Die Altenburg: E.T.A. Hoffmanns Domizil über Bamberg


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Der eigenwillige Turm der Altenburg über Bamberg

Woher hat Ernst Theodor Amadeus („E.T.A.“) Hoffmann nur die Ideen für seine populären Gruselgeschichten genommen? Vielleicht hat das ja auch etwas mit einer ungewöhnlichen Wohnung zu tun. Von 1808 bis 1813 wohnte der Schriftsteller häufig auf der Altenburg über Bamberg.

In einer kleinen Klause in einem Turm der Burgmauer fühlte der Literat sich so heimisch, dass er die Wände mit Zeichnungen und Karikaturen Bamberger Bürger bemalte.

Hier soll er zumindest zu seiner Oper Aurora und Undine inspiriert worden sein, der ersten Oper der deutschen Romantik. Lustigerweise war dies fast exakt das Jahr, in der Mary Shelley durch eine andere Burg auf die Idee zu ihrem Roman „Frankenstein“ kam (erschienen 1818).

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Festung Marienberg: In Würzburg scheiterten Bauern und Preußen

Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien"berg"
Blick vom Main: Es heißt zurecht Marien“berg“

Die Festung Marienberg thront über Würzburg und erinnert an die weltliche Macht der Fürstbischöfe. Diese Macht hätten die Untertanen gerne beschnitten. Doch der aussichtsreichste Versuch städtischer Bürger, die Fürstbischöfe in die Schranken zu weisen, endete 1525 im kompletten Desaster.

Der Würzburger Stadtrat unter Bürgermeister Tilmann Riemenschneider hatte sich mit einem einem Heer aufständischer fränkischer Bauern verbündet. Bischof Konrad II. von Thüngen floh nach Heidelberg. Die Burgbesatzung hielt weiter zu ihm und verschanzte sich.

Doch selbst für den etwa 15.000 Mann starken Bauernhaufen erwies sich die mit knapp 400 Mann besetzte Festung „Unserfrauenberg“ als uneinnehmbar. Mehrere Versuche scheiterten. Die Burg wurde im Mai 1525 mehrfach von der Stadt aus beschossen.

Die Belagerten unter dem Ritter Sebastian von Rotenhan erwiderten das Feuer und errichteten vor den Mauern eine zusätzliche Palisadenbefestigung.
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Österreicher wollen eine Mittelalter-Burg bauen, wissen aber nicht, wer zahlen soll


Burgbaustelle Guédelon: Auch ein Vorbild für Bautzen / Foto: Burgerbe.de
Burgbaustelle Guédelon: Auch ein Vorbild für Friesach

1000 Jahre nach seiner großen Zeit erlebt der Burgenbau eine Renaissance. Nach dem Vorbild des französischen Guédelon soll in Friesach (Kärnten) mit mittelalterlichen Methoden eine neue „original mittelalterliche“ Burg entstehen. Hat der Friesacher Gemeinderat beschlossen.

Kosten: 6,7 Millionen Euro / Geschätzte Bauzeit auf der Dauer-Baustelle: 30 Jahre. Wo das Geld herkommen soll, weiß die Lokalpolitik in Kärntens ältester Stadt allerdings noch nicht so genau. Man hofft auf Land und EU. Das meldet der Online-Dienst des ORF.

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Schloss Kalkum: Ferdinand Lassalle und die rote Gräfin

Auf den ersten Blick sieht man dem in hübsches hellrosa gestrichenen Bau die lange Geschichte des Ortes gar nicht an. Wo sich heute die Türme des Kalkumer Schlosses im Norden von Düsseldorf im Wassergraben spiegeln, befand sich bereits zu karolingischer Zeit (854) ein Fronhof mit Mühle.

Der Ort hieß Calicheim und war nur ein paar Kilometer von der späteren Kaiserpfalz in Kaiserswerth entfernt. Heute will sich das Land NRW zu einem Schnäppchenpreis von seinem renovierungsbedürftigen Schmuckstück trennen.
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Soll das Heidelberger Schloss wieder aufgebaut werden?


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Ottheinrichbau (1556, erstes Renaissance-Bauwerk auf deutschem Boden) Foto: Meins / Foto oben: Digitale Rekonstruktion des Schlosses im Bauzustand von 1683 durch Julian Hanschke / Foto: KIT

Die Frage stammt aus dem späten 19. Jahrhundert, als sich Prinzen und Magnaten die gute alte Ritterzeit durch historisiernde Rekonstruktionen herbeizubauen trachteten. Warum nicht auch in Heidelberg?

Wie das in Deutschland nun mal so ist: Es wird lange geredet und am Ende entscheidet ein Arbeitskreis.

Nach 22-jähriger Diskussion stimmte ein Gremium aus Fachleuten 1890 gegen den Wiederaufbau und für den Erhalt der Ruine in ihrem damaligen Zustand. Nur der weitgehend erhaltene Friedrichbau wurde wieder aufgebaut.

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Nachrichten, Bilder und Geschichten von Burgen & Schlössern