Durchbruch in Potsdam: Alte Fassade fürs neue Stadtschloss


stadtschloss_potsdam_gemaelde.jpgWie viel Preußen darf’s denn sein?

Gleich zwei von der DDR gesprengte Hohenzollern-Schlösser sollten schon 2010/11 wiederauferstehen: Neben dem Berliner Stadtschloss steht auch das Potsamer Schloss vor der Wiedergeburt.

Mit der überraschenden Ankündigung einer 20 Millionen Euro-Spende machte der Milliardär Hasso Plattner jetzt den Weg zum Schloss-Neubau inklusive Rekonstruktion der historischen Knobelsdorff-Fassade frei (am Ende spendete er 22 Millionen).

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Kaiserpfalz Kaiserswerth: Entführung eines kleinen Königs

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Die Kaiserpfalz Kaiserswerth am Rhein im Norden von Düsseldorf

Die beschauliche Ruine der Kaiserpfalz im Norden von Düsseldorf war vor gut 950 Jahren Schauplatz eines Staatsstreichs. Das ganze ähnelte dem Szenario eines Actionfilms.

Der minderjährige König Heinrich IV. (der spätere Canossa-Heinrich) weilte im April 1062 zusammen mit seiner Mutter in der damals neu errichteten Pfalz auf einer Rheininsel.

Gerade war ein Festmahl mit dem Kölner Erzbischof Anno II. zu Ende gegangen. Der Bischof hatte ein prächtiges Schiff direkt an der Burg anlegen lassen, und dem zwölfjährigen König davon vorgeschwärmt.

Der junge Salier war natürlich neugierig, das Gefährt näher in Augenschein zu nehmen. Man ging an Bord, und die Dramatik entfaltete sich.
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Die Totenmaske der Staufer-Stammmutter

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Die „Totenmaske“ der Hildegard von Egisheim

Im ersten Stock des Bad Wimpfener Steinhausmuseums findet sich hinter Glas ein unscheinbarer, lebensgroßer Gipskopf. Das entspannte Antlitz einer Frau mit geschlossenen Augen, den Kopf leicht zur Seite geneigt.

Doch es ist keine von einem mittelalterlichen Künstler geformte Plastik, sondern die auf natürliche Weise entstandene Totenmaske der Urgroßmutter von Kaiser Barbarossa, Hildegard von Egisheim (gestorben 1094/95).
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Die berstenden Mauern von Burg Altena

burg_altena_steinschlag.jpgMalerisch sieht anders aus. Der Innenhof von Burg Altena im Sauerland ist seit Ende September aufgerissen, Besucher laufen knirschenden Schrittes durchs Kiesbett. Diverse Baustellenschilder und Absterrungen stehen herum. An den Burgmauern wird unübersehbar vor Steinschlag gewarnt.

Schuld ist das vermaledeite Regenwasser im Zusammenspiel mit Efeu und Frost. Das Efeu sorgt für Spalten im Mauerwerk. An einem Regentag sickern rund 12.000 Liter durch die Mauern. Und der Regen wäscht den Mörtel aus. Kann sich erstmal Wasser in den Mauern ansammeln, kommt es zu massiven Frostschäden.

2001 brach bereits ein tonnenschwerer Brocken aus den Außenmauern. Diese haben begonnen, sich an einigen Stellen bedrohlich nach außen zu wölben. Teile des Mauerwerks sind einsturzgefährdet.

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Thurant, die Doppel-Burg der Erzbischöfe

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Der Bergfried von Burg Thurant / Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Wikipedia / Steffen Schmitz (Carschten) / CC-BY-SA 3.0

Man kann bequem mit dem Auto hoch. Man kann aber auch unten in Alken parken und durch die Weinberge zu Burg Thurant kraxeln. So kriegt man zumindest mehr Moseltal-Landschaft mit.

Bauherr der ovalen Anlage war um das Jahr 1200 der Welfe Pfalzgraf Heinrich „der Lange“. Er benannte sie nach Burg Thuron im heutigen Libanon, die er im Dritten Kreuzzug vergeblich belagert hatte. 1214 vergab Kaiser Friedrich II. die Anlage als Reichslehen an die Wittelsbacher.

Das war ein Problem. Denn Ort und Burg lagen in den Territorien des Trierer Erzbischofs, die nicht weit entfernt an die seines Kölner Amtsbruders grenzten. Ergo beanspruchten auch beide geistliche Fürsten die Burg.
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