Archiv der Kategorie: Sachsen

Geschichten zu Burgen und Schlössern im Freistaat Sachsen.

Grünes Gewölbe: Juwelendiebstahl im Dresdner Residenzschloss

Eines der gestohlenen Schmuckstücke / Foto: Polizei Dresden / Foto oben: Juwelensaal im Grünen Gewölbe 1904 / gemeinfrei

Spektakulärer Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe: Um 5 Uhr am Morgen des 25. November 2019 sind Unbekannte in die schwer gesicherte Schatzkammer des Dresdner Residenzschlosses eingedrungen.

Sie entwendeten juwelenbesetzen Schmuck von unschätzbarem Wert und lösten – wenn schon nicht die Alarmanlage – so doch einen weltweiten Medienrummel aus.

16 Streifenwagen der Polizei kamen zwar schnell zum Tatort, die Besatzungen konnten dann aber nur noch die aufgebrochene Vitrine sicherstellen. Die Täter sind flüchtig. Rund 100 kostbare Stücke fehlen nun.
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Schloss Schnaditz zwangsgeräumt: Verkauf für 1 Euro rückgängig gemacht

Ostseite von Schloss Schnaditz / Foto: Wikipedia / Tnemtsoni / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Radler 59 / CC-BY-SA 3.0
Ostseite von Schloss Schnaditz / Foto: Wikipedia / Tnemtsoni / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Radler 59 / CC-BY-SA 3.0

Aus der Traum von den Dollar-Millionen für Schloss Schnaditz: Mit Unterstützung der Polizei hat die nordsächsische Stadt Bad Düben das Gebäude frühmorgens geräumt und die Schlösser austauschen lassen.

Die hochfliegenden Pläne einer deutsch-amerikanischen Investorengruppe, die das Schloss 2014 für einen Euro gekauft hatte, sind damit beendet.

Das Schloss ist nach der Rückübertragung nun wieder im Besitz der Kommune. Das berichtete die Leipziger Volkszeitung (LVZ).

Zwei Termine für einen freiwilligen Auszug hatten die von den Investoren gegründete Schloss Schnaditz GmbH laut LVZ verstreichen lassen. Zwei Bewohner, Mutter und Sohn, räumten das Schloss am Ende beim Erscheinen der Polizei ohne Widerstand.
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CNN-Artikel: Das sind „Germany’s 10 best castles“


Deutschlands Castel-Top-10 bei CNN.com (Screenshot der mobilen Seite)
Deutschlands Castel-Top-10 bei CNN.com (Screenshot der mobilen Seite). Bild oben: Schloss Colditz / SKOMP46866 / Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Deutschland besteht in den großen US-Medien nicht nur aus Merkel, Hitler, Bier und dem Mauerfall. Es wird auch gern über Schlösser und Burgen berichtet. Für CNN stellt Reisejournalist John Malathronas jetzt „Germany’s 10 best castles“ vor (zwischen Burgen und Schlössern wird nicht unterschieden).

Nach welchen Kriterien er diese Auswahl getroffen hat, bleibt schleierhaft. Ausschlaggebend war wohl der Bekanntheitsgrad im angelsächsischen Sprachraum und die Qualität der Fotos.

Goldig ist der Einstieg: In Deutschland könne man kaum einen Pfeil abschießen, ohne eine Burg zu treffen. Probieren Sie das mal aus (falls Sie es nicht heute ohnehin schon getan haben).
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Schloss Kuckuckstein hat neue Besitzer

Mehrfach kommt der Bergfried von Schloss Kuckuckstein als Kulisse mit ins Bild. Foto: Wikipedia / Norbert Kaiser / CC-BY-SA 3.0
Der Bergfried von Schloss Kuckuckstein / Foto: Wikipedia / Norbert Kaiser / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Liesel / CC-BY-SA 3.0

Die neuen Besitzer von Schloss Kuckuckstein im sächsischen Liebstadt heißen Susanne und Jens Höhnel von der Natur-Romantik GmbH. Wie viel sie für das zuvor kurzeitig wieder städtische Schloss bezahlt haben, ist nicht öffentlich bekannt.

Bis zum Mai 2018 hatte das Schloss zwölf Jahre lang dem österreichischen Unternehmensberater Ralph Neunteufel gehört. Es ist öffentlich nicht zugänglich.

Neunteufel hatte sich nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit der Stadtverwaltung im Frühjahr darauf geeinigt, das Schloss an die Kommune zurückzugeben und ist ausgezogen. Das meldet die Sächsische Zeitung.
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Schloss Klippenstein zeigt Strohhut-Ausstellung

 John Stol, niederländischer Radrennfahrer (r.) 1909 mit der typischen „Kreissäge“. Foto: gemeinfrei
John Stol, niederländischer Radrennfahrer (r.) 1909 mit der typischen „Kreissäge“. Foto: gemeinfrei

Auf Schloss Klippenstein steht bis bis zum 3. Oktober 2018 der Stohhut im Mittelpunkt. Der Strohhut? Ja, es geht um das Top-Modeaccessoire der Hipster der Kaiserzeit. Wer etwas auf sich hielt, trug stets das neueste Model, gern umwickelt mit einem schicken farbigen Stoffband.

Zur Freude der mitteldeutschen Strohhut-Fabrikanten hielt das nachhaltige Produkt nie lange – Mode, Wind und natürlicher Verschleiß sorgten stets für neue Nachfrage. Im Kino machten Stars wie Buster Keaton die leichte Kopfbedeckung legendär.

Die Produktion von hundertausenden neuer Hüte durch Billiglohnkräfte und Kinderarbeit war denn auch ein gutes Geschäft. Diverse Villen in Dresdens Nobelviertel Weißer Hirsch kündeten vom Reichtum der Fabrikbesitzer.
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