Kategorie-Archiv: Europa

Skelette unter Ställen von Burg Heinfels gefunden


Ausgrabung von Gräbern im Bereich der Burg Heinfels / Foto: Screenshot YouTube
Ausgrabung von Gräbern im Bereich der Burg Heinfels / Foto: Screenshot YouTube / Foto oben: Peter Leiter / CC-BY-SA 3.0

Die Burg Heinfels in Osttirol ist zum Teil auf einem frühmittelalterlichen Friedhof angelegt worden. Bei einer Grabung im Bereich der ehemaligen Stallungen der Burg stießen Archäologen jetzt auf das Gräberfeld. Zwölf Gräber wurden freigelegt.

Das ORF spricht von einem Sensationsfund. Die Toten, darunter ein Kind, sind ohne Beigaben und in Demutshaltung bestattet. Das deutet auf Begräbnisse in frühmittelalterlicher Zeit hin. Zum Teil fehlen Schädel oder sind durch frühere Bauarbeiten eingedrückt.

Eine Befestigung gehörte dort seit dem 7. Jahrhundert den bayerischen Herzögen. Der Friedhof könnte entsprechend älter sein. Die Burg wurde erstmals 1239 erwähnt.
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Spanischer Millionär lässt Burg Gleichenstein weiter verfallen

Burg Gleichenstein steht auf der Kuppe rechts im Bild / Foto: Wikipedia / 79.214er / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Der Eingang zur Burg: Wikipedia / MacElch (Rainer Kunze) / CC-BY-SA 3.0
Burg Gleichenstein steht auf der Kuppe rechts im Bild / Foto: Wikipedia / 79.214er / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Der Eingang zur Burg: Wikipedia / MacElch (Rainer Kunze) / CC-BY-SA 3.0

Der spanische Gastro- und Telekom-Millionär Leopoldo Fernández Pujals hat Burg Gleichenstein im Eichsfeld 2015 für fünf Millionen Euro gekauft. Er hatte große Pläne, wollte ein Hotel aufbauen und die Falkenzucht fortführen.

Doch in den Erhalt der Burg investierte der Gründer der spanischen Restaurantkette Telepizza dann doch nicht. Die Hotel-Idee hat sich zerschlagen, die Falkenzucht hat er eingestellt. Die Anlage verfällt zusehends und wird zur Ruine.

Der Landkreis Eichsfeld hat jetzt reagiert und eine Sicherungsverfügung erlassen. Die Untere Denkmalbehörde soll das Burggelände nun sichern. Die Kosten werden dem Eigentümer in Rechnung gestellt.
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Es war im Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)

Screenshot aus dem Youtube-Video von Kettcar.
Screenshot aus dem Youtube-Video von Kettcar.

Die Fluchtwelle von DDR-Bürgern im Sommer 1989 und der Sturz des SED-Regimes im Herbst haben in der Popmusik eher wenig Widerhall gefunden. Und wenn, dann kamen so pathetisch-kitschige Stücke wie „Wind of Chance“ von den Scorpions heraus (geschrieben im September 1989), nicht zu reden vom unseligen David Hasselhoff („I’ve been looking for Freedom“).

Unvergessen die ewig gleiche getragene Hintergrundmusik, die Spiegel-TV unter die Bilder von der unfreiwilligen Maueröffnung am 9. November 1989 mischte („Zeitenwende“).

Umso überraschender für mich, dass jetzt – 27 Jahre später – die Hamburger Band Kettcar mit einem Song und einem Video zu dem Thema um die Ecke kommen, das mir ein „wow“ entlockt. Titel: „Sommer 89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)“.
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Burg Steen in Antwerpen soll Touristenzentrum werden

Burg Steen mit dem geplanten Anbau (links) / Grafik: noArchitecten / Foto oben: Burgerbe
Burg Steen mit dem geplanten Anbau (links) / Grafik: noArchitecten / Foto oben: Burgerbe

Burg Steen ist das älteste – und eines der meistfotografiertesten – Gebäude von Antwerpen. Bis Ende 2019 soll die alte Stadtfestung erneut umgebaut und um einen Anbau ergänzt werden.

Am Ende soll das Kasteel Het Steen zum „touristischen Unterhaltungszentrum“ werden: Mit Raum für Ausstellungen, einer Dachterrasse und einem Touristen-Infozentrum.

Verantwortlich für den Umbau zeichnet das Büro „noAarchitecten“. Deren Idee ist, die Burg zu einer Art touristischem Eingangstor zur Stadt zu machen.
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Axpo verkauft Schloss Böttstein bei Pannenreaktor Beznau

Der Innenhof von Schloss Böttstein / Foto (ebenso Foto oben): Wikipedia / MichaelFrey / CC-BY-SA 3.0
Der Innenhof von Schloss Böttstein / Foto (ebenso Foto oben): Wikipedia / MichaelFrey / CC-BY-SA 3.0

Wer kauft ein Schloss direkt gegenüber einem als „Pannenreaktor“ bekannten Atomkraftwerk, das auch noch das älteste der Welt ist? Der schweizer Energiekonzern Axpo hat es jedenfalls geschafft, sein Schloss Böttstein (Kanton Aargau) an „eine Privatperson aus dem Raum Zürich“ zu veräußern.

Wieviel Fränkli der Käufer dafür noch auf den Tisch gelegt hat, soll geheim bleiben (sonderlich viele dürften es angesichts der prekären Lage nicht gewesen sein). Bekannt wurde lediglich, dass der Erwerber „über langjährige Erfahrung im Bereich Gastronomie und Hotellerie verfügt“.

Gegenüber von Schloss Böttstein liegt auf der einer künstlichen Insel in der Aare das Kernkraftwerk Beznau, der dienstälteste Atommeiler der Welt (der erste Block ging 1969 in Betrieb).
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