MDR wählt „Top 10″ der mitteldeutschen Burgen – mit Volksmusik


mdr_burgen.jpgWährend andere Sender ihren Zuschauern „Supermodels“ und Möchtergern-Sänger zum Fraß vorwerfen zur Abstimmung auf den Bildschirm zoomen, geht der MDR andere Wege. Der biedere Mitteldeutsche Rundfunk lässt die „schönste Burg Mitteldeutschlands“ wählen.

Am Mittwoch, 12. März 2008, stellte Schlagerstar Olaf Berger das Ergebnis nach der Tagesschau vor. Da war ein Großteil der eher älteren Zuschauerschar ja noch wach…
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Qalaat Jabar: Ziegelburg am Assad-Stausee

qual1.jpgEine stark befestigte Burg an der Enge des einzigen Flusses weit und breit war im Mittelalter eine sichere Einnahmequelle. Nicht nur am Rhein, sondern auch am Euphrat.

Das allein erklärt bereits einen guten Teil der Bedeutung der syrischen Burg Qalaat Jabar.

Durch den Bau des Assad-Stausees ist das blaue Wasser der Burg heute deutlich näher gekommen. Aus der einstigen Bergburg am Ufer wurde eine Inselburg, die nur durch einen Damm mit dem Land verbunden ist.

Eine weitere Besonderheit: Die ovale Anlage auf einem Basaltfelsen ist komplett aus gebrannten Ziegelsteinen errichtet. Einmalig für Syrien. Sie ist durch einen zweifachen Mauerring und diverse mächtige Türme gesichert.
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Zurück aus Syrien

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Burgerbe-Autor Jan vor Kreuzfahrerburg Krak des Chevaliers

Voll mit Eindrücken komme ich gerade von einer acht-Tages-Tour durch Syrien zurück. Vier Filme und ein Gigabyte Digital-Fotos und Videos sind das Ergebnis.

In Kürze folgt ein reich bebilderter Berichte zum Krak des Chevaliers (Bild). Beiträge über die mächtige Zitadelle von Aleppo und die Festung Qalaat Jabar über dem vor einigen Jahren angelegten Assad-Stausee sind bereits online.

Die Zitadelle von Damaskus hätte ich auch gerne besucht. Sie ist seit einigen Jahren wegen Renovierungsarbeiten leider geschlossen. Braucht halt alles seine Zeit.

In der Hauptstadt kann man sich aber zumindest das Grab von Sultan Saladin an der Omajaden-Moschee anschauen und im Gewimmel der Souks abtauchen…

Nachtrag 2013: Ich bin froh diese Reise 2008 gemacht zu haben. Inzwischen ist der Weg durch den syrischen Bürgerkrieg versperrt. Viele historisch wertvolle Städten wurden in die Kämpfe hineingezogen, bombardiert und/oder geplündert. Siehe dazu auch: „Schlacht im Weltkulturerbe Aleppo

Das Spiegelbild von Burg Vischering


Burg Vischering, richtig herum / Fotos: Burgerbe.de
Burg Vischering, richtig herum / Fotos: Burgerbe.de

Die Geschichte von Burg Vischering begann mit einem Streit. Der war zwischen dem Fürstbischof von Münster und den Herren von Lüdinghausen ausgebrochen. Die Lüdinghausener hatten eine Burg errichtet, da zog Bischof Gerhard von der Mark im Jahr 1271 nach. Und zwar ziemlich gründlich.

In einer Schwemmland-Senke wurden lange, angespitzte Pfähle ins Erdreich getrieben, die als Fundament der Mauern und Gebäude dienten. Zum Schutz der Anlage ließ der Geistliche anschließend die Stever in Kanälen um die Rundburg und die Vorburg herumleiten (ein so genanntes Gräften-System).
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Burg Vischering und das eiserne Dornen-Halsband des Lambert von Oer


Abbildung des Halsbands auf der Homepage des Münsterlandmuseums / Bild: Screenshot
Abbildung des Halsbands auf der Homepage des Münsterlandmuseums / Bild: Screenshot

Es könnte ein extravagantes Schmuckstück sein, ist aber ein perfides Folterwerkzeug. Ein zerbrochener eiserner Reif ist das Prunkstück des Münsterland-Museums auf Burg Vischering.

Hinter dem Meisterwerk eines unbekannten Nürnberger Schmieds (auf dem Screenshot unten rechts) verbirgt sich eine grausame und blutige Geschichte. Wer genau hinsieht, entdeckt in dem Band vier gebogene Stahl-Dornen, die sich unerbittlich in den Hals eines Träger bohren würden. Das haben sie auch schon einmal getan.
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