Schloss Kalkum: Ferdinand Lassalle und die rote Gräfin

Auf den ersten Blick sieht man dem in hübsches hellrosa gestrichenen Bau die lange Geschichte des Ortes gar nicht an. Wo sich heute die Türme des Kalkumer Schlosses im Norden von Düsseldorf im Wassergraben spiegeln, befand sich bereits zu karolingischer Zeit (854) ein Fronhof mit Mühle.

Der Ort hieß Calicheim und war nur ein paar Kilometer von der späteren Kaiserpfalz in Kaiserswerth entfernt. Heute will sich das Land NRW zu einem Schnäppchenpreis von seinem renovierungsbedürftigen Schmuckstück trennen.
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Soll das Heidelberger Schloss wieder aufgebaut werden?


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Ottheinrichbau (1556, erstes Renaissance-Bauwerk auf deutschem Boden) Foto: Meins / Foto oben: Digitale Rekonstruktion des Schlosses im Bauzustand von 1683 durch Julian Hanschke / Foto: KIT

Die Frage stammt aus dem späten 19. Jahrhundert, als sich Prinzen und Magnaten die gute alte Ritterzeit durch historisiernde Rekonstruktionen herbeizubauen trachteten. Warum nicht auch in Heidelberg?

Wie das in Deutschland nun mal so ist: Es wird lange geredet und am Ende entscheidet ein Arbeitskreis.

Nach 22-jähriger Diskussion stimmte ein Gremium aus Fachleuten 1890 gegen den Wiederaufbau und für den Erhalt der Ruine in ihrem damaligen Zustand. Nur der weitgehend erhaltene Friedrichbau wurde wieder aufgebaut.

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Durchbruch in Potsdam: Alte Fassade fürs neue Stadtschloss


stadtschloss_potsdam_gemaelde.jpgWie viel Preußen darf’s denn sein?

Gleich zwei von der DDR gesprengte Hohenzollern-Schlösser sollten schon 2010/11 wiederauferstehen: Neben dem Berliner Stadtschloss steht auch das Potsamer Schloss vor der Wiedergeburt.

Mit der überraschenden Ankündigung einer 20 Millionen Euro-Spende machte der Milliardär Hasso Plattner jetzt den Weg zum Schloss-Neubau inklusive Rekonstruktion der historischen Knobelsdorff-Fassade frei (am Ende spendete er 22 Millionen).

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Kaiserpfalz Kaiserswerth: Entführung eines kleinen Königs

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Die Kaiserpfalz Kaiserswerth am Rhein im Norden von Düsseldorf

Die beschauliche Ruine der Kaiserpfalz im Norden von Düsseldorf war vor gut 950 Jahren Schauplatz eines Staatsstreichs. Das ganze ähnelte dem Szenario eines Actionfilms.

Der minderjährige König Heinrich IV. (der spätere Canossa-Heinrich) weilte im April 1062 zusammen mit seiner Mutter in der damals neu errichteten Pfalz auf einer Rheininsel.

Gerade war ein Festmahl mit dem Kölner Erzbischof Anno II. zu Ende gegangen. Der Bischof hatte ein prächtiges Schiff direkt an der Burg anlegen lassen, und dem zwölfjährigen König davon vorgeschwärmt.

Der junge Salier war natürlich neugierig, das Gefährt näher in Augenschein zu nehmen. Man ging an Bord, und die Dramatik entfaltete sich.
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Die Totenmaske der Staufer-Stammmutter

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Die „Totenmaske“ der Hildegard von Egisheim

Im ersten Stock des Bad Wimpfener Steinhausmuseums findet sich hinter Glas ein unscheinbarer, lebensgroßer Gipskopf. Das entspannte Antlitz einer Frau mit geschlossenen Augen, den Kopf leicht zur Seite geneigt.

Doch es ist keine von einem mittelalterlichen Künstler geformte Plastik, sondern die auf natürliche Weise entstandene Totenmaske der Urgroßmutter von Kaiser Barbarossa, Hildegard von Egisheim (gestorben 1094/95).
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Nachrichten, Bilder und Geschichten von Burgen & Schlössern