Hohes Schloss Bad Grönenbach: Fuggers finstere Felsenburg

Das Hohe Schloss Bad Grönenbach / Fotos: Burgerbe.de
Das Hohe Schloss Bad Grönenbach / Fotos: Burgerbe.de

Düster, trutzig, kalt: Das Hohe Schloss Bad Grönenbach macht – zumindest an einem wolkenverhangenen Tag – den Eindruck, es stecke voller gruseliger Geschichten.

Für die Sonderschüler, die ab 1939 hier paukten und die Geistig Behinderten, die ab 1979 hier eingesperrt waren, war es sicher kein Zuckerschlecken.

Auch die Geschichte dieser bayerisch-schwäbischen Felsenburg ist voller kriegerischer Momente: Der älteste Teil stammt von 1280 (zuvor wird es hier bereits eine Fliehburg gegeben haben).

200 Jahre lang hatten hier die von Rothensteins das Sagen, gefolgt von den von Pappenheim. Damals war die Burg mit weniger Fenstern ausgestattet – und umso wehrhafter.

Die Schlossherrn waren bei der Bauernschaft wohl einigermaßen verhasst. Doch ein Versuch, aufständischer Bauern, die von einem rund zehn Meter tiefen Graben umgebene Anlage 1525 zu stürmen, endete in einer erfolglosen Belagerung und einigen Schäden.
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Elsa-Brändström-Schloss Neusorge verfällt

Der schwedische Botschafter weiht das Elsa Brändström-Denkmal auf Schloss Neusorgen ein / Foto: Wikipedia / Tnemtsoni / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Gutachter-Wagner / CC-BY 3.0
Der schwedische Botschafter weiht das Elsa Brändström-Denkmal auf Schloss Neusorgen ein / Foto: Wikipedia / Tnemtsoni / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Gutachter-Wagner / CC-BY 3.0

5 vor 12 für Schloss Neusorge im sächsischen Mittweida: Der Ostflügel des Barock-Gebäudes ist nach Behördenangaben teilweise einsturzgefährdet, das Dach undicht. Die diversen Schäden weiten sich aus.

Doch noch ist eine Sanierung der historischen Anlage möglich, die eng mit der schwedischen Philantropin Elsa Brändström verbunden ist.

Ein weiteres Problem: Das Gebäude ist nicht gegen das Eindringen Unbefugter gesichert. Nicht mal Bauzäune sind aufgestellt.

Auch eine alte Linde auf dem Gelände ist offenbar nicht mehr standsicher und könnte auf die benachbarte Straße fallen. Das berichtet die Freie Presse.
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Schloss Höchstädt: Wo die Nazis Beutekunst bunkerten

Innenhof von Schloss Höchstädt / Fotos: Burgerbe.de
Innenhof von Schloss Höchstädt / Fotos: Burgerbe.de

Herzog Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614) hatte große Ansprüche. Der Herrscher eines Flickenteppich-Landes rund um Neuburg an der Donau wollte gern auch Herzog von Jülich-Kleve-Berg werden.

Damit wäre der Protestant ein einflussreicher Regent im Reich geworden (und hätte vermutlich einen Konfessionskrieg ausgelöst).

Um seinem Selbstbewußtsein ein Denkmal zu setzen, vergab Philipp Ludwig Bauaufträge. In Höchstädt an der Donau ließ er von 1589 bis 1603 eine alte Burg zu einem immer noch sehr burgartigen Spätrenaissanceschloss umgestalten: Schloss Höchstädt.
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Die schönsten Burgen und Schlösser in Bayern

Das Hohe Schloss in Füssen. Foto oben: Burg Prunn im Altmühltal / Fotos: Burgerbe.de
Das Hohe Schloss in Füssen. Foto oben: Burg Prunn im Altmühltal / Fotos: Burgerbe.de

Bayern gilt als das Bundesland mit den malerischsten Schlössern (und einigen Burgen). Das liegt zum Guten Teil an der Bauwut der bayerischen Monarchen, speziell von „Märchenkönig“ Ludwig II.

Der Freistaat hat auch jenseits der Schlösser Neuschwanstein und Herrenchiemsee einiges an Burgen und Schlössern zu bieten. Besonders burgenreich ist dabei Franken, das erst seit der napoleonischen Zeit überhaupt zu Bayern gehört.

Zu den Baudenkmälern kommt oft noch eine phänomenale Umgebung, speziell im Altmühltal und am Alpenrand. Hier mal eine Übersicht über einige Burgen und Schlösser in Bayern, aufgelistet nach Regierungsbezirken:
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3D-Modell zeigt Heidelberger Schloss vor der Zerstörung

Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683 / Bild oben: Der Schlosshof (Bilder: KIT)
Prächtige Residenz: Rekonstruktion des Heidelberger Schlosses um 1683 / Bild oben: Der Schlosshof (Bilder: KIT)

Das Heidelberger Schloss hoch über dem Neckar ist wohl Deutschlands malerischte Ruine. Aber wie sah der herrschaftliche Bau vor der Sprengung durch französische Truppen im Jahr 1693 genau aus?

Davon künden heute nur noch einige alte Bilder – und eine ausgedehnte Ruinenlandschaft.

Der angehende Architektur-Professor Dr. Julian Hanschke vom Institut für Kunst- und Baugeschichte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat sich jetzt per Computer an eine dreidimensionale Rekonstruktion des Schlosskomplexes der mächtigen Pfalzgrafen bei Rhein gewagt.
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Nachrichten, Bilder und Geschichten von Burgen & Schlössern