Kategorie-Archiv: Rumänien

„Draculas Kerker“ auf Burg Tokat entdeckt

Fürst Vlad III "der Pfähler": Das historische Vorbild für Graf Dracula / Foto: Gemeinfrei / Museum Schloss Ambras
Fürst Vlad III „der Pfähler“: Das historische Vorbild für Graf Dracula / Foto: Gemeinfrei / Museum Schloss Ambras

Neues aus dem Reich der Untoten: Bei einer Grabung auf der Ruine der anatolischen Burg Tokat stießen Archäologen auf unterirdische Gänge und zwei Räume, die zu osmanischer Zeit als Gefängnis genutzt worden sein könnten. Das meldet „Hürriyet Daily News“.

Eine spannende Entdeckung, denn auf der byzantinisch-osmanischen Festung soll der legendäre rumänische Graf Vlad III. Drăculea in seiner Jugendzeit als Geisel der Türken gefangen gehalten worden sein.

Sein Vater Vlad II. hatte ihn Ende der 1430er Jahre zusammen mit seinem Bruder an die Osmanen ausgeliefert – der Sultan hatte darauf bestanden, um das väterliche Wohlverhalten in dessen rumänischem Herrschaftsgebiet zu erzwingen.
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Falschmeldung: „Dracula-Schloss“ wird nicht verkauft

Ein Artikel des Telegraph berichtet über die Verkaufsabsichten der Habsburger / Bild: Screenshot
Ein Artikel des Telegraph berichtet über angebliche „Verkaufsabsichten“ der Habsburger / Bild: Screenshot

Ein gewichtiger Teil der deutschsprachigen Medien ist auf eine „vampirische“ Falschmeldung des britischen „The Telegraph“ hereingefallen. Dieser hatte gemeldet, ein New Yorker Nobelanwalt biete das „Dracula Schloss“ Bran in Rumänien auf dem Immobilienmarkt an: „Transylvania’s most famous fortress is for sale“. Von FAZ bis Krone wurde die Geschichte fleißig nacherzählt und je nach Boulevard-Faktor weiter angespitzt. Ich habe auch darüber berichtet.

Der Kern der Story entpuppt sich jetzt als aufgeblasene Sensationshascherei des Telegraph-Autors.

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Dracula-Schloss Bran steht angeblich zum Verkauf

Schloss Bran in den Südkarpaten soll angeblich 98 Millionen Euro kosten / Foto: Wikipedia / Huffer
Schloss Bran in Siebenbürgen soll angeblich 98 Millionen Euro kosten / Foto: Wikipedia / Huffer / CC BY 3.0 DE

[Update Mai 2014: Die Geschichte vom geplanten Verkauf von „Dracula-Schloss“ Bran hat sich als Falsch- meldung entpuppt. Sie ist aber trotzdem ziemlich gut]

Vampir-Hype hin oder her: Europas „Dracula-Schlösser“ stehen im Moment unter keinem guten Stern. Erst brennt es im „Dracula-Schloss“ Schenkendorff bei Berlin.

Und jetzt sollen auch noch die Besitzer des legendären Schloss Bran in Transsilvanien (heute Rumänien), Kasse machen wollen. Die Mutter aller Vampirburgen soll verkauft werden, melden diverse Medien.

Wer die angebliche Wirkungsstätte des angeblichen Blutsaugers in Siebenbürgen erwerben will, muss allerdings reichlich Geld auf den Tisch legen: Rund 98 Millionen Euro (135 Mio Dollar) soll das 57-Zimmer-Anwesen kosten. Die noble New Yorker Anwaltskanzlei Herzfeld & Rubin offeriert das Schloss gutbetuchten Interessenten mit Vampir-Spleen.

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