Kategorie-Archiv: Sachsen-Anhalt

Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt

Ruine von Schloss Zerbst wird gesichert

Die Fassade von Schloss Zerbst Fotos: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz
Die Fassade von Schloss Zerbst Fotos: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz

Schloss Zerbst: Von der einst größten Schlossanlage Anhalts steht seit der Zerstörung durch Bomben am 16. April 1945 und Sprengungen der Nachkriegsjahre nur noch der östliche Seitenflügel – und dieser auch nur als dreistöckige Ruine. Nun laufen Sicherungsarbeiten.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) gibt aktuell 11.883 Euro für die Fortsetzung der Arbeiten im inzwischen siebten Bauabschnitt.

Auch Bund, Land Sachsen-Anhalt, der Landkreis und die Lotto-Toto-Gesellschaft unterstützten die Sicherung.

Die Sicherungsmaßnahme VII konzentriert sich auf die südliche Rückseite des Ostflügels. Oberhalb des zweiten Obergeschosses werden die maroden Hohlblocksteindecken entfernt, die bei der Notsicherung 1954/1955 eingebaut worden waren. Sie werden durch neue Stahlbetondecken ersetzt.
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Auf Bismarck-Schloss Döbbelin ist immer Weihnachten

Die Weihnachtswelt Schloss Döbbelin / Fotos: Burgerbe.de
Die Weihnachtswelt Schloss Döbbelin / Fotos: Burgerbe.de

Es gibt einen Ort in der Altmark, wo immer Heiligabend ist.

Diese Zeit-Anomalie kann man auf Schloss Döbbelin in Standal beobachten. Im Parterre des Bismarck-Schlosses lädt eine großzügig ausgestattete Weihnachtsausstellung das ganze Jahr über zum Kauf von glitzerndem Christbaumschmuck und miniaturisierten Weihnachtsmännern ein.

Speziell im Hochsommer der Besuch von „Bismarck’s Weihnachtswelt“ mit ihren 10.000 Weihnachtsartikeln ein ganz besonderes Erlebnis.
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Risse: Westflügel von Schloss Neu-Augustusburg gesperrt

Schloss Neu-Augustusburg ist zum Teil saniert. Das kann man gut sehen. Foto: Wikiepdia / Z thomas / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Concord / CC-BY-SA 3.0
Schloss Neu-Augustusburg ist zum Teil saniert. Das kann man gut sehen. Foto: Wikiepdia / Z thomas / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Concord / CC-BY-SA 3.0

Der Westflügel von Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels südwestlich von Leipzig ist auf Raten eines Statikers hin geschlossen worden. Die für den 7. Oktober geplante Eröffnung der Wanderausstellung „Helden im Wilden Osten“ wurde abgesagt.

Grund sind laut der Stadt Weißenfels „statische Probleme“. Die Schäden waren bei der Räumung eines Lagerraums im Schloss sichtbar geworden.

Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, akute Einsturzgefahr bestehe in dem Schlossflügel jedoch nicht. Eine „nachhaltige statische Sicherung“ des Westflügels sei bereits in Planung.

Nicht von der Sperrung betroffen ist die Ausstellung „Dynastiegewitter – August der Starke versus Herzog Christian“. Sie findet in anderen Bereichen des Schlosses statt.
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Schloss Seeburg wird versteigert: Mindestgebot 120.000 Euro

Schloss Seeburg soll versteigert werden: Hier der Mansfeldische Schlossbau / Foto: gemeinfrei
Schloss Seeburg soll versteigert werden: Hier der Mansfeldische Schlossbau / Foto: gemeinfrei

Schloss Seeburg auf einer Landzunge am Süßen See kommt am 19. Mai unter den Hammer. Das Mindestgebot für das Denkmal im Südharz liegt bei 120.000 Euro.

Versteigert wird der innere Teil der Immobilie (außer Witwenturm und Kirche und der umgebenden Parkfläche)  bei einer Auktion der Sächsischen Grundstücksauktionen AG ab 11 Uhr im NH Hotel Messe Leipzig.

Der niedrige Preis für das Mansfeldische Schloss mit Torhaus und Wehrturm mit insgesamt 2200 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche (inklusive dreier Ferienappartements) sowie das 10.400 Quadratmeter große Grundstück in bester Seelage klingt nach einem absoluten Schnäppchen.
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Schloss Mansfeld: Wo Homosexuelle nicht heiraten dürfen

Schloss Mansfeld
Schloss Mansfeld im Mansfelder Land / Foto und Foto oben: gemeinfrei

Auf Schloss Mansfeld im Südharz scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Und zwar im Mittelalter. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, lehnte der evangelische Förderverein Schloss Mansfeld die Vermietung von Räumen an ein homosexuelles Paar ab.

Die Männer wollten auf dem Schloss eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen – was bei gleichgeschlechtlichen Paaren gängige Praxis ist. Doch so etwas passt nicht ins Weltbild des (mit Landesgeldern unterstützten) Fördervereins, der auf dem Schloss eine christliche Begegnungs- und Jugendbildungseinrichtung betreibt.

Der Verein verweist auf Nachfrage der Zeitung zur Begründung auf seine „eigenen konservativen Werte“ – und die ließen eben keine Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare zu.
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