Veste Otzberg: Die „Weiße Rübe“ thront auf einem Vulkanschlot


Der Bergfried der Veste Otzberg brachte der Burg den Namen „Weiße Rübe“ ein / Foto: Burgerbe.de

Was haben Burgen mit Vulkanen zu tun? Naja, auf einem aktiven Vulkan wird man schwerlich eine dauerhafte Befestigung finden, aber auf dem extrem harten Gestein eines ehemaligen Lavaschlots lässt sich gut und massiv bauen. Ein Beispiel dafür ist die Veste Otzberg beim Ort Hering im hessischen Odenwald.

Wo heute satte grüne Wiesen, Äcker und Weinberge das Bild dominieren, war vor 22 Millionen Jahren buchstäblich die Hölle los. Eine über 1100 Grad Celsius heiße Basaltschmelze bahnte sich ihren Weg bis an die Erdoberfläche: Der Otzberg-Vulkan brach aus. Der Ur-Odenwald versank in Glut und Asche.

Der feinkörnige Nephelinbasalt, der schließlich im Schlot erkaltete, ist besonders hart. 22 Millionen Jahre hessischer Nieselregen wuschen alle anderen Gestelne aus, aber große Teile des erkalteten Schlots blieben – als typische sechseckige Säulen – Säulen stehen.

Und sie bilden noch heute das Fundament der Veste Otzberg (Ähnliches findet man übrigens bei Burg Stolpen in Sachsen, wo die unglückliche Gräfin Cosel jahrzehntelang gefangengesetzt war).
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Schloss Montabaur: Ausgebaut vom bestechlichen Erzbischof

Schloss Montabaur: Heute ein Tagungshotel

Die A3 zwischen Köln und Frankfurt hat so einige prägnante Landmarken zu bieten. Etwa das Siebengebirge oder den Limburger Dom. Sicherlich hängen bleibt das Auge auch an Schloss Montabaur. Das erhebt sich unübersehbar auf einem Berg nicht weit vom grotesk überdimensionierten ICE-Bahnhof des Ortes*). Tagsüber sticht das Gebäude mit den schönen Kuppeln durch seine gelbe Farbe hervor. Nachts ist das an der Autobahnseite angestrahlte Schloss sogar noch auffälliger.

Das Schloss steht auf den Fundamenten der Burg Humbacense, die die Erzbischöfe von Trier hier schon im 10. Jahrhundert errichteten (erste Erwähnung 957). Die Burg hielt nicht lange. Bekannt ist, dass Erzbischof Dietrich von Wied die zerstörte Anlage 1217 wieder aufbauen ließ.
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250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld: Pulverdampf-Spektakel an der Dorenburg


Wenn so ein preußisches Linienregiment feuert, kracht es höllisch. Das ist aber noch gar nichts gegen die Artillerie. Der Schalldruck der Kanonen sorgt bei den Zuschauern noch in 30 Meter Entfernung für Klingeln in den Ohren. Zum 250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld (ich hatte sie mal in einem Beitrag über Burg Linn erwähnt) kamen Darsteller diverser Regimenter ins Freilichtmuseum Dorenburg an der gleichnamigen Wasserburg bei Grefrath zu Heerlager und Manöver.
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Ziel von Kreuzfahrern und Mongolen: Die Zitadelle von Damaskus


Saladin-Denkmal vor der Zitadelle

Die Zitadelle von Damaskus konnte ich 2008 leider nur von außen fotografieren. Jahrelang war das mächtige Bauwerk in der syrischen Hauptstadt geschlossen. In einem syrisch-italienischen Gemeinschaftsprojekt wurde die islamische Festung für fünf Millionen Euro saniert.

Anschauen konnte man sich nur die vom dichten Verkehrsgewühl umbrausten Mauern und das grüne Saladin-Denkmal.

Der Sultan selbst hat übrigens „drei Ecken weiter“, an der Umayyaden-Moschee, seine letzte Ruhe gefunden – in einem äußerst bescheidenen Mausoleum, das man besichtigen kann (Foto unten links).

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Burg zu verkaufen – Wer macht die Millionen locker?

Burg zu verkaufen: Vom Dasein als Burgherr muss man nicht nur träumen, man es sich auch kaufen. Nötig ist nur ein bisschen Kleingeld. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen aber feinen Rittergut zwischen Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach? Inklusive sind ein Rittersaal mit offenem Kamin, ein Renaissanceturm und ein Gewölbekeller.

Auch auf die erlesenen, liebgewonnenen Bequemlichkeiten des modernen Luxuslebens muss der frischgebackene Gemäuer-Besitzer nicht verzichten: Designerküche, Whirlpool sowie Bang- und Olufsen-TV-Anlage sind inbegriffen. Partys kann man auf den 5000 Quadratmeter Grund und Boden ohne Ende feiern, denn der einzige Nachbar ist ein Bauernhof in der ehemaligen Vorburg. Kostenpunkt: 1,29 Mio Euro plus 3,57 Prozent Courtage. Na, wer greift zu?
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Nachrichten, Bilder und Geschichten von Burgen & Schlössern