Kategorie-Archiv: Russland

Königsberger Schloss: Okkulter Schatz des Preußenkönigs gefunden?

Das Königsberger Schloss um 1900 / Foto und Bild oben: gemeinfrei
Das Königsberger Schloss um 1900 / Foto und Bild oben: gemeinfrei

In einer riesigen Staubwolke verschwanden 1968 die Reste des schwer vom Krieg gezeichneten Königsberger Schlosses (heute Kaliningrad). Der damalige Kreml-Chef Breschnew soll die Sprengung der einstigen Feste des Deutschen Ordens selbst angeordnet haben.

Versuche, den Platz anschließend mit einem protzigen Verwaltungsbau zu pflastern, brachten wegen des weichen Bodens nur die nächste Ruine hervor.

Beseitigt wurden aber nur die oberirdischen Zeugnisse der Ordensritter, Preußen-Herzöge und Könige. Trümmer und Erdreich verschütteten die Schlosskeller – die aber immer noch da sind.

2002 begannen russische Archäologen mit der Freilegung – finanziell unterstützt vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. 2005 machten sie einen rätselhaften Fund…
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Musikschau Schottland: Dröhnende Dudelsäcke im Highland Valley Castle

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70 Meter breit und zwölf Meter hoch und mit funktionsfähigen Kanonen bewehrt ist das schottische Highland Valley Castle. Doch nirgendwo zwischen Orkneys und Edinburgh gibt es ein Schloss mit dem (etwas abstrusen) Namen „Hochland-Tal-Schloss“.

Das liegt daran, dass das Castle in Kontinentaleuropa steht: Und zwar immer da, wo gerade die Musikschau Schottland auftritt.
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Russischer Millionär will Burg Möckmühl für 1,95 Millionen verkaufen

Burg Mockmühl / Foto: Wikipedia / p.schmelzle / GFDL
Burg Möckmühl / Foto: Wikipedia / p.schmelzle / GFDL / Foto oben: Wikipedia / p.schmelzle / CC-BY-SA 2.5

Ist jetzt Schluss mit der Erleuchtung auf Burg Möckmühl? Die Götzenburg bei Heilbronn, Sitz eines sogenannten Ashrams, steht für 1,95 Millionen Euro zum Verkauf. Der Makler verspricht: „Schlüssel übernehmen und residieren“.

Das ist ein bisschen überraschend. Noch Ende September 2015 besuchte ein Reporter der Stuttgarter Zeitung den Burgbesitzer Alexander Dragilev und seine Anhänger in der Burg und ließ sich über „Erleuchtung“ aufklären. Der Redakteur war sichtlich begeistert.

Zu irdischen Dingen sagte der Meister nebulös: „Noch ist Geld da. Wenn es weg ist, macht das nichts.“ (Ein Satz der auch vom Präsidenten der US-Zentralbank stammen könnte).

Den anstehenden Verkauf der Burg erwähnte der Multimillionär dem Journaliste gegenüber indes mit keinem Wort.
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Burgruine Balga in Ostpreußen: Sanierung startet

Die Ruine von Burg Balga in Ostpreußen im Jahr 2006 / Foto: gemeinfrei
Die Ruine von Burg Balga in Ostpreußen mit Fassadenresten des Wartturms im Jahr 2006 / Foto: gemeinfrei

Von der einstigen Pracht der Burgen und Schlösser Ostpreußens blieb in den letzten Kriegsmonaten nicht mehr viel übrig.

Und nach dem Krieg war das Interesse an teuren Sanierungen (abgesehen vom Prestigeprojekt deutscher Ruinen Marienburg) eher gering.

70 Jahre nach Kriegsende gibt es zumindest Hoffnung, dass sich die Einstellung gegenüber den Resten der Deutschordens- und königlich preußischen Geschichte ändert.

In der Burgruine Balga beim ehemaligen Heiligenbeil in Ostpreußen sind gerade Freiwillige dabei, die Fundamente freizulegen.

Als nächstes sollen die immer noch erstaunlich hoch stehenden Ziegelmauern saniert werden. Finanziert wird das durch den Fond „Wiedergeburt des Schlosses Balga“.
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Russisches Flair beim Weihnachtsmarkt auf Festung Königstein

"Königstein – ein Wintermärchen" mit Weihnachtsmann (Richard Riesel), Schließkapitän Clemens (Hans-Hubert Albert) und Kindern des Königsteiner Kindergartens Wichtelhaus in Barockkostümen. Foto: Marko Förster /Festung Königstein gGmbH
Weihnachtsmann (Richard Riesel), Schließkapitän Clemens (Hans-Hubert Albert) und Kindern der Kita Wichtelhaus. Foto: Marko Förster /Festung Königstein gGmbH

Unter dem Titel „Königstein – ein Wintermärchen“ lädt die Festung Königstein auch an den Adventswochenenden 2014 zum Markt der Spiel- und Handwerksleute ein. In diesem Jahr stehen russische Weihnachtstraditionen im Mittelpunkt des Bühnenprogramms.

Das Königsteiner Wintermärchen gilt als einer der sehenswertesten Adventsmärkte Deutschlands. Er lebt von der Aura der sächsischen Bergfestung sowie von der stimmungsvollen und liebevollen Inszenierung, vom Handgemachten, vom Authentischen.

Musikanten, Gaukler, Puppenspieler und Geschichtenerzähler unterhalten ohne viel Technik. Händler bieten wie einst ihre Waren feil. Über offenen Feuern wird gegart und gekocht. Das Karussell ist handgetrieben, die Tiere in der Weihnachtskrippe sind echt.

Kinder können basteln und Stockbrot backen. Und in der ältesten Garnisonskirche Sachsens erklingt Adventsmusik von der Jehmlich-Orgel.

Zum Weihnachtsmarkt: Karussel auf Königstein / Urheber: Foto: Hagen König Copyright: Neuland Zeitreisen
Zum Weihnachtsmarkt: Karussel auf Königstein / Urheber: Foto: Hagen König
Copyright: Neuland Zeitreisen

Die 70 Buden werden vor Ort aus Holz handgezimmert und mit Stoff bespannt. Auf dem Paradeplatz und in den Kasemattengängen findet man traditionelle Handelswaren: Keramik-, Filz- und Holzartikel, Schmuck, Laternen, Felle, Floristik sowie Natur- und Kräuterprodukte.

Holzschnitzer, Steinmetze, Maler und Kupferschmiede führen altes Kunsthandwerk vor. Der Festungsbäcker holt duftende Rosinen-, Mandel- und Mohnstollen aus dem Holzbackofen.

In diesem Jahr steht der Markt unter einem russischen Stern. Das Bühnenprogramm wartet mit russischen Märchen wie „Väterchen Frost“ und „Die schöne Wassilissa“ auf.

Das Ensemble „Dawai, dawai!“ spielt feurige russische Tänze. Und zum ersten Mal gibt es eine Banja, eine traditionelle russische Sauna mit Badehaus. Hier können sich Besucher mit Wodka und Schlägen durch Birkenzweig-Bündel gründlich durchwärmen.

Blick von der Festung Königstein / Foto: Wikipedia/Nikater/gemeinfrei
Blick von der Festung Königstein / Foto: Wikipedia/Nikater/gemeinfrei

Neu ist auch die „Flimmerstunde“ von 16 bis 19 Uhr, bei der märchenhafte Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger an die Fassade des Alten Zeughauses projiziert werden.

Und in der Pulverkasematte ist der Zeitrafferfilm „Hunderttausendsternehotel“ mit eindrucksvollen nächtlichen Landschaftsaufnahmen des Elbsandsteingebirges sehen.

Das Festungsplateau wird für den Weihnachtsmarkt aufwendig dekoriert. Etwa 400 Weihnachtsbäume werden aufgestellt und Lichterketten mit mehr als 1600 Lampen dekoriert. Über dem Eingang zur Kasematten-Weihnacht leuchten erstmals Sternbilder. In der Weihnachtswelt selbst sorgen 174 Herrnhuter Sterne für eine vorweihnachtliche Stimmung.

„Königstein – ein Wintermärchen“ findet seit 1995 statt und lockt jährlich etwa 35.000 Besucher in die Region. Geöffnet ist der Markt an allen vier Adventswochenenden jeweils samstags und sonntags von elf bis 19 Uhr. Ein Fixpunkt ist das Öffnen des mit 112 Metern längsten Adventskalenders Deutschlands.

An den Sonntagen kommt der Weihnachtsmann mit einem großen Sack Geschenke zu Besuch. Der Eintritt für den Markt ist im Festungseintrittspreis enthalten (Erwachsene 7, Ermäßigte 5, Familien 18 Euro, inklusive der Ausstellungen).

Bei hohem Besucheraufkommen steht ein Ausweichparkplatz im Gewerbegebiet Leupoldishain zur Verfügung (bitte auf die Schilder achten).

Hier geht’s zur Homepage der Festung Königstein

Dieser Text basiert weitgehend auf einer Pressemitteilung der Festung Königstein.

Mehr zu Burgen in Sachsen hier im Blog:
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