Kategorie-Archiv: Österreich

Burgen und Schlösser in Österreich

Skelette unter Ställen von Burg Heinfels gefunden


Ausgrabung von Gräbern im Bereich der Burg Heinfels / Foto: Screenshot YouTube
Ausgrabung von Gräbern im Bereich der Burg Heinfels / Foto: Screenshot YouTube / Foto oben: Peter Leiter / CC-BY-SA 3.0

Die Burg Heinfels in Osttirol ist zum Teil auf einem frühmittelalterlichen Friedhof angelegt worden. Bei einer Grabung im Bereich der ehemaligen Stallungen der Burg stießen Archäologen jetzt auf das Gräberfeld. Zwölf Gräber wurden freigelegt.

Das ORF spricht von einem Sensationsfund. Die Toten, darunter ein Kind, sind ohne Beigaben und in Demutshaltung bestattet. Das deutet auf Begräbnisse in frühmittelalterlicher Zeit hin. Zum Teil fehlen Schädel oder sind durch frühere Bauarbeiten eingedrückt.

Eine Befestigung gehörte dort seit dem 7. Jahrhundert den bayerischen Herzögen. Der Friedhof könnte entsprechend älter sein. Die Burg wurde erstmals 1239 erwähnt.
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Es war im Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)

Screenshot aus dem Youtube-Video von Kettcar.
Screenshot aus dem Youtube-Video von Kettcar.

Die Fluchtwelle von DDR-Bürgern im Sommer 1989 und der Sturz des SED-Regimes im Herbst haben in der Popmusik eher wenig Widerhall gefunden. Und wenn, dann kamen so pathetisch-kitschige Stücke wie „Wind of Chance“ von den Scorpions heraus (geschrieben im September 1989), nicht zu reden vom unseligen David Hasselhoff („I’ve been looking for Freedom“).

Unvergessen die ewig gleiche getragene Hintergrundmusik, die Spiegel-TV unter die Bilder von der unfreiwilligen Maueröffnung am 9. November 1989 mischte („Zeitenwende“).

Umso überraschender für mich, dass jetzt – 27 Jahre später – die Hamburger Band Kettcar mit einem Song und einem Video zu dem Thema um die Ecke kommen, das mir ein „wow“ entlockt. Titel: „Sommer 89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)“.
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Maximilian im ORF: Die Drehorte des Historiendramas

Bei Maximilian bilden diverse Burgen und Schlösser die Kulisse der Handlung / Bilder: Screenshots ORF
Bei Maximilian bilden diverse Burgen und Schlösser die Kulisse der Handlung / Bilder: Screenshots ORF

Historiendrama im ORF: Zusammen mit dem ZDF haben die Österreicher einen Dreiteiler zum „letzten Ritter“ Kaiser Maximilian von Habsburg produziert.

Und seine Gattin Maria von Burgund (dank ihres Erbes Burgund die gefragteste Braut Europas) kommt auch nicht zu kurz.

Um das 15. Jahrhundert lebendig zu machen, nutzte Regisseur Andreas Prochaska („Das finstere Tal“) eine ganzen Reihe von Burgen und Schlössern als Drehorte.
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Das kleinste Schloss der Welt steht auf einer Bleistiftspitze

Das bislang kleinste Schloss der Welt wurde aus einer Bleistiftspitze herausgelasert / Bilder_ Screenshots aus Youtube-Film der TU Wien
Das bislang kleinste Schloss der Welt wurde aus einer Bleistiftspitze herausgelasert / Bilder: Screenshots aus Youtube-Film der TU Wien

Das prächtige Schlösschen hat zwei hoch aufragende Türme, eine kleinteilige, detailreiche Fassage mit vielen Fenstern, und es schmiegt sich perfekt an die schroffe Landschaft an.

Dieses von architektonischer Leichtigkeit geprägte Bauwerk wäre die Zierde eines jeden Alpen- oder Steilküstenkurorts. Das Schloss steht auch tatsächlich in geradezu luftiger Höhe: Auf einer Bleistiftspitze.

Und die befindet sich in Wien. Genauer: In der Technischen Universität. Das Schloss ist eine Art Weihnachtsgruß der TU im Jahr 2016, um zu zeigen, wie leistungsfähig Multiphotonen-Lithographie (MPL) bzw. Multiphotonen-Strukturierung heute ist.
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Nach 200 Jahren: Österreich gibt Festung Hohensalzburg zurück

Festung Hohensalzburg meldet einen Besucherrekord / Foto: Burgerbe.de
Festung Hohensalzburg meldet einen Besucherrekord / Foto: Burgerbe.de

Seit dem Wiener Kongress, also seit 200 Jahren, hat Österreich auf der Festung Hohensalzburg das Sagen. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei: Die Republik will die Verfügungsgewalt über die Festung an das Bundesland Salzburg zurückgeben – als Geschenk.

Rückblick: Die 600-jährige Geschichte des Fürsterzbistums Salzburg ging ziemlich unrühmlich am Verhandlungstisch zuende. Die weltlichen Fürsten des Reichs beschlossen 1803 auf Druck von Frankreich ganz einfach die Auflösung der geistlichen Fürstentümer – zu ihren eigenen Gunsten.

Mit Widerstand in Salzburg und auf der mächtigen Erzbischofs-Festung Hohensalzburg war angesichts der Einigkeit der anderen Fürsten nicht zu rechnen. Erzbischof Hieronymus von Colloredo war bereits im Dezember 1800 vor nahenden französischen Truppen nach Wien geflohen.
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