Kategorie-Archiv: Weltweit

Burgen und Schlösser weltweit.

Berkeley Castle: „Bild“ sieht Gespenster

Im Burghof filmte die Drohne einen nebeligen Fleck  / Foto: David Stowell  / CC-BY-SA 2.0 / Foto oben:  Chris Gunns / CC-BY-SA 2.0
Im Burghof filmte die Drohne einen nebeligen Fleck / Foto: David Stowell / CC-BY-SA 2.0 / Foto oben: Chris Gunns / CC-BY-SA 2.0

Zu einer britischen Burg gehört auch ein Geist. Wäre doch gelacht, wenn man ihn in Zeiten der Dauer-Überwachung nicht filmen könnte.

In Berkeley Castle, einen Tagesmarsch nordöstlich von Bristol, meldet jetzt ein Drohnen-Pilot so eine paranormale Sichtung. Sofort springt die Yellowpress der Insel begeistert auf. Und wo die ist, ist die „Bild“-Zeitung nicht weit und pinnt ab.

Was ist passiert? Thomas Arnold hat Tag eine Drohne über der Burg Berkeley in der Grafschaft Gloucestershire aufsteigen lassen und den Innenhof gefilmt. Dabei kommt auch das Dach mit den Schornsteinen ins Bild. Aus einem der Schlote entweicht ein Rauchwölkchen.
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Belagerungsgeschütze: Die größten Kanonen der Frühen Neuzeit

Die Faule Grete, ein Geschütz des Deutschen Ordens, bei der Beschießung der Burg Plaue 1414 / Bild: Wikipedia / Olivhill / CC-BY-SA 3.0   Foto oben: Die Mons Meg Foto: Lee Sie / CC-BY-SA 2.0
Die Faule Grete, ein Geschütz des Deutschen Ordens in Diensten der Hohenzollern, 1414 bei der Beschießung der Raubritterburg Plaue / Bild: Wikipedia / Olivhill / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Die Mons Meg in Edinburg – Foto: Lee Sie / CC-BY-SA 2.0

Ein unscheinbares Granulat beendete die große Zeit der Burgen in Europa: Von Schwarzpulver getriebene Kugeln aus einer Vielzahl von Riesenkanonen verwandelten auch dickste Wälle und trutzigste Türme in Trümmer.

Beim Aufkommen der Belagerungs-Artillerie fehlte allerdings ein Standard: Jeder Herrscher ließ „seine“ Kanonengießer fröhlich produzieren oder kaufte zusammen, was eben gerade an Schießgeräten auf dem internationalen Waffenmarkt so erhältlich war.

Im 15. Jahrhundert waren die massivsten Kanonen die schwerem Hauptbüchsen, wenig genaue plumpe Bronze- oder Eisenriesen für Kugeln um die 50 Kilogramm. Ein erhaltenes Beispiel ist die Mons Meg auf Edinburgh Castle.
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Kronenburg: Ein Stück Spanien in der Eifel

Kronenburg - malerischer Burgort im Schatten der Ruine / Fotos: Burgerbe.de
Kronenburg – malerischer Eifel-Burgort im Schatten der Ruine / Fotos: Burgerbe.de

Wer um das Jahr 1710 das malerische Burgenstädtchen Kronenburg in der Eifel besuchte, der wandelte auf spanischem Grund.

Kam man 150 Jahre später, fand man sich an gleicher Stelle in Österreich wieder. Circa hundert Jahre weiter landete man, je nach Timing, in Frankreich, den Niederlanden, Mecklenburg oder Preußen.

Der malerische Flecken im heutigen deutsch-belgischen Grenzgebiet hat historisch einige Wechsel miterlebt. Die einst mächtige Burg wurde mittlerweile zur malerisch gelegenen Ruine.

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Wiener Schloss Laudon steht zum Verkauf

Sieger Ernst von Laudon auf dem Schlachtfeld von Kunersdorf. Dafür belohnte ihn die Kaiserin mit einer Geldspritze beim Kauf von Schloss Laudon / Bild: gemeinfrei / Foto oben: Wikipedia / Haeferl / CC-BY-SA 3.0 at
Sieger Ernst von Laudon auf dem Schlachtfeld von Kunersdorf. Dafür unterstützte ihn die Kaiserin beim Kauf von Schloss Laudon / Bild: gemeinfrei / Foto oben: Wikipedia / Haeferl / CC-BY-SA 3.0 at

Das einstige Luxushotel Schloss Laudon im Westen von Wien steht zum Verkauf. Das meldet der Standard. Welchen Betrag die Besitzer fordern ist vertraulich, es dürfte aber um mehrere Millionen Euro gehen.

Das nach dem mehrfachen Preußen-Bezwinger Feldmarschall Ernst Gideon von Laudon (1717-1790) benannte Schloss in Wien-Hadersdorf (14. Bezirk) ist seit 40 Jahren an die Republik Österreich verpachtet und nicht öffentlich zugänglich.

Hier sitzt in edlem Ambiente die Verwaltungsakademie des Bundes, ein Weiterbildungszentrum für österreichische Beamte und öffentliche Angestellte.
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Schloss La Mothe-Chandeniers bekommt 8800 neue Besitzer

Das Schloss auf einer Postkarte aus den Jahren nach 1900 / Urheberrecht abgelaufen
Das Schloss La Mothe-Chandeniers auf einer Postkarte aus der Zeit nach 1900 / Urheberrecht abgelaufen / Foto oben: Wikipedia / Pierre Mairé / CC BY 2.5

Das verfallende Schloss La Mothe-Chandeniers ist eine der malerischsten Ruinen, die Frankreich zu bieten hat. Und leider auch eine der am wenigsten zugänglichen. Das könnte sich jetzt ändern.

Die auf Denkmalprojekte spezialisierte Finanzierungsplattform Dartagnans.fr hat mehr als 700.000 Euro zum Kauf der nach einem Großbrand unbewohnten Wasserschloss-Ruine zusammengebracht. 6500 Internetnutzer erklärten sich bereit, mindestens 50 Euro in den Kauf zu stecken. Ab 60 Euro gibt’s noch eine Geschenkbox dazu,

Das erste Ziel der Crowdfunding-Aktion waren 500.000 Euro – dies wurde weit übertroffen. Zur Jahreswende soll das Schloss den Besitzer wechseln. (Nachtrag: Ende 2017 steht man bei 1,6 Millionen Euro, nach eigenen Angaben die größte Crowdfunding-Kampagne Europas)
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