat neue Besitzer

Mehrfach kommt der Bergfried von Schloss Kuckuckstein als Kulisse mit ins Bild. Foto: Wikipedia / Norbert Kaiser / CC-BY-SA 3.0
Der Bergfried von Schloss Kuckuckstein / Foto: Wikipedia / Norbert Kaiser / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Liesel / CC-BY-SA 3.0

Die neuen Besitzer von Schloss Kuckuckstein im sächsischen Liebstadt heißen Susanne und Jens Höhnel von der Natur-Romantik GmbH. Wie viel sie für das zuvor kurzeitig wieder städtische Schloss bezahlt haben, ist nicht öffentlich bekannt.

Bis zum Mai 2018 hatte das Schloss zwölf Jahre lang dem österreichischen Unternehmensberater Ralph Neunteufel gehört. Es ist öffentlich nicht zugänglich.

Neunteufel hatte sich nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit der Stadtverwaltung im Frühjahr darauf geeinigt, das Schloss an die Kommune zurückzugeben und ist ausgezogen. Das meldet die Sächsische Zeitung.
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Schloss Klippenstein zeigt Strohhut-Ausstellung

 John Stol, niederländischer Radrennfahrer (r.) 1909 mit der typischen „Kreissäge“. Foto: gemeinfrei
John Stol, niederländischer Radrennfahrer (r.) 1909 mit der typischen „Kreissäge“. Foto: gemeinfrei

Auf Schloss Klippenstein steht bis bis zum 3. Oktober 2018 der Stohhut im Mittelpunkt. Der Strohhut? Ja, es geht um das Top-Modeaccessoire der Hipster der Kaiserzeit. Wer etwas auf sich hielt, trug stets das neueste Model, gern umwickelt mit einem schicken farbigen Stoffband.

Zur Freude der mitteldeutschen Strohhut-Fabrikanten hielt das nachhaltige Produkt nie lange – Mode, Wind und natürlicher Verschleiß sorgten stets für neue Nachfrage. Im Kino machten Stars wie Buster Keaton die leichte Kopfbedeckung legendär.

Die Produktion von hundertausenden neuer Hüte durch Billiglohnkräfte und Kinderarbeit war denn auch ein gutes Geschäft. Diverse Villen in Dresdens Nobelviertel Weißer Hirsch kündeten vom Reichtum der Fabrikbesitzer.
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Gedenktag: Als Burg Hohnstein zum KZ wurde

Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz / Foto: Wikipedia / Dr. Bernd Gross / CC-BY-SA 3.0
Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz / Foto: Wikipedia / Dr. Bernd Gross / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: AKuBiZ e.V.

Am 8. März 1933, wenige Tage nach dem Reichstagsbrand, besetzte ein SA-Trupp Deutschlands damals größte Jugendherberge: die Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. Jugendburg-Leiter Konrad Hahnewald wurde verhaftet.

Die Nazis machten die Burganlage mit ihren ursprünglich 1000 Übernachtungsplätzen zu einem provisorischen KZ und pferchten 5600 Häftlinge, die sie in Pirna, Sebnitz, Bad Schandau oder Heidenau verschleppt hatten.

Zu einer Veranstaltung in Erinnerung an die Verbrechen vor 85 Jahren hat am Samstag der Pirnaer Verein Alternatives Kultur- und Bildungszentrum AKuBiZ eingeladen.
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Burg Altrathen: Bremer Käufer will sie privat nutzen

Turm der Burg Altrathen / Foto: Wikipedia / Diether / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Kolossos / CC-BY-SA 3.0
Turm der Burg Altrathen / Foto: Wikipedia / Diether / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Kolossos / CC-BY-SA 3.0

Ein Bremer wird Burgherr in der Sächsischen Schweiz. Umd prompt gibt es Ärger. Burg Altrathen stand Anfang 2018 für 740.000 Euro zum Verkauf. Das Rennen machte also ein Geschäftsmann aus Norddeutschland.

Er will die Burg privat nutzen. Sie soll ab Ende Oktober 2018, nach Schließung der Pension, daher nicht mehr öffentlich zugänglich sein.

Das meldet der MDR mit einem Artikel der „Bild“-Zeitung als Quelle, Titel „Nach über 70 Jahren! Neuer Hausherr macht Elb-Burg dicht“. Der Artikel selber steckt hinter der Bezahlschranke des Boulevardblatts.

Mal sehen, was davon stimmt. Den Elbblick von der Burgterrasse privat zu genießen, ist sein gutes Recht, solange er sich um den Erhalt kümmert.

Der vergleichsweise hohe öffentlich genannte Preis lag daran, dass zur neugotisch wiederaufgebauten Burg noch ein Restaurant mit Gästehaus (38 Zimmer) gehört. Das berichtet die Sächsische Zeitung. Wie viel tatsächlich gezahlt worden ist, ist nicht bekannt.

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„Der Zauberlehrling“: Drehorte Görlitz und Neues Schloss Muskau

Neues Schloss Muskau: Im Film Sitz der Königin / Foto: Wikipedia / Hedwig Storch / CC-BY-SA 3.0
Neues Schloss Muskau: Im Film Sitz der Königin / Foto: Wikipedia / Hedwig Storch / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: ZDF / Steffen Junghans

Wenn schon kein Hogwarts-Modell unterm Baum liegt, kann man sich wenigstens ein bisschen Magie-TV ins Wohnzimmer holen: Das ZDF zeigte an Heiligabend 2017 um 16.30 Uhr „Der Zauberlehrling“, ziemlich frei nach J. W. v. Goethe. Eine deutsch-tschechische Märchenverfilmung mit Max Schimmelpfennig und Pauline Rénevier.

Drehorte waren im Frühjahr unter anderem die Görlitzer Altstadt und das Neue Schloss Muskau im Welterbe Fürst-Pückler-Park.

Und darum geht’s: Valentin (Max Schimmelpfennig) will eine Stelle als Zauberlehrling bei Meister Ambrosius (Christoph Bach) annehmen. Doch er scheitert unfairerweise im Bewerbertest.
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