27 Millionen für Burg Vogelsang: NRW im Baurausch?


Alle Fotos der Burg Vogelsang stammen von Wikipedia/Hans Weingartz (veröffentlicht unter Creative Commons Lizenz
Alle Fotos der Burg Vogelsang stammen von Wikipedia/Hans Weingartz (veröffentlicht unter Creative Commons Lizenz)
Das Land NRW hat für die ehemalige NS-„Ordensburg“ Vogelsang in der Eifel hochfliegende Pläne, die schon einen leicht gigantomanischen Beigeschmack haben.

Für 27 Millionen Euro sollen am denkmalgeschützen NS-Bau die „modernste Jugendherberge Europas“, ein Waldjugendheim des Umweltministeriums sowie ein Ausstellungs- und Lernzentrum mit einer internationalen Akademie eingerichtet werden.

Hinzu kommt eine große Gaststätte und ein Besucherzentrum nebst Schwimmbad. Das meldet u.a. der Kölner Stadt-Anzeiger.
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Mein Sparrenburg-Foto wird Patchwork-Kunst

patch1.jpgEs gibt ganz schön einfallsreiche Wege, um Geld für Burgen zu sammeln. Der Künstler Peter v. Krusenstern beschreitet einen davon.

Aus einem Foto der Bielefelder Sparrenburg, das der Künstler in meinem Blog entdeckt hat, soll in einer Gemeinschaftsaktion eine 2 x 1,50 Meter große Collage werden. Motto des Ganzen: PatchArt.

Dabei malt jeder teilnehmende Künstler einen kleinen, rechteckigen Teil des Bildes – das bunte, patchworkartige Gesamtwerk wird dann für den Guten Zweck verkauft. Das Geld fließt zu jeweils 50 Prozent in den Erhalt der Sparrenburg und ans Berliner Jugend-Projekt Arche.

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Die Altenburg: E.T.A. Hoffmanns Domizil über Bamberg


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Der eigenwillige Turm der Altenburg über Bamberg

Woher hat Ernst Theodor Amadeus („E.T.A.“) Hoffmann nur die Ideen für seine populären Gruselgeschichten genommen? Vielleicht hat das ja auch etwas mit einer ungewöhnlichen Wohnung zu tun. Von 1808 bis 1813 wohnte der Schriftsteller häufig auf der Altenburg über Bamberg.

In einer kleinen Klause in einem Turm der Burgmauer fühlte der Literat sich so heimisch, dass er die Wände mit Zeichnungen und Karikaturen Bamberger Bürger bemalte.

Hier soll er zumindest zu seiner Oper Aurora und Undine inspiriert worden sein, der ersten Oper der deutschen Romantik. Lustigerweise war dies fast exakt das Jahr, in der Mary Shelley durch eine andere Burg auf die Idee zu ihrem Roman „Frankenstein“ kam (erschienen 1818).

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Festung Marienberg: In Würzburg scheiterten Bauern und Preußen

Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien"berg"
Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien“berg“

Die Festung Marienberg thront über Würzburg und erinnert an die weltliche Macht der Fürstbischöfe. Diese Macht hätten die Untertanen gerne beschnitten. Doch der aussichtsreichste Versuch städtischer Bürger, die Fürstbischöfe in die Schranken zu weisen, endete 1525 im kompletten Desaster.

Der Würzburger Stadtrat unter Bürgermeister Tilmann Riemenschneider hatte sich mit einem Heer aufständischer fränkischer Bauern verbündet. Bischof Konrad II. von Thüngen floh nach Heidelberg. Die Burgbesatzung hielt weiter zu ihm und verschanzte sich.

Doch selbst für den etwa 15.000 Mann starken Bauernhaufen erwies sich die mit knapp 400 Mann besetzte Festung „Unserfrauenberg“ als uneinnehmbar. Mehrere Versuche scheiterten. Die Burg wurde im Mai 1525 mehrfach von der Stadt aus beschossen.

Die Belagerten unter dem Ritter Sebastian von Rotenhan erwiderten das Feuer und errichteten vor den Mauern eine zusätzliche Palisadenbefestigung.
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Österreicher wollen eine Mittelalter-Burg bauen, wissen aber nicht, wer zahlen soll


Burgbaustelle Guédelon: Auch ein Vorbild für Bautzen / Foto: Burgerbe.de
Burgbaustelle Guédelon: Auch ein Vorbild für Friesach

1000 Jahre nach seiner großen Zeit erlebt der Burgenbau eine Renaissance. Nach dem Vorbild des französischen Guédelon soll in Friesach (Kärnten) mit mittelalterlichen Methoden eine neue „original mittelalterliche“ Burg entstehen. Hat der Friesacher Gemeinderat beschlossen.

Kosten: 6,7 Millionen Euro / Geschätzte Bauzeit auf der Dauer-Baustelle: 30 Jahre. Wo das Geld herkommen soll, weiß die Lokalpolitik in Kärntens ältester Stadt allerdings noch nicht so genau. Man hofft auf Land und EU. Das meldet der Online-Dienst des ORF.

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