Kategorie-Archiv: Hessen

Schlösser und Burgen in Hessen

NABU hat die Jugendburg Hessenstein übernommen


Burgtor und Hauptgebäude der Burg Hessenstein / Foto: Wikipedia / Otter / CC-BY.SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Pimpernella / CC-BY-SA 3.0
Burgtor und Hauptgebäude der Burg Hessenstein / Foto: Wikipedia / Otter / CC-BY.SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Pimpernella / CC-BY-SA 3.0

Auf der einsam im Wald gelegenen Burg Hessenstein lernten Generationen von Schülern Burgenromantik kennen. Schon 1922 eröffnete hier eine Jugendherberge – es war die erste in Hessen.

Natürlich läuft in solch alten Gemäuern (errichtet 1328 bis 1342 durch Landgraf Heinrich II.) ein erheblicher Sanierungsbedarf auf. Zu viel für das Deutsche Jugendherbergswerk. Es kündigte den Vertrag zum 31. Oktober 2007.
16 Mitarbeiter wurden nicht mehr weiterbeschäftigt.
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Mary Shelley, Frankenstein und der „explodierte“ Burgturm

Burg Frankenstein im Odenwald / Foto: Burgerbe.de
Burg Frankenstein im Odenwald / Foto: Burgerbe.de

Apropos Grusel. Hat Frankenstein-Autorin Mary Shelley Burg Frankenstein besucht und sich von den örtlichen Erzählungen inspirieren lassen? Die Frage ist umstritten. Fakt ist, dass die Burg Namensgeberin des 1818 erschienen Romans der Engländerin ist.

Als Erbauer der Burg, erste Erwähnung 1252, wird Ronrad Reiz von Breuberg genannt. Er hat den Besitz erheiratet. Im 16. Jahrhundert wurde die alte Wehrburg um eine Bastion ergänzt. 1662 fiel die Anlage an Hessen-Darmstadt.

Wie viele andere Burgen (z.B. Leuchtenburg oder Marksburg) wurde sie danach rund 100 Jahre lang als Gefängnis und Invalidenhaus genutzt und verfiel anschließend.
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Burg Idstein: Im Schatten des Hexenturms

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Der Idsteiner Hexenturm (Foto: Meins)

Im idyllischen Taunusstädtchen Idstein haben sich vor gut 330 Jahren schreckliche Szenen abgespielt. Der Ort im Schutz der Burg Idstein war berüchtigt für seine Hexenprozesse und die folgenden Hinrichtungen unschuldiger Frauen. Man war allerdings so „human“ das Schwert zu verwenden, nicht den Scheiterhaufen.

Die Prozesswelle wird durch ein Kind ausgelöst, das angegeben hatte, dass seine Patin es „das Mäuse und Eidechsen machen“ lehren würde. Der protestantische Graf Johannes zu Nassau (1603-1677) vermutete, dass auch der Tod seiner zweiten Frau, seiner Kinder und ein Viehsterben durch Hexen ausgelöst wurde und befahl ab 1675 Verfahren.

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Burg Breuberg, Zankapfel der Konfessionen


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Burg Breuberg

Die Reformation und der Dreißigjährige Krieg spalteten den deutschen Adel. Manchmal ging der konfessionelle Riss auch mitten durch Burgen. Burg Breuberg ist ein Beispiel dafür.

Auf dem 306 Meter hohen Breuberg in Südhessen thront sie als eine der besterhaltenen Burgen der Republik. Durch kontinuierlichen Ausbau ist die Anlage eine beeindruckende Festung geworden. Und eine Sage gibt es auch. Heute sind dort eine Jugendherberge und ein Museum untergebracht.
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Lesefutter für den Herbst: Bücher über Burgen

Was ich noch hier so liegen habe (es geht auf Weihnachten zu, daher könnten das auch Geschenke-Tipps für Burgenfreunde sein, Bücher über Burgen kommen da bestimmt gut an):

  • Manfred Akermann, Die Staufer, erschienen im Theiss-Verlag, mit vielen Infos/Fotos auch über Burgen (Link zu Amazon).

  • Thomas Biller, Burgen und Schlösser im Odenwald, Ein Führer zu Geschichte und Architektur, im Verlag Schnell & Steiner.

  • Der schwarze Führer: Deutschland (Übersicht über Spuk- & Sagengeschichten)
  • (scheint inzwischen vergriffen zu sein).

Rezensionen dazu folgen, wenn ich Lust dazu habe. Muss erst noch Philip Roth, Verschwörung gegen Amerika auslesen. Die nächsten Foto-Artikel beschäftigen sich dann mit Burg Breuberg, der Frage nach dem Wiederaufbau des Heidelberger Schlosses und dem Komplex Quedlinburger Dom.

Ja, genau, da wo der Raubgrafenkasten steht…